Müssen alle in einer Polybeziehung voneinander wissen?

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Themenersteller
 Themenersteller
25. Jan

Müssen alle in einer Polybeziehung voneinander wissen?
Jetzt stelle ich in Frage dass ich poly bin weil ich mich wundere wie sich polys eine Beziehung wünschen. Ist Poly mehr eine Mehrfachbeziehung mit mehreren Menschen in denen jeder von jedem alles wissen muss damit auch ja keiner eifersüchtig oder verletzt wird oder ist es nichts weiter als wenn man Liebe zu mehreren Menschen empfinden kann? Und muss dann so eine Liebe unbedingt Basis für Sex sein oder geht der dann noch ohne diese Schmetterlinge im Bauch? Ich bin spirituell suchend, aufgeschlossen und schon irgendwie 'erwacht' und fühle mal die eine, mal die andere Liebe (zB wenn mal wieder Oxytocin ausgeschüttet wird weil ich gerade an einem Gruppen-Kuschelabend teilnehme). Anders gefragt: Grenzen sich Menschen die sich in einer Polyamoren Beziehung miteinander befinden nach außen ab, während sie sich alle untereinander mehr oder weniger lieben? Oder gleich?

Jinsil
 
 
26. Jan

Oh, all Ihr süßen Forums- Greenhorns *zwinker*

Mono= eine Möglichkeit

Poly= unendlich viele Möglichkeiten

Liebt doch alle, wie Ihr wollt! Ich dachte immer, DAS ist der Sinn an Poly...............
Danke14x
 
 
26. Jan

Ja und Nein zu allen deinen Fragen *g*
Es kommt halt darauf an wie jeder einzelne in seiner Beziehung sein Poly definiert.
Ich bin zum Beispiel keine Frau für einen Mann, der wie Schmetterlinge und Bienen von Pflanze zu Pflanze fliegt, nur weil da mal gerade wieder Oxitocin ausgeschüttet wird.
Ich mag definitiv lieber ein stabiles Gerüst. Ich habe keine Lust bei jedem Tantra Seminar mit was neuem Konfrontiert zu werden.
Und ja, ich weiß sehr wohl das sich Beziehungen verändern, das nichts in Stein gemeißelt ist. Aber deswegen muss ich es ja noch lange nicht gut finden, wenn mir immer wieder jemand neues vorgesetzt wird.
Fazit: ich bin eher in Strukturen der „hierarchischen Polyamorie“ zu Hause, während andere in der Beziehungsanarchie besser aufgehoben sind.
 
Themenersteller
 Themenersteller
26. Jan

Beziehungsanarchie bringt keinen Spaß?
Ein One-Night-Stand wird nur dann nicht wiederholt, wenn er einem nicht getaugt hat, keinen Spaß gemacht hat oder einfach daran irgendwas frustrierend war. Sagt man zumindest. Oder schöpfen die Springer da aus ganz anderen Freudenquellen? Ich habe keine Erfahrung bin aber sehr neugierig was den Sachverhalt angeht. Aus welchem Grunde sollte man einen Partner wechseln mit dem man wirklich ein tolles Erlebnis hatte? Wissen Springer nicht, was ein tolles Erlebnis ist? Fehlt es ONSlern an Erfahrung von höheren Gefühlen? Von Vertrautheit, Geborgenheit? Auch beim Gruppenkuscheln geht man nicht dauernd zu anderen Menschen, man kennt mit der Zeit die Gruppe und macht sowieso jedesmal Begrüßungsrituale und Übungen um Vertrauen und eine lockere frohe Stimmung zu erreichen. Nach einiger Zeit hat man da auch raus mit wem man lieber- und wieder mag - mit der Zeit auch spontan und ohne Rituale - und mit wem weniger bis nicht.
 
 
26. Jan

Das habe ich ja auch nicht behauptet. Ich will es trotzdem nicht in meinem Leben haben!!!
 
Themenersteller
 Themenersteller
26. Jan

Das war nicht auf Dich bezogen.

Also ist der Unterschied zwischen Polyamorie und Beziehungsanarchie das bei letzterer Beteiligte wesentlich schneller wechseln?
 
 
26. Jan

Jinsil, ich verstehe deine Fragen nicht, oder besser was genau du mit deinen Fragen zu beantworten suchst. Ich meine, wenn du einen One-Night-Stand nicht wiederholst, weil... dann lass es doch. Was genau versuchst du zu beantworten, wenn du da nach allgemeingültigen Aussagen suchst, und schon in den Voraussetzungen von dir ausgehst? Du weißt doch gar nicht wirklich, warum wer mit wem eine Nacht verbringt, und diese Nacht nicht wiederholt? Ich könnte dir jetzt mehrere sehr gute Gründe nennen - nur warum? Es ist doch wichtig, das du deinen Umgang mit Begegnungen und Nähe findest und lebst. Und der ist überhaupt und null und garnicht davon abhängig, wie es andere leben. Höchstens davon, das du Begegnungen hast, mit denen du deine Bedürfnisse und Wünsche in Übereinkunft erfüllt bekommst.
So geht es mir mit deinen anderen Fragen auch. Mir erscheint es wichtiger, in mich selbst hineinzufühlen, was ich fühle und mir wünsche, als darüber nachzudenken, was allgemein richtig oder falsch sein könnte.
Und ich empfinde Bewertungen und Urteile über andere einfach blöde. Wieso sollten Menschen, die ONS leben, keine Erfahrung von höheren Gefühlen haben? Und was genau hilft es dir selbst, solche Urteile auszusprechen? Möchtest du dich damit selbst zu einem Erfahrenen in höheren Gefühlen, in Vertrautheit und Geborgenheit aufwerten?
 
Themenersteller
 Themenersteller
26. Jan

Hm. So habe ich das noch nicht gesehen. Aber nein, das möchte ich nicht. Ich habe aus dem Bauch heraus laut nachgedacht und dabei polemisiert. Ich versuche meine eigene Einstellung in Worte zu geben und dabei nachzuforschen wie welche Worte verstanden werden. Das hat natürlich keinen Sinn wenn jeder seine eigene Einstellung von Polyamory und jeder seine eigene Einstellung von anarchischen Beziehungen hat, oder? Ich versuche ein bisschen Konsens zu ermitteln.
 
 
26. Jan

Welche Art 'Konsens' würde dich denn da befriedigen? Und zu welchem Zweck? Suchst du Regeln (und wenn ja, warum)? Was würde dir das helfen bei deiner Gefühlswelt? Oder suchst du ein passendes Etikett? Sollte es dann polyamor Typ A-Z geben?

Ich bin ja selbst noch dabei mich mit meinem Verständnis auseinanderzusetzen. Für mich gibt es da eigentlich nur eine wichtige Regel. Wertschätzend mit den Partnern umgehen. Das bedeutet für mich, offen und ehrlich zu kommunizieren damit jeder weiß woran er ist und die Möglichkeit hat, frei für sich selbst zu entscheiden, ob er sich darauf einlassen möchte.
 
 
26. Jan

Hallo Jinsil,

Wir leben es so, dass alle Beteiligten voneinander wissen. Das hat den Vorteil wirklich offen miteinander umgehen zu können und vermeidet viele Konflikte, die Heimlichkeit mit sich bringt.

Konflikte gibt es trotzdem, aber andere. Aber an denen können wir "arbeiten", während bei Heimlichkeit Konflikte aller Art gären. Mehr als züchtest du Pilze. *g

Ich persönlich habe gar nichts davon ONS zu haben. Auch verabscheue ich persönlich Kuschelgruppen und dss mit Sex wäre zum Beispiel ein Albtraum für mich. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die intim leicht erreichbar für andere sind und die keine Freude an ständig fremder Haut haben. Und trotzdem bin ich polyamor, weil es das trifft, was es im Kern ist: ich liebe mehr als einen Menschen, bin dabei offen und ehrlich zu allen Seiten.

Für mich ist ein Mensch, der von Blümchen zu Blümchen flattert nicht automatisch polyamor. Manche wollen einfach nur viele Abenteuer erleben und tun es heimlich, weil sie "niemanden verletzen wollen". Liebe ist eher nicht im Spiel, sondern flatterhafte Verliebtheit und impulsives Sexualverhalten. Und das Etikett polyamor hilft ihnen dabei, besser bei potentiellen Sexpartnern anzukommen. Denn ohne Offenheit und Ehrlichkeit gegenüber allen Beteiligten ist es für mich (!) nur eine egoistische Mogelpackung. Und auch weit weg von Spiritualität.

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Danke11x
 
 
26. Jan

"Müssen" tut wir doch eh nichts.

Aber falls die Frage eigentlich lautet: "Soll ich offen sein oder nicht?" dann kann ich nur sagen: Offen ist das einzige, was auf Dauer funktionieren kann ...

Völlige Offenheit (bis es weh tut und darüber hinaus) ist das einzige, was die Möglichkeit (nicht die Sicherheit!) in sich trägt, dass es funktionieren kann. Ich bin mir da völlig sicher. Zumindest nach meinen Maßstäben vom Begriff: "funktionieren" - zu dem gehört für mich auch, dass ich nur dann Echtheit empfinde wenn niemand der Beteiligten Unwahrheiten aufsitzt.

Aber "müssen" tust Du natürlich nichts.
 
 
26. Jan

Jinsil:
[…]
Also ist der Unterschied zwischen Polyamorie und Beziehungsanarchie das bei letzterer Beteiligte wesentlich schneller wechseln?

Das sehe ich anders. Meine Erfahrung ist, dass viele Menschen bei der Polyamorie doch recht strenge Regeln aufstellen, hier teilweise noch dogmatischer als die Monos vorgehen...
Bezeichnend finde ich hier, bei Veranstaltungen des PAN, dass es augenscheinlich nur vegane Kost gibt, was für mich als Mensch der sich Paleo ernährt bislang immer ein Ausschließungsgrund war teilzunehmen. (Aber das ist ein anderes Thema...)

Oft ist es so, dass in der Polyamorie darauf bestanden wird, dass jeder von jedem weiß. Teilweise bekommt man das Gefühl, dass das Geflecht vor einem neuen Kontakt / Partnerschaft erst einmal befragt werden und zustimmen muss. Ebenso empfinde ich es so, dass die Beziehungsanarchie, genau genommen ja ein Teil bzw. eine Ausprägung / Art der Polyamorie, von Polys deutlich abgewertet wird.

Jinsil:
[…] Das hat natürlich keinen Sinn wenn jeder seine eigene Einstellung von Polyamory und jeder seine eigene Einstellung von anarchischen Beziehungen hat, oder? Ich versuche ein bisschen Konsens zu ermitteln.

Interessanter Weise gibt es bei der Beziehungsanarchie sogar recht deutliche Abgrenzungsmerkmale und ein Manifest. Das (Haupt)Merkmal der Beziehungsanarchie ist, dass man Beziehungen eben nicht benennt. Also keinerlei Beziehung, egal ob platonisch, sexuell, amor oder wie auch immer. Und alle Beziehungen gleichberechtigt, ohne Hierarchie, betrachtet werden.

Ich persönlich halte nichts von dieser Main und Wing Beziehungsorganisation usw., denn ich denke, dass man weder Gefühle noch Menschen werten kann / sollte.


Aussagen / Ansichten wie, dass es in der Beziehungsanarchie keine Verbindlichkeit geben würde, es nur ein Freifahrtschein sei oder ähnliches, halte ich für uninformierte, dumme Polemik. Zur Sache mit der Verbindlichkeit... habe ich auch erst einen Blog Eintrag (siehe Profil) geschrieben.

Unterm Strich sollte jeder seine Lebensweise finden, gleich wie man sie nennt. Schade nur, dass viele diese offensichtlich vergleichen und werten müssen.
 
 
26. Jan

"Müssen" tut man:
1.) Sterben
2.) Steuern zahlen
3.) ab und zu aufs Klo gehen, damit kein Unglück passiert...

alles andere ist Verhandlungssache und im Ermessen der Beteiligten. Allerdings zieht sich durch die ganze Menschheitsgeschichte eine Sorte Leute, die meinen, noch etwas Viertes tun zu müssen: nämlich mir vorzuschreiben, was ich zu tun und zu lassen hätte. Sie sind herzlich eingeladen, sich in eine Reihe einzuordnen, die täglich länger wird, nämlich die Reihe derjenigen, die mich am Ar... lecken dürfen.
 
 
26. Jan

Interessante Debatte.

Was für mich persönlich zB ein No Go ist, eine Beziehung zu jemanden, der mit mir fremdgeht; also den Partner anlügt bzw nicht informiert.
 
 
26. Jan

Polyamorie sagt grundsätzlich erst mal nur, dass man mehrere Menschen gleichzeitig lieben kann. Dies kann ausdrücklich sexuelle Beziehung mit einschließen, muss es aber nicht.
Polyamorie sagt auch nicht, dass ich alle Menschen lieben MUSS mit denen ich Sex habe. Auch ein Poly kann ONS haben.
Für mich persönlich ist es wichtig, dass ich zu meinen Partnerinnen offen und ehrlich bin, da das für mich wichtige Teile von Wertschätzung und Liebe sind. Aber das muss jeder für sich definieren.
Poly heißt für mich sich gerade sich nicht innerhalb einer Beziehung/ innerhalb des Geflechtes nach außen abzugrenzen. Für mich heißt Poly sein, dass ich eben die Fähigkeit besitze weitere Menschen kennen und auch lieben zu lernen.
Und für mich heißt in einem Poly-Gelecht zu leben, dass ich eben nicht nur poly bin, sondern es auch offen sein darf und kann.

Für mich erschließen sich nicht ganz die Fragestellungen des EP:

EP:
Ist Poly mehr eine Mehrfachbeziehung mit mehreren Menschen in denen jeder von jedem alles wissen muss damit auch ja keiner eifersüchtig oder verletzt wird oder ist es nichts weiter als wenn man Liebe zu mehreren Menschen empfinden kann?
Hier werden zwei Gebiete vermischt. Das eine ist die polyamore Beziehungsform, das andere dandere die persönliche Definition der eigenen polyamoren Persönlichkeit.
Ich kann auch als Single, oder in einer Zweierbeziehung leben, und trotzdem polyamor veranlagt sein, es ist halt gerade kein passender Partner für eine (weitere) Beziehung da.
Innerhalb eines Geflechtes lege ich wert auf Offenheit und Ehrlichkeit Allen gegenüber, da Lug und Betrug für mich mit meiner Definition von Liebe nicht vereinbar sind. Das ist aber meine ganz persönliche Meinung und mein ganz persönlicher Anspruch an mich und meine Partnerinnen.

EP:
Müssen alle in einer Polybeziehung voneinander wissen?
Für mich und innnerrhalb meiner Beziehungen: Ja.

EP:
Und muss dann so eine Liebe unbedingt Basis für Sex sein oder geht der dann noch ohne diese Schmetterlinge im Bauch?
Das kann nur jeder, ganz individuell, für sich und die Situation beantworten.

EP:
Ich bin spirituell suchend, aufgeschlossen und schon irgendwie 'erwacht' und fühle mal die eine, mal die andere Liebe (zB wenn mal wieder Oxytocin ausgeschüttet wird weil ich gerade an einem Gruppen-Kuschelabend teilnehme). Anders gefragt: Grenzen sich Menschen die sich in einer Polyamoren Beziehung miteinander befinden nach außen ab, während sie sich alle untereinander mehr oder weniger lieben? Oder gleich?
Auch die Definition von liebe ist sehr individuell, und auch die „Ansprüche“ und Bedingungen, die ich an Person und Situation stelle, damit ich von liebe spreche sind individuell verschieden.
Für mich persönlich ist Liebe etwas dauerhafteres, mehr als ein flüchtige Verliebtheit, mehr als ein kurzzeitiges Interesse.
Ich muss eine potentielle Partnerin zu erst länger kennenlernen, um mich verlieben zu können, um eine Beziehung eingehen zu wollen.
Das schließt aber nicht aus dass sich aus einer Situation heraus Sympathie und gegenseitiges Interesse ergibt und auch sexuelle Anziehung und Sex entstehen.
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