Frage an die es bereits praktizieren

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1. Apr

Vom Umgang mit Gefühlen
es sind fast immer unsere eigenen Erwartungen,
die uns unsere Enttäuschungen und das Leiden bringen.

...meinte schon Buddha um 500 v. Chr.

Erst auf dem polyamoren Weg erkannte ich das so deutlich, dass meine zentrale Frage wurde, wie ich angemessen mit meinen Gefühlen (und denen Anderer) umgehen kann. Der Weg über Psychologie (u.a. Katia Byron, Robert Betz) und Philosophie (Stoiker) führte mich zu einer Eigenbau-Spiritualität (u.a. Donald Neale Walsch, Robert Betz, Thomas Campbell, ).

Die Entwicklung hat den Vorteil, fast nichts mehr zu wollen, so wenig wie möglich zu (be)werten, hauptsächlich in Selbstverantwortung für meine Bedürfnisse zu leben und damit in Fülle und Frieden zu sein. Alles Zusätzliche ist Belebung, Bereicherung und erfüllt mich mit Dankbarkeit und Freude.
Ent-täuschungen sind selten geworden, weil es kaum noch Vorstellungen gibt, wie etwas sein soll. Wenn ich zu bestimmten extremen Phänomenen auf Distanz bleiben kann *zwinker*, z.B. physischen Gewaltausschreitungen.

Perfekt oder erleuchtet bin ich bei weitem nicht. Aber in einem relativ stabilen Zustand innerer Gelassenheit, den ich gerade gut brauchen kann. Wäre ich ein Eremit in seiner Klause, und die Besatzung eines Touristenbusses begänne, um durch meinen Vorgarten zu trampeln, hätte ich bestimmt ein Problem... *lol*

Solange das nicht passiert, kann ich selbst die übelsten Gräuel der Welt in friedlicher Gelassenheit sehen, wie alles andere, was so passiert und mir denken: wenn alle sich ruhig und mitmenschlich verhalten, dann gibt es das nicht.
Das geht leider so weit, dass ich in Aspekten meiner persönlichen Gesundheitsfürsorge nachlässig werde, weil es mir nicht mehr so wichtig erscheint, nun unbedingt gesund zu sein oder lange zu leben. Leidensdruck stellt sich später ein als früher. Das wirkt in unserem aktuellen gesellschaftlichen und auch in einem spirituellen Wertekanon wie ein Missklang. Es arbeitet aber in mir, darin vertraue ich.

Mein Fazit: Die so genannten Polyprobleme sind keine poly-systemischen, sondern (kollektiv-)menschliche und nicht im Rahmen von "Poly..." zu lösen.
Im Grunde ist es Bewusstseinsentwicklung, die seelisch erfahren werden möchte.

So fühle ich mich heute zwar auch "poly", aber nicht nur.

*herz*lich
T*wink*M ohne *omm*
 
 
2. Apr

Hallo Themenersteller - Rheinmatrose,
ich denke, dass es in Deinem Fall nichts mit Polyamory zu tun hat. Ich denke dass Du ein netter Kerl bist und deshalb als Kumpel-Freund gut passt. Wird sich vermutlich auch nicht ändern. Mußt halt kucken, ob Dir das liegt. LG
 
 
3. Apr

danke, lieber Tomquichote,
dass du auf diesen Punkt hingewiesen hast. Ich möchte dem mit Begeisterung zustimmen: die meisten Polyprobleme sind überhaupt keine Polyprobleme sondern menschliche und würden in einer "normalen" Beziehung vermutlich genauso oder ähnlich auftreten. Auch wehre ich mich gegen eine Überhöhung des Polybeziehungs-Standards oder -Status'. Das ist nicht wirklich etwas besonderes (außer eben die Tatsache, dass es mehr als 2 Beteiligte gibt), aber genau dieser Umstand, dass es mehr als 2 Beteiligte gibt, verliert seinen Schrecken, sobald man seine Zweierbeziehung(en) aufrichtig pflegt. Oder, um den alten Kant zu bemühen: wenn ich selber nicht verarscht werden möchte, empfiehlt es sich dringend, auch andere nicht zu verarschen. So lässt sich ein erstaunlich reibungsfreier, verarschungsloser Beziehungs-Alltag organisieren, unabhängig von der Zahl der Beteiligten.
 
 
5. Apr

Ich schließe
mich einmal dem Smartkönig an und bedanke mich auch bei TomQuichote für seinen ( für mich) schlüssigen und relativ einfachen (auch einfach kann schwer sein) Weg, Erwartungen erst garnicht aufkommen zu lassen, bzw. das Heft des Handelns, des Empfindens und des daraus resultierenden Ergebnisses selbst in der Hand zu halten.
Erwartungsfrei durchs Leben zu gehen, heisst, sich vor Enttäuschungen zu schützen. Meine persönliche Firewall ( wobei ich finde, dass der Begriff " Eigenbau-Spiritualität " auch super ist).
Ich bin zwar nicht durch viele literarische Werke zu dieser Erkenntnis gelangt, sondern einfach nur oft genug auf die Schnauze gefallen. Nachdem ich dann immer wieder (zumindest einmal mehr) aufgestanden, als hingefallen/gestoßen/geschubst bin, habe ich nach dem Sinn dieser (mentalen) Stürze geforscht, sowie andere beobachtet, bzw. mich auch mit Biographien usw., usw. befasst.
Dir, lieber Rheinmatrose kann ich nur raten, abzuwarten und zu beobachten, wie sich die Frau in nächster Zeit verhält. Mal ist sie mit dem anderen zusammen, nun doch nicht mehr....Hmmmm...???...Entweder weiß sie selber nicht, was sie will, oder aber sie versucht, dich irgendwie "warm" zu halten. Mit polyamoren Zügen hat die Geschichte meines Erachtens nicht viel zu tun, außer, dass du dir versuchst, eine Möglichkeit zu schaffen, doch irgendwie an sie näher ( inkl. Sex) ranzukommen.
Verstehe mich bitte nicht falsch, ich gönne dir das Verliebtsein ohne Ende. Ich möchte dich nur vor allzu großer Euphorie warnen, die sich evt. plötzlich in Luft auflöst und du dich ausgenutzt fühlst.
Aus meiner Sicht kannst nur du für dich handeln, alles andere muss von der Gegenseite (von ihr) kommen.
Die Bewusstseinsentwicklung von der Tom schreibt trifft es m. E. voll. Werde dir bewußt, was du von ihr willst. Nicht erhoffst, nicht erwartest oder sonst irgendetwas. Benenne dir klar deinen Standpunkt, dann strahlst du dieses auch aus, ohne zu reden, nur durch deine Aura.

Kurze Anmerkung: Die Körbchensammelei von Wave hat auch seinen Reiz. In ähnlicher Form habe ich es auch schon einmal durchgespielt, nicht so exzessiv/intensiv, aber ich war erstaunt, wie viele nette, angenehme Kontakte ich nur an einem Abend hatte.

Gruß

Jack
 
 
5. Apr

Danke, Jack
Die Bewusstseinsentwicklung von der Tom schreibt trifft es m. E. voll. Werde dir bewußt, was du von ihr willst. Nicht erhoffst, nicht erwartest oder sonst irgendetwas.

Abgesehen von dem "was Du von ihr willst":
... ein schönes Beispiel, an dem meine Entfernung zur Erleuchtung sehr deutlich wird *lol*
Wie ich oben schrieb: ich wünsche mir nur noch relativ wenig.
In punkto "Hoffen, Wünschen und Wollen" falle ich in Bezug auf eine Frau fast über dreieinhalb Jahren regelmäßig auf die Nase, weil ich mir eine Nähe zu ihr wünsche, die aufgrund unserer Verschiedenheit nur in den Momenten der Begegnung, aber nicht im Ganzen zustande kommt (so wie ich mir das wünsche *lol*), obwohl wir über zwei Jahre zusammen in einer größeren WG zusammen wohnten.
Das zeigt mir, dass ich sie mehr begehre als liebe - eine ständige Herausforderung und Übung für meine Liebesfähigkeit.

Da kommt dann ein Wesen daher, das Dich glatt in den 7ten Himmel hebt und Socken wie Schuhe auf dem Erdboden stehen lässt - und dann hab' mal keine Wünsche..., Halleluja! So weit bin ich noch nicht...

Tom
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