![]() | 22. August 2010 Kann Polyamory zeitlich begrenzt sein ? Ihr Lieben, ich bitte euch um rege Mithilfe und Interesse. Polyamory ist ja ein Begriff, der so gesehen nicht geschützt bzw. irgendwo ganz klar definiert ist - oder ??? Ich beschäftige mich nun ganz intensiv mit der Frage, ob es möglich ist, daß ein Mensch nur "übergangsweise" poly empfindet / lebt bzw. ab wann ist man denn nun poly ist oder wann man es nicht mehr ist ? Ich bin selber hin- und hergerissen, denn ich bin erst seit Mai 2010 in eurer Gruppe, habe viel gelesen, mich ganz viel selber wiedergefunden in euren Beiträgen ( Danke an dieser Stelle an alle!) doch bin ich auch unsicher geworden. Privat hatte ich mich in einem Mann verliebt ohne vom anderen lassen zu können. Beide Männern waren / sind nicht poly. Ich hätte es mir gut und gerne zu dritt vorstellen können, hätte mich am liebsten nie entscheiden müssen, aber das ist natürlich nicht möglich, wenn dies trotz Offenheit nicht erwidert wird. Folge: Eifersucht, Streit, Szenen, Trennung...lange keinen Kontakt. Und doch nicht wirklich voneinander los gekommen... War Poly vielleicht doch nicht mein Ding ? Oder lag es daran, daß die Partner dies nicht leben konnten / wollten, nicht aufgeschlossen genug waren ? Oder ist es möglich, daß man übergangsweise die Empfindungen für zwei Männer hat, aber sich alles wieder "normalisiert" oder " rückentwickelt" zu dem Wunsch, doch nur mit einem glücklich zu sein ( bloß welcher von beiden ??? ) oder lieber alleine zu bleiben weil alles zu kompliziert ist ? Gibt es jemanden von euch, der poly war und diese Fähigkeit wieder verloren hat ? Oder jemanden, der wie ich so ein Hin- und Her erlebt ( hat) und mir sagen kann, was mit mir los ist ? Ich wäre euch sehr dankbar ! |
![]() | 22. August 2010 Es zu leben mit den Menschen die man liebt aus meiner erfahrung her definitiv ja. Es zu sein wohl eher nicht. LG YOYO |
![]() | 22. August 2010 Wahrscheinlich hat hier schon jeder in der Gruppe so ein Hin und Her durchgemacht. Ich habe festgestellt, dass man es einfacher hat, seinen Partnern von vorne herein zu erklären, wie man fühlt und denkt, gerade in Bezug auf Poly. Auf die Frage hin, ab wann man Poly und ab wann wieder nicht ist, kann ich nur sagen, dass es mir völlig egal ist. Poly ist lediglich ein Begriff, der versucht eine Eigenschaft, wie man in Bezug auf Partnerschaften fühlt/denkt. Für mich hat das nichts mit Gruppenzugehörigkeit zu tun. Poly ist ein Begriff unter dem ähnlich fühlende Menschen feststellen, nicht alleine mit ihren Gefühlen zu sein. Es gibt eine ganze Reihe von Menschen, die eine monoamore Liebe leben, sich aber trotzdem als polyamor empfinden. Sie schließen die Möglichkeit, einen zweiten Partner gleichzeitig zu haben nicht aus bzw. akzeptieren es, wenn der Partner sich einen zweiten Partner nimmt. Die Schwierigkeiten, die man bekommt, wenn man sich mit zwei monoamoren Menschen gleichzeitig verbindet, sind hier im Forum schon sehr häufig diskutiert worden. Die Frage, die Du Dir stellen solltest ist, "Welche Mühen bist Du bereit aufzuwenden, um aus zwei monoamoren Menschen, polyamore Menschen zu machen?". Denn danach wird sich richten, ob Du mit beiden in Harmonie zusammen bleibst bzw. einen davon auserwählst und mit ihm monoamor lebst oder ob Du sogar mit beiden brichst und dich mit ähnlich fühlenden Menschen verbindest. Stell Dir mal vor, Du verliebst Dich in einen Mann, ihr geht eine Beziehung ein und auf einmal erzählt er Dir, dass er sich in eine weitere Frau verliebt hat und sie nun ebenfalls mit euch eine Beziehung leben soll. Wie würdest Du reagieren? Kannst Du Deinen Mann mit einer weiteren Frau teilen? Was denkst Du, wenn die zwei auf einmal ein Kind bekommen? An Deinen Antworten kannst Du schon mal für Dich entscheiden, ob Du polyamor fühlst. Solltest Du einen Mann mit keiner weiteren Frau teilen können, mute es bitte auch keinem monoamoren Mann zu, Dich zu teilen. liebgrüßend: Curieuse |
![]() | 22. August 2010 Ich denke, es ist mit der Polyamorie genau wie mit der Liebe - sie lässt sich nicht verordnen, verbieten, einschalten, ausschalten ... Ich sehe die Polyamorie nicht als eine Eigenschaft von jemandem, sondern eine Erkenntnis, dass Liebe sich eben nicht reglementieren lässt ... eben auch nicht beschränken auf eine einzige Person im gesamten Universum. Polyamorie ist für mich einfach die natürliche Art der Liebe. Damit verhält sie sich ebenso wie die Liebe auch ... Und eine Erkenntnis kann, glaube ich, nicht mehr "zurückgenommen" werden. Es ist, als ob du genau weisst, dass die Erde eine Kugel ist und dennoch Angst davor hast, du könntest irgendwann mal wieder einen "Rückfall" haben und sie als Scheibe sehen ... Und, wie Curieuse schon bemerkte, ist Polyamorie am Ende nur ein weiteres "Label" ... kümmere dich einfach nicht um die "Einordnung" dessen, was du fühlst und lass die Liebe fliessen, und höre dabei immer auf dein Herz ... es kennt sich mit deiner Liebe am besten aus Und deinem Herzen ist es auch egal, wie du was bezeichnest. André |
![]() | 22. August 2010 Solltest Du einen Mann mit keiner weiteren Frau teilen können, mute es bitte auch keinem monoamoren Mann zu, Dich zu teilen. Da fällt mir gerade ein Spruch meiner Mama ein, wo ich als Kind sicher die Augen gerollt habe, wenn sie mir ihn sagte..... "Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg' auch keinem anderen zu." Meine Mama sagt das damals meistens in Bezug auf Kinderstreitereien - von Polyamorie hat sie sicher bis heute nix gehört. Aber ich denke so ein Kern Wahrheit ist in all diesen Sätzen, die es da so gibt...... Und manchmal habe ich das Gefühl bei manchen geht es noch immer darum, einfach alle Schaufeln im Sandkasten zu bekommen - selber welche hergeben oder teilen, oder einfach respektieren, dass die schöne gelbe dem anderen gehört und er sie halt nicht hergeben will -das geht natürlich nicht..... Über eines sollte man sich im Klaren sein, Poly sein kann man nicht einfach überstreifen oder lernen oder mal hervorholen, wenn's passt und wieder wegstecken, wenn's denn nicht passt - das ist eine Geisteshaltung und nicht ein Modeerscheinung - auch wenn's von einigen so gesehen wird. LG Sunday |
![]() | 22. August 2010 Gegenseitigkeit? Solltest Du einen Mann mit keiner weiteren Frau teilen können, mute es bitte auch keinem monoamoren Mann zu, Dich zu teilen. Da regt sich bei mir(m) leichter Widerspruch."Zumuten" mag aus poly-Sicht die falsche Vokabel sein … ganz klar: wenn die Situation sich nach einer Zumutung anfühlt, dann hast du ein Problem. Aber was, wenn nicht? Dann kann eine "ich darf zwei haben, weil du damit kein Problem hast, aber umgekehrt funktoniert das nicht, weil ich über meine Verlustangst nicht wegkomme"-Situation durchaus auch langfristig funktionieren. Ich kenne selber ein Trio, bei dem das so ist. |
![]() | 22. August 2010 Da so ziemlich jeder Aspekt der Sexualität dynamisch ist, kann es durchaus auftreten, dass eine polyamoröse Phase einer monoamorösen (Und natürlich umgekehrt) weichen muss. |
![]() | 23. August 2010 mal so mal so Ich denke, so wie in jedem Menschen männliche und weibliche Anteile stecken, so hat jeder im Prinzip monoamore wie auch polyamore Neigungen in sich. Was davon naturgegeben und was durch Umwelt und Erziehung aufgeprägt wurde, das wäre ein Thema für eine Doktorarbeit. Aber es gibt Phasen wo mal das eine und mal das andere dominiert. Das hängt von der allgemeinen Lebessituation und vom jeweiligen Partner ab. Der erste Schritt zur Befreiung ist es, seine Neigungen zu erkennen und zu akzeptieren. Ob man ihnen dann nachgeht, das ist eine davon unabhängige Sache. Ich kann meine polyamore Neigung erkennen und trotzdem sehr monogam leben, weil ich sehe, dass ich den Partner, den ich über alles liebe, sehr verletzen und eventuell verlieren würde, wenn ich diese Neigungen voll ausleben würde. Auch den anderen Fall gibt es und ich vermute, dass er sogar sehr häufig ist. Das sind Menschen, die im Grunde ihres Herzens monogam sind, aber so eine Beziehung einfach nicht hinkriegen und in eine polyamore Situation flüchten, die in Wirklichkeit die Suche nach dem "richtigen" Partner ist. Außerdem ist der Übergang zwischen mono und poly sehr fliessend und es gibt viele Zwischenstufen. Deswegen ist eine Einteilung in mono und poly sehr relativ, etwa so wie wenn man sämtliche Farben der Kategorie dunkel oder hell zuordnet. Es gibt wohl Menschen, die für sich eine klare Definition von polyamor haben, aber die ist immer individuell und sollte nicht anderen übergestülpt werden. Ernst |
![]() | 23. August 2010 "Zumuten" mag aus poly-Sicht die falsche Vokabel sein … ganz klar: wenn die Situation sich nach einer Zumutung anfühlt, dann hast du ein Problem. Aber was, wenn nicht? Dann kann eine "ich darf zwei haben, weil du damit kein Problem hast, aber umgekehrt funktoniert das nicht, weil ich über meine Verlustangst nicht wegkomme"-Situation durchaus auch langfristig funktionieren. Ich kenne selber ein Trio, bei dem das so ist. *nickt* Von künstlicher Aufrechnung halte ich auch nichts. Wir haben alle Grenzen, was wir empfinden, wie weit wir uns verändern (wachsen?) können oder wollen. Und wenn dem einen etwas leichter fällt als dem anderen und alle mit der Situation X zufrieden sein können, auch wenn sie nicht "fair" ist - Herrgott, wen kümmert dann noch fair? Die Beteiligten müssen sich darin einrichten können, nicht ein "unpolitischer" Richter von außen. Zur Eingangsfrage: polyamor fühlen und konsequent polyamore Freiheit leben - das sind zwei Dinge. Man kann immer Kompromisse treffen, auch gegen sich selbst, wenn es "so schlimm" nicht ist. Manche gehen dann doch lieber den Weg der geringsten Widerstandes (der Heimlichkeit), weil sie merken oder glauben (Unterschied!), daß beide Partner nicht damit klarkämen, wenn es nicht mehr "Ehemann" und "Affäre" wäre. Das sagt alles meines Erachtens nach nichts darüber aus, ob man poly empfindet. Sondern einfach nur darüber, wie konsequent man ist, wie wichtig einem Offenheit in der Lebensweise ist. Man könnte sogar sagen "Wie aggressiv man sich selbst zu vertreten gedenkt", oder? (Ohne negative Wertung des Wortes "aggressiv" hier) Die Entscheidung, was Du machst, lieber mit einem zusammen sein, der offenbar monogam tickt oder mit dem anderen noch heimlich oder zu sagen "ne, kein wischiwaschi, lieber Trennungsschmerz und suchen nach jemandem, mit dem ich offen so sein kann", kann Dir niemand abnehmen. Das ist persönliche Präferenz, aber nicht eine Sache der Liebesfähigkeit - würde ich behaupten. |
![]() | 23. August 2010 Ich glaube, wir sind fast alle mit einer monogamen "Prägung" aufgewachsen; da gab es einfach nur die Mami und den Papi. Unter Umständen gelangten wir zum Beispiel in Folge einer Scheidung der Eltern zur Erkenntnis, dass jemand möglicherweise zwei Menschen liebt. Und bei nicht wenigen unter uns war es wohl so, dass wir selbst merkten, für mehr als einen Menschen Liebe und sexuelle Gefühle zu empfinden. Durch die ERKENNTNIS, dass so etwas möglich ist, sind wir dann aber wahrscheinlich definitiv neu und unabänderlich geprägt worden. Die Frage ist für uns nun nur, wie wir damit umgehen, unsere Empfindungen leben, mit der "übrigen Gesellschaft" klarkommen. Möglicherweise beschränken sich die Einen oder Anderen unter uns irgendwann wieder auf 1 Partner/-in, aus welchen Gründen auch immer (Energie, Zeitmanagement, Eifersucht...?). Aber eben, es ist halt nur ein "sich beschränken". Von da her glaube ich, dass Polyamorie LEBEN zeitlich beschränkt sein kann, die Erkenntnis, dass sie möglich sein kann oder müsste, wird in unseren Gehirnen wohl nicht zu löschen sein. Martin der gratwanderer |
![]() | 23. August 2010 Sind wir nicht alle ein wenig poly? Also, das klingt bei Deiner Beschreibung schon danach, dass es von den Partnern abhängt .... ich las nicht heraus, dass DU dann dachtest: Ach, ICH will unbedingt wieder monogam leben .... Das Ding ist ja, dass die Beziehungsformen auch immer von den Menschen abhängen, die daran beteiligt sind. Das ist ein Vorteil oder auch ein Problem - je nachdem. Jemand sagte mal: "Ich suche mir nicht den Partner nach meinem Beziehungsformwunsch aus, sondern die Beziehungsform nach dem Partner." Als Bisexueller hatte ich aber schon auch das Problem ... ich bin halt kein monogamer Bisexueller, suchte auch keine Frau, die damit nicht umgehen kann, dass ich auch Sex mit Männern habe. Und dann hatte ich eine, die das von Anfang an wusste und auf einmal aber doch ein Riesendrama daraus machte. Tja, harte Probe. Jetzt habe ich jemand ganz anderen, und es ist einfach schön und problemlos. Aber wie bereits gesagt: Du musst nicht polyamor leben, um polyamor zu fühlen. Und obwohl ich mich weder als monogam, noch als "richtig" poly bezeichne, könnte man schon sagen, dass jeder im Prinzip poly geboren wird, aber es von der Gesellschaft ausgetrieben bekommt und es dann halt nicht lebt. Genauso, wie ich immer sage, dass jeder Mensch prinzipiell bisexuell ist. Andererseits ist natürlich alles in Bewegung, und natürlich kann eine monogame Beziehung zu einem Zeitpunkt interessanter sein als zu einem anderen. Aber hört man deswegen auf, jemanden zu lieben? Oder verliebt sich nie wieder? Man unterdrückt es vielleicht .... aber Gefühle sind offen und frei .... auch bei "monogamen" Menschen! |
![]() | 23. August 2010 Bitte nicht werten! Machmal entsteht hier der Eindruck, dass wir im Grunde alle poly sind und wer das nicht auslebt, ist negativ geprägt und unterdrückt etwas. Dabei schwingt eine Höher-Wertung der Polyamorie mit. Ähnliches kommt auch oft von Schwulen und Bisexuellen. Diese Wertung finde ich überheblich. Nicht jede gesellschaftliche Prägung ist negativ und eine verbindliche monaamore Beziehung kann eine ganz andere Qualität haben als ein unverbindliches Rumgeficke, das man dann mit dem Ausdruck "polyamor" verklärt. Ich übertreibe da mal ganz bewusst. Klar ist, dass wir - und besonders wir Männer - von der Triebausstattung her poly sind. Die Entscheidung, mono zu leben, kann natürlich negative Prägung und Unterdrückung von Neigungen sein, muss es aber nicht. Als Menschen sind wir aufgefordert, uns von der Triebgebundenheit zu emanzipieren und möglichst frei unseren Weg zu gehen. Dazu gehört auch, die anderen ihren gehen zu lassen und sie in ihrer Andersartigkeit zu akzeptieren. Die Arroganz, die bei Polys, Schwulen und Bi's manchmal zu spüren ist, ist natürlich eine Folge der Diskriminierung durch die "Normalos". Aber man muss doch nicht Gleiches mit Gleichem vergelten. Ein Paradebeispiel dafür wie ein toleranter Poly mit einem weniger toleranten Mono umgeht ist der Auftritt von Silvio Wirth und Mara Fricke bei Maischberger (gerne würde ich hier den Link dazu setzen). Ernst |
![]() | 23. August 2010 Vielen lieben Dank für die rege Beteiligung ! Es nimmt mir echt wahnsinnig viel Druck, eure Statements zu lesen. Alleine schon die simple Tatsache, poly nicht als "Gruppenzugehörigkeit" zu sehen oder "einfach nur auf mein Herz " zu hören, gibt dem Gamzen wieder eine ungeahnte Leichtigkeit Ich hatte hier oft bei Vielen den Eindruck, daß ihr "ganz fest, ganz rein" poly lebt - oft schon seit vielen Jahren und in einer erfolgreichen Dreier-Beziehung. Das kann ich nicht sagen und habe dies auch noch nie erlebt. Aber schauen wir mal weiter... |
![]() | 23. August 2010 Ich hatte hier oft bei Vielen den Eindruck, daß ihr "ganz fest, ganz rein" poly lebt - oft schon seit vielen Jahren und in einer erfolgreichen Dreier-Beziehung. Das kann ich nicht sagen und habe dies auch noch nie erlebt. der eindruck trügt meiner meinung nach gewaltig! ich denke diejenigen, die langjährige polybeziehungen haben und leben sind in diesem forum eher in der minderheit. aber das ist eigentlich auch nicht so wichtig! ich glaube wichtig ist, dass du schaust was du brauchst, willst, dir wünscht und was mit den partnern, die du hast möglich ist... und dass ihr gemeinsam daraus einen eigenen weg für euch findet. polyamory steht für mich persönlich für eine große vielfalt von beziehungen, konstellationen, regeln... für die möglichkeit jede beziehung sich als das entwickeln zu lassen was sie ist, zu wachsen und sich zu verändern ohne dass es ein verschwinden aus dem leben des anderen bedeuten muss. polyamory steht in meiner wahrnehmung für die freiheit seine beziehungen so zu definieren und leben wie man es mit seinen jeweiligen partnern will und verhandelt... mitunter täglich neu. es ist eine akzeptanz der veränderung als einem unserer ständigen begleiter im leben ohne die teils harschen und absurden "wenn-dann-mechanismen", die uns unsere mono-prägung mitgibt. poly steht für die selbstgewählte aufgabe mich zu reflektieren und die freiheit authentische, intensive und liebevolle beziehungen mit denen zu führen, die mein herz berühren und diesen weg mit mir gehen können und wollen. aber ich könnte morgen aufwachen und mich vielleicht entscheiden, dass es meinen bedürfnissen nicht mehr entspricht polyamor zu leben sondern es viel passender wäre eine monogame beziehung zu führen. und dann würde bestimmt kein blitz aus dem himmel fahren und mich erschlagen! es ist doch egal wie, wieviele oder wen man liebt, wichtig ist letztlich, dass man aufrichtig und liebevoll mit sich und seinen liebsten ist! alles liebe, venuskind |
![]() | 23. August 2010 Ach Venuskind.... .... Dein ganzer Beitrag ist so gut - da will ich nicht nur die Danke-Taste drücken! Am meisten fasziniert hat mich die Definition polyamory steht in meiner wahrnehmung für die freiheit seine beziehungen so zu definieren und leben wie man es mit seinen jeweiligen partnern will und verhandelt... mitunter täglich neu. es ist eine akzeptanz der veränderung als einem unserer ständigen begleiter im leben ohne die teils harschen und absurden "wenn-dann-mechanismen", die uns unsere mono-prägung mitgibt. Jawoll! Mit wenigen Sätzen für mich auf den Punkt gebracht. Danke! Liebe Grüße Sunday |