emotionale Kriesen durch Kinder in der Polybeziehung

 
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18. Nov 17

emotionale Kriesen durch Kinder in der Polybeziehung
Hallo,
Ich hoffe ich bin hier richtig...

Emotionale Kriesen belasten ja bekanntlich jede Beziehung, aber ich fühle mich in meiner Situation so machtlos im Moment wie schon ewig nicht mehr.
Ich liebe zwei im Grunde monogame Männer, die stillschweigend hinnehmen das ich sie beide will. Mit dem einen bin ich sogar verheiratet.
Im März der erste Stress, ich war schwanger von meinem Freund. Ich war über glücklich, wo ich mir doch ein zweites Kind wünsche, aber für alle anderen brach die Welt zusammen. Ich habe die beiden Kinder, die in mir heranwuchsen jedoch verloren. Für mich der erste Crash in der Beziehung zu meinem Freund, denn er versuchte nicht einmal mich zu trösten. (Er hat bereits 3 Kinder die mich sehr lieben und war einfach frohn, das sein Problem doch so einfach gelöst wurde), auf der anderen Seite mein Mann, der ebenfalls erleichtert war.
Nun war ich wieder schwanger. Diesmal von meinem Ehemann und wieder habe ich das Kind verloren.
Die Erleichterung für alle wieder klar, nur für mich bleibt die tiefe Trauer.
Ganz alleine.
Nun haben mir beide Männer ein Sexverbot auferlegt aus Angst vor einer weiteren Schwangerschaft.
Das macht mich so fertig. Es macht meine Liebe kaputt und das zu beiden Partnern.
Ich werde auf jedenfall meinen Freund verlassen müssen, aber den Vater meines ersten Kindes kann ich im Grunde gar nicht verlassen, zu tief verworren sind unsere Leben.
Zu tief sitzt die Verbindung.

Nun steh ich mit meinem Kinderwunsch alleine da... und mit meiner Sexuellen-Lust ebenfalls (einer der Gründe warum ich zwei Männer “brauche“)...

Danke fürs ausheulen lassen, vielleicht habt ihrr ja Lösungsvorschläge

Liebe Grüße Alice
 
 
18. Nov 17

Mein Beileid. Ich habe selber miterlebt, wie zwei Leben sich erst gebildet haben, ich ihren Herzschlag hören durfte und sie dann leider doch nie geboren wurden. Es ist sehr schade, dass du nicht die Unterstützung erhält, die es in einer solchen Situation braucht.

Für mich klingt deine Erzählung ein wenig danach, als hätten deine beiden Partner das Vertrauen in dich verloren. Es scheint als hätten beide gar kein Kind mehr gewollt. Gerade so eine schwere und folgenreiche Entscheidung sollte man gemeinsam fällen. Habt ihr vorher nicht darüber geredet? Weshalb wollen sie kein weiteres Kind? Warum hast du deinen Kinderwunsch über ihre Bedürfnisse gestellt?
 
 
18. Nov 17

Sehr İnteressant
Nur einen Lösungsvorschlag da zu machen wäre eine Verlogenheit.
Problem ist das man jeden so schätzt wie man selbst ist, das ist falsche einer liebt beide mit Gefühle die beiden nutzen das Sexuele Spaß das ist offensichtlich Stillschweigend beiden es gefallen ist zu teilen bis das Spielverderber auftauchte (Meine Herzlichen Beileid für beiden) Das ist so ängstlich für die beiden dass die sogar auf Spaß verzichtetetten.
Lösung für diesen Dreier Beziehung ist keine!!!
Lösung für neue Anfang gibts immer *victory*Natürlich man muss Kraft und Geduld dafür haben.
Lg Vulkan
 
 
18. Nov 17

Gefühle
Was ich gelesen habe löst in mir einiges aus.

Zum einen möchte ich dir mein Mitgefühl und beileid ausdrücken.
Die verluste die du erlitten hast, haben nicht nur den Körper belastet,
sondern tiefe Wunden in Herz und Seele gerissen.
Was die beiden Männer betrifft, so bin ich entsetzt. Zum einen zeit haben wollen mit dir und
dann so kalt und gefühlos reagieren, ist mir Worten nicht zu beschreiben.

Zum einen kann ich deinen Kinderwunsch verstehen und nachvollziehen.
Bitte nicht böse sein. Wenn du zweimal Kinder verlierst, scheint dein Körper
unter Umständen nicht bereit zu sein.
Aus welchem Grund auch immer.
Es kann auch nicht am Körper liegen, sondern dein Wunsch so mächtig ist in dir,
das er deinen Körper überfordert.
 
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18. Nov 17

Beide wissen von meinem Kinderwunsch (und natürlich auch voneinander) und das auch schon längerfristig bzw. Schon immer.
Und ich gehe davon aus das sie das mit den Bienchen und Bäumchen auch wissen, zumal beide bewusst auf Verhütungsmittel verzichten.

Also bleibt tatsächlich nur die Beziehung en zu Lösen und neu anzufangen um meine Problematik zu meistern.

Danke für eure Anteilnahme, das liest sich, so schwer es ist, ziemlich gut.

Liebe Grüße
Alice
 
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18. Nov 17

Ach ja, wahrscheinlich ist meine Schilddrüse schuld an den Fehlgeburten, das sagt zumindest die Hebamme. Ich hab Dienstag einen Termin beim Arzt deswegen.
 
 
18. Nov 17

Wenn sie davon wissen und es sogar unterstützt haben ... was soll der ganze Scheiß dann?!

Und wenn die erkannt haben, okay das überfordert mich, ich will das nicht... können sie trotzdem versuchen dich zu trösten und ansonsten einfach ein Kondom anziehen.

Hast du sie mal gefragt, wieso sie dich so fallen lassen? Sprecht ihr darüber?

Reden hilft!!
 
 
18. Nov 17

Ich bin etwas im Zwiespalt
Erstmal tut es mir sehr leid das du die Kinder verloren hast.
Ich glaube das ist eine der schlimmsten Erfahrung die eine Frau machen kann.
Du schreibst im EP das für beide Männer mit deiner Schwangerschaft eine Welt zusammengebrochen ist. Für mich als jemand der das nur von deinem Posting kennt liest es sich so als hätten beide zwar deinen bestehen Kinderwunsch gewusst aber es nicht wollten? Ich kann nur vermuten was da los war.
Für die einen sind Kinder die Krönung einer Verbindung was man aber auch mal ganz deutlich sagen muss Kinder sind auch auf mindestens 18 Jahre gesehen eine enorme finanzielle Belastungen und sie brauchen Zeit und kosten Nerven. Gerade wenn schon Kinder da sind kann ich verstehen das da beide Männer irgendwo entsetzt sind. Irgendwann ist halt das Papa werden aus den Plänen raus und man möchte anderes machen. Ich finde es nicht richtig sich bewusst ein Kind machen zu lassen wenn einer von beiden nicht zu 100% dahinter steht. Aber Fakt ist auch wenn man oder besser Mann kein Kind will kann auch er das verhüten. Viele Männer machen sich das heute noch ganz einfach und Schieben die ganze Verhütung der Frau zu.

Für mich bleibt eine ganz große und wichtige Frage offen
• haben denn die zwei Männer zugestimmt noch einmal Vater zu werden?
 
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18. Nov 17

Ehrlich gesagt klingt das für mich auf sehr vielen Ebenen unausgegoren und mein Eindruck ist, dass da vieles unausgesprochen ist.

Zunächst einmal tut auch mir leid, was du erleben musstest. Ich stelle mir das unendlich schlimm und traurig vor!
Und dass beide Partner es offenbar nicht geschafft haben, dir beizustehen, tut mir auch sehr leid!

Auf der anderen Seite finde ich aber auch die schnellen Verurteilungen, die sich hier schon zeigen, falsch.
Ich glaube nicht, dass zwei Männer, mit denen du ja schon länger eine Beziehung führst, plötzlich so emotional verkorkst reagieren, ohne dass es dafür Gründe gibt.

Du schreibst, dass beide nur hinnehmen, dass es den jeweils anderen gibt. Das alleine ist ja schon eine emotional anstrengende Situation für alle Beteiligten.
Dass die beiden wissend auf Verhütung verzichten spricht noch nicht automatisch für einen Kinderwunsch. Und dass sie von deinem eigenen Kinderwunsch wissen, auch nicht.
Natürlich ist es nicht besonders schlau, denn wer nicht verhütet, kann Kinder bekommen, aber es zeigt sich ja nun, dass die beiden offensichtlich keinen so großen Wunsch verspüren, wie du.
Was sagen sie denn dazu?

Und kannst du, verstrickt in deine eigenen Wünsche und dein eigenes Dilemma, wirklich wahrnehmen, was sie sagen? Oder überhörst du vielleicht etwas?

Ich persönlich bin der Meinung, dass man es auf ein Kind nur anlegen sollte, wenn beide, oder in eurem Fall sogar drei Beteiligte, wirklich dafür sind.
Das scheint nicht der Fall zu sein.

Und dann frage ich mich auch, wie du dir das vorstellst, zumal es ja weniger wichtig zu sein scheint, von wem das Kind nun wäre.
Was wäre denn, wenn dein Freund der Vater wird? Wo soll es dann leben? Unter einem Dach mit deinem Mann, der nicht einmal die Beziehung zu deinem Freund besonders toll zu finden scheint? Und dann auch noch ein Kind von ihm akzeptieren soll? Das stelle ich mich sehr schwierig vor.
Und was macht dein Freund dann? Akzeptieren, dass sein eigenen Kind nicht bei ihm, sondern bei einem anderen Mann aufwächst?
Ihr scheint ja nicht in einer Gemeinschaft zu leben.

Das sind alles Fragen, die MIR dazu kommen.

Und nicht zuletzt finde ich es auch bezeichnend, dass du in deinem Eingangsposting noch davon sprichst, mindestens deinen Ehemann nicht verlassen zu können, ein paar Antworten später scheint die Lösung aber zu sein, gleich beide Beziehungen zu beenden.
Und dann? Dann bist du alleinerziehend mit weiterem Kinderwunsch.
Auch keine Situation, die so leicht zu lösen sein wird.

Wobei ich durchaus nachvollziehen kann, dass ein Kinderwunsch so stark ist, dass man eine Beziehung dafür beendet.

Aber das sind doch alles Entscheidungen, die etwas mehr dauern sollten, als ein paar Stunden und Antworten in einem Forum.


Wie gesagt... für mich liest sich das auf allen Seiten sehr unüberlegt und ausgegoren.

Ich würde erstmal die Basics klären, bevor ich weiter entscheide:
Was wollt ihr drei? Wer will was? Was lässt sich davon vereinbaren, was nicht?

Und was den Sex angeht: Vielleicht wäre es wenigstens temporär an der Zeit, zu verhüten?!
 
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18. Nov 17

Mein Ehemann hat am Anfang sogar gesagt ein zweites Kind wäre für ihn voll ok...
Mit meinem Freund hatte ich das ganze zu beginn unserer Beziehung besprochen, das ich auf jedenfall noch ein kind möchte(da war mein Sohn gerade geboren knappe 3 Jahre her) und dann habe ich es ein paar mal erwähnt, weil es auch finanziell und jobtechnisch sinnvoll gewesen wäre.

Sie sagen das es emotional einfach zu viel geworden wäre, wenn ich darüber sprechen wollte musste ich sie am Ende meist trösten weil sie die “Vorwürfe“ die ich ihnen gemacht habe nicht ertrugen.

Ich habe viel gezeichnet und die Bilder mag mein Freund zumbeispiel nicht ansehen, weil er sich davon gestört fühlt. Ich zeichne darüber also nur noch inkognito und räume alles weg, damit er es nicht “ertragen“ muss.

Das sprechen über die Kinder habe ich inzwischen eingestellt, die Belastung ist zu groß für mich.

Das Gefühl von Liebe bleibt aber...

Liebe Grüße
Alice
 
 
18. Nov 17

Erstmal...
.. ein tiefemfundenes Mitgefühl über deine Verluste.
Ich habe nicht alleBeiträge gelesen, so also vielleicht etwas Wiederholung.

Zum einen scheint es, dass DEIN Kinderwunsch nicht mit dem Deiner Partner kompatibel ist. Ein klärendes Gespräch wäre da sicherlich hilfreich.
Zum anderen Sexverbot um nicht Schwanger zu werden klingt ziemlich (sorry) dämlich ... da gibts wohl genügend andere Möglichkeit, ob bei Dir oder ihm.
Und irgendwie solltest du deine Entscheidung bei jemanden zubleiben nicht abhängig machen von irgendwelchen verpflechtungen, sondern von deinem Wunsch wie du leben möchtest.
Und bei dem Verlust der Föten, wären vielleicht auch da der Denkanstoss ob dein Körper das vielleicht nicht kann oder will.
Ich hoffe du findest eine Lösung, die deine Zukunft rosiger macht..
Liebe Grüße
 
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18. Nov 17

@ Tinchenbienchen
Ich nin da absolut deiner Meinung. Ich werde mir diese Entscheidung auch nicht leicht machen. Ich werde die Ehe nich einfach aufgeben.
Mein Freund wohnt recht weit weg und schon.bei der Zwillingsschwangerschaft haben wir gemeinsam überlegt wie es funktionieren könnte, dann kam der Abgang.

Ich bin auch für Verhütung, mein Freund “mag keine Kondome“ und ich vertrage die Pille nur recht schlecht.
Mein Mann hat mit Kondomen kein Problem, außer das es ihm Arbeit macht.(wie so ziemlich alles beim sex)

Ja es ist unausgewogen, aber ich bin auch ein Anfänger in der Polyamorie und ich kann mir vorstellen das viele Erstbeziehungen in diesem Bereich zumindest schwierig sind.
Wir suchen.noch unseren weg...

Liebe Grüße
Alice
 
 
18. Nov 17

Zuerst mein Beileid für eure Verluste.

Mir scheint bei euch einiges im Argen zu liegen. Mir drängen sich Fragen auf.

Warum verhüten die Männer nicht, wenn sie kein weiteres Kind mehr wollen bzw. Unterziehen sich einer Vasektomie,wenn sie ganz sicher sind sich nicht mehr fortpflanzen zu wollen?

Warum klärt ihr nicht zuerst eure Beziehungen zueinander, bevor Kinder gezeugt werden?

Warum versuchst du deinen Kinderwunsch durch vollendete Tatsachen zu schaffen, anstatt das vorher mit den beiden Männern zu entscheiden?

Euer aller Verhalten benötigt aus meiner Sicht ganz viel gemeinsame Gespräche und auch gemeinsame Entscheidungen. So sehr wie ein Kinderwunsch drängen kann, genauso wichtig ist es doch, die Rahmenbedingungen für das Aufwachsen des Kindes zu schaffen. Wer mag schon bei Eltern aufwachsen, wo die eigene Existenz im Ursprung ein einziger ungelöster Konflikt ist?

Schreibt Sie
 
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18. Nov 17

Gefatterin Tod
Ich möchte die Verantwortung nicht von.mir weisen. Die Verhütung fand mit Eisprungtest und kalender statt (was auch ganz gut gelungen ist wenn man die Zeitspanne von knapp 3Jahren beachtet) bede nale waren ungeplant und durch die verschiebung des Eisprungs zu erklären.

Ja auch meine Verantwortung, aber ich habe es nie aktiv darauf angelegt Schwanger zu werden.

Liebe Grüße
Alice
 
 
18. Nov 17

Habe ich das richtig verstanden? Du hast den Kinderwunsch mal am Anfang erwähnt aber eben nicht zeitnah?
BEIDE Männer haben also so gesehen für sich nein gesagt und du stellst deinen Wunsch über ihre Entscheidung. Zu einem Kind gehören immer 2 ! Und im schlimmsten Fall muss der, der dieses Kind von vornherein nicht wollte Finanziell dafür einstehen. Ein blick in die Nürnberger Tabelle reicht aus und man weiß in etwa wie voel man abdrücken darf und das mindestens 28 Jahre lang.
Ich finde Schwanger werden ohne das klare und vor allem Zeitnahe Ja des Partners ist ein Vertrauensbruch der seines gleichen sucht.
Ich kann nun zumindest das nicht trösten der Partner verstehen und auch das Sexverbot. Wer garantiert ihnen denn das du nicht bald das nächste eigentlich nicht gewollte Kind im Bauch hast nur weil du das willst? Ein einseitiger und für mich sehr Egoistischer Wunsch für den dann einer der beiden Geradestehen muss obwohl er nicht wollte.

Wenn ich so betrogen wurden wäre ich würde auch nicht trösten und ein Sexverbot verhängen.
 
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18. Nov 17

Nein, sie schreibt doch, dass sie es nie aktiv darauf angelegt hat.
Sie hat die Männer nicht "betrogen" und ist einfach schwanger geworden.
Die Männer haben bewusst auf Verhütung verzichtet und NFP (natürliche Familienplannung) ist eben keine 100% sichere Kiste. Der Eisprung hat sich verschoben und sie wurde ungeplant schwanger.
Kann man mit rechnen, wenn man kein Verhüterli über's beste Stück ziehen mag.

Also von Betrug kann nicht die Rede sein.

Aaaaber es zeigt sich, dass der Kinderwunsch wohl nicht so allgemein auf alle Beteiligten zutrifft und da würde ich jetzt erst mal ansetzen.

Und ich denke, dass das Verhalten beider Partner auch auf unausgesprochene Probleme zurückzuführen ist.
Im Zweifelsfall wird sehr viel Beziehungsarbeit und ehrliche Kommunikation gefragt sein.
Und vielleicht erst mal weitere Verhütung, um die Situation nicht ein drittes Mal zu provozieren.
 
 
18. Nov 17

Liebe Alice,
Dankeschön für die einigermaßen erklärenden Worte von dir. Es macht die Umstände etwas klarer.
Was ich aber noch immer nicht so ganz gut verstehe ist wie konnte das denn gleich zwei mal passieren?
Wenn ich das richtig gelesen habe dann waren doch beide Männer schon bei der ersten Schwangerschaft nicht begeistert? Warum dann ein zweites Mal hatte sich zwischen beiden malen die Haltung geändert oder so? Wenn das erste mal ein verschieben des Eisprungs war, warum dann quasi noch einmal mit dem Feuer spielen? Du hättest anders verhüten können oder auf Kondome bestehen können. Da ja beim ersten mal die Reaktionen nicht die tollsten waren.

Verstehe mich nicht falsch, das was dir geschehen ist tut mir unendlich leid, aber so ganz rund ist die Sache nicht für mich. Warum haben die Männer denn nicht verhütet wenn es Turbulenzen mit deinem Eisprung gab? Wussten sie um diese Sache? Oder gab es klare Regeln zur Verhütung bei euch, dann hättet ihr zumindest zusammen eine alternative Lösung finden können. Ich kann deinen Schmerz irgendwie verstehen aber och kann aus dem was du schilderst auch die Reaktion der Männer etwas verstehen.Zum Sex gehört zumindest für mich vertrauen und das wäre für mich schon bei der ersten Schwangerschaft sehr angeknackst gewesen. Ich würde auch so reagieren wenn ich ein Mann wäre.

Ein Kind bekommen ist ja eine Sache, aber ein Kind zu erziehen und groß zu bekommen eine ganz andere. Kinder sind für mich sehr sensible kleine Wesen. Ich bin nur Patentante, mein Bereich ist einmal im Jahr Legoland und Disneyworld ich kann da also nicht von Mutter Seite mitreden aber ich sehe sehr wohl wie sehr ein Kind durchdacht sein sollte und was für feine Antennen sie haben gerade Erwachsenen gegenüber.
 
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18. Nov 17

@Tinchenbienchen

Danke für die Erklärungshilfe


@Gefatterin Tod

Ja, ich habe mein erstes kind mit meinem Mann auch durchgeplant und gerechnet ob wir uns das finanziell erlauben können, zumal wir auch ein Haus gekauft haben.
Finanziell geht es uns sehr gut und so war klar das es da kein Problem geben wird.
Mir ist der “Preis“ eines Kindes sehr wohl bewusst, auch emotional.

Der Eisprung kann sich durch Stress und Krankheiten verschieben. Zwei jahre ging das super, das es nun das zweite mal in 8 Monaten passiert ist, ist natürlich schieße...

Ich wollte keinem der Beiden ein Kind unterjubeln ...
Der Wunsch flammte bei der Zwillingsschwangerschaft auch erst wieder richtig auf. Ich habe um diese kleinen Wesen gekämpft. Habe die Herzchen gesehen und damit gekämpft das mein Freund bon Abtreibung ankam. Für meinen Mann war das obwohl es nicht seine waren nie eine Option.

Liebe Grüße
Alice
 
 
18. Nov 17

Liebe Alice,
Wenn es gehen würde dann würde ich dich nun einfach mal ganz fest in die Arme nehmen. Das ist echt sehr schlimm. Es tut mir so sehr leid was du erleben und erleiden musstest.
Jetzt ist es aber für mich endlich rund im Kopf und ich komme mit, ich danke dir dafür und für deine Geduld.

Eine Lösung oder einen Tipp habe ich leider nicht.
Ich würde erstmal in mich gehen und reflektieren in wie weit das Verhalten der Männer bei mir etwas beschädigt hat und ob ich das vergeben könnte und je nach Antwort dann meine Konsequenzen ziehen.

Ich kann dir nur unendlich viel Mut und Kraft wünschen für all das was da noch kommen mag.
 
 
18. Nov 17

Diesmal von meinem Ehemann und wieder habe ich das Kind verloren.
schon ziemlich übel.
zwar nicht so selten und durchaus medizinisch "in Ordnung", aber hoffentlich bei Ärzten bzgl. Abklärung evtl. Begleitumstände gewesen.

Nun haben mir beide Männer ein Sexverbot auferlegt aus Angst vor einer weiteren Schwangerschaft.
solltest du ein mensch sein, der Kind/er für die eigene "Verwirklichung" für zwingend hält:
suche dir (weitere) andere menschen, die da ähnlich sehen.
dann machen.
auf ehe, etc. DANN keine Rücksicht nehmen.

oder davon verabschieden.

Oder diese zwei zwar nicht "entsorgen", dennoch diese Sache allein angehen.

den Vater meines ersten Kindes kann ich im Grunde gar nicht verlassen, zu tief verworren sind unsere Leben.
Zu tief sitzt die Verbindung.
Falsch.
Kannst Du Dir für Dich einreden, wenn Du es brauchst.
Stürbe der Mann, müsste es dennoch weiter gehen.

Nun steh ich mit meinem Kinderwunsch alleine da... und mit meiner Sexuellen-Lust ebenfalls (einer der Gründe warum ich zwei Männer “brauche“)...

Danke fürs ausheulen lassen, vielleicht habt ihrr ja Lösungsvorschläge
weitere Menschen suchen, s.o.
Samenspende und Alleinerziehung in Erwägung ziehen.
mit den weiteren Menschen kann man Kinder zeugen ohne weiter intensiv miteinander zu tun zu haben.
Wer es braucht.
 
 
18. Nov 17

Liebe Alice!

Mein Herzliches Beileid.


Trauer...
Menschen trauern unterschiedlich.
Die einen schreien den Schmerz förmlich heraus.
Die anderen trauern schweigend.
Es gibt so unendlich viele Formen der Trauer wie es Menschen gibt.
Und oft sind Menschen mit der Trauer ihres Partners schlicht und ergreifend überfordert. Einfach, weil sie anders trauern.

Sie sagen das es emotional einfach zu viel geworden wäre, wenn ich darüber sprechen wollte musste ich sie am Ende meist trösten weil sie die “Vorwürfe“ die ich ihnen gemacht habe nicht ertrugen.

Ich habe viel gezeichnet und die Bilder mag mein Freund zumbeispiel nicht ansehen, weil er sich davon gestört fühlt. Ich zeichne darüber also nur noch inkognito und räume alles weg, damit er es nicht “ertragen“ muss.

Natürlich bewegt es auch Deine Männer, ein Kind zu verlieren.

Nicht nur Du hast die Kinder verloren.
Dein Freund hat zwei leibliche Kinder verloren.
Dein Mann hat ein leibliches Kind verloren.
Und sie beide werden sich emotional auf jedes dieser Kinder eingestellt haben. Mal als "Vater" mal als "Zweit-Vater".

Die Erleichterung für alle wieder klar, nur für mich bleibt die tiefe Trauer.
Ganz alleine.
Sind dies womöglich die Vorwürfe, welche Deine beiden Männer so fertig machen?
Ich finde, Du tust Deinen Männern damit Unrecht.
Du beanspruchst die Trauer für Dich alleine.
Sie wären bloß erleichtert.

Schließt Erleichterung der Zukunftssorgen, wie man das denn alles geregelt bekommt, echte Trauergefühle aus?

Kannst Du Dir vorstellen wie verletzend das ist, wenn man echte Trauer empfindet und diese abgesprochen bekommt?

Es ist so schon verdammt schwierig, Trost zu spenden, während man in seinem eigenen Trauerprozess steckt. Da stößt man verdammt schnell an seine Grenzen. Vor allem, wenn man eher der Rückzugs- oder Ablenkungstyp ist. Die brauchen dann den Abstand, um zu heilen. Auch ist es völlig legitim irgendwas Positives aus dem Tod zu ziehen. Beim Tod meiner Oma hat mir "Gott sei Dank. Sie hat's endlich hinter sich." geholfen. (nach 11 Jahren Krebsleiden) Bei einem oder beiden Deiner Männer ist es womöglich "Puh, was für eine Erleichterung. Wir waren doch noch gar nicht soweit." Das heißt aber doch nicht, dass da keine echte Trauer vorhanden ist.

Ja, Du bist die Mutter. Die Kinder sind in Deinem Bauch gewachsen. Da ist die Bindung natürlich etwas stärker. Aber mit diesem "Ganz alleine" und "die Trauern ja nicht" baust Du eine Mauer zwischen Dir und Deinen Männern auf.

Meine Mutter und mein Vater haben vor mir auch ein Kind verloren. Ich bin mit einem toten älteren Bruder aufgewachsen. Der ist da. In unserer Familie. Und es ist OK für mich. Andere kleine Kinder spielten mit imaginären Freunden, ich spielte mit dem Geist meines älteren Bruders und erklärte ihn später zu meinem Schutzengel. Wenn's mir dreckig geht, spüre ich wie er mir den Rücken stärkt und mir Zuversicht verleiht. Was ich damit sagen will: Kinder können vielen Dingen etwas Gutes abgewinnen. Aber so wirklich dolle war es nicht, wenn Mama wieder in so eine Trauerphase hinein kam und sich mehr mit ihrem toten Kind als mit ihren lebenden Kindern beschäftigte. Das tat mir weh. Und ja, auch mein Vater war ab und an von Trauer bewegt. Aber nun mal nicht so extrem wie meine Mutter. Der war dennoch immer für mich erreichbar. Papa konnte abends für etwas Ausgleich sorgen, wenn Mama... wenn da wieder diese Wand war. Sie hatte so Tage, an denen hat sie nur noch funktioniert. Aber emotional...schal. Insofern hat es auch etwas Gutes, dass Männer während der Schwangerschaft noch keine so enge Bindung zu dem Kind aufbauen können und beim Verlust eines Ungeborenen die Trauer bei den Vätern nicht so extrem ausfällt. (Lässt sich nicht pauschalisieren. Manchmal läufts auch anders. Doch in der Regel ist es nun Mal so.)

Wie wäre es für Dich Dir jetzt erst Mal eine Trauerbegleitung zu suchen und Deine Männer zu bitten, Dich dahin gehend zu unterstützen, dass sie Dir in diesen Zeiten bei der Versorgung des ersten Kindes unter die Arme greifen. So könnten sie Dir indirekt bei Deiner Trauer helfen. Auch wenn sie gerade nicht in der Lage sind, Dir Trost zu spenden. Es gibt auch Trauerbegleitung für Paare - falls daran Interesse besteht. Oder die Möglichkeit Mal einen Mediator oder Paartherapeuten aufzusuchen. Einen unbefangenen Außenstehenden, der zumindest einmal ein Gespräch ohne gegenseitige Vorwürfe, wer nun richtig und wer falsch trauert möglich macht. So wie ich das lese, könnte es für Euch wichtig sein, zu verstehen, wer wie trauert. Und das anzuerkennen. Gegen Ende des moderierten Gesprächs könnte man sich dann immernoch entscheiden, ob man gemeinsame Trauerbewältigung anstrebt oder nicht.


Herzliche Grüße!
Galinthias
 
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18. Nov 17

@Galinthias

Danke für deine Sichtweise. Ich denke mein Freund hat tatsächlich kurzzeitig eine gewisse Trauer empfunden, allerdings sagte er mir er habe so etwasbereits mit seiner Ex Frau erlebt und er kenne das alles schon weshalb er meine Aktion für überflüssig hielt (ich wollte mit ihm gemeinsam Abschied nehmen, reden und die Erinnerungsstücke in eine Kiste legen[ich habs alleine gemacht]). Er gab sich kurzzeitig die schuld daran, weil Er “die Kinder ja nicht haben“ wollte.
Ich habe ihn dann getröstet und gesagt das es nun mal einfach paSsiert ist. Letztlich musste ich wieder stark sein... für ihn...

Mein Ehemannn ist da sehr einfach gestrickt. Er hat keinerlei Verbindung zu den Kindern. Das sagt er auch offen. Zu seinem Sohn war das Verhältnis Anfangs auch sehr schwierig. Jetzt liebt er ihn sehr.

Die tiefe Trauer einer Mutter ist natürlich schwer zu ertragen für ein lebendes Kind. Mein sohn hat sogar mit seinen 2Jahren verstanden und versucht mich zu trösten, da habe ich gemerkt das ich ihn vor meiner Trauer schützen muss, denn mich zu trösten darf niemals seine Aufgabe sein. Mit fühlen oder lieb sein ja, abwr er sollte niemals das Gefühl bekommen da etwas wieder gut machen zu müssen oder zu kompensieren.

Für mich ergeben sich viele Erkenntnisse aus euren Gedanken.
Dankeschön.

Ich wünsche euch allen eine Gute Nacht
Liebe Grüße Alice
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