Ist die Polyamory überholt?

 
 
9. Mai

Ist die Polyamory überholt?
Die Polyamory zwischen Single-Frauen und Single-Männern scheint überholt.

Nach Gesprächen, vor allem mit jüngeren Poly-Frauen, hat diese Liebensart sie meist unglücklich zurück gelassen.
Hingegen ist Poly-Leben und- Liebe zwischen Paaren zufriedener und glücklicher.

Mich als Frau überrascht das nicht.


Seid ihr der Polyamory gegenüber inzwischen auch kritischer geworden?
 
 
9. Mai

Was ist "Polyamorie zwischen Singles"?
Ist das Liebe, die nicht in Beziehung gelebt werden kann?

Ich verstehe spontan nicht, was du meinst und frage daher lieber mal nach.
 
 
9. Mai

Echt? Überholt? Für mich bestimmt nicht. Das Thema so als System anzugehen ist ganz neu für mich.

Ich habe immer schon mehrere Menschen gleichzeitig geliebt (ohne dass ich jedesmal Beziehungen daraus angestrebt habe), und ich habe ein Jahr mehrere tiefe Freundschaften mit Frauen parallel und transparent gelebt, die wie Liebesbeziehungen geführt wurden, aber ohne besondere Betonung auf Romantik. Doch mit Liebe.

Neu ist für mich das Label "Polyamorie" dafür. Und das mich staunen machende Drumrum.

Ich bin der Polyamorie gegenüber nicht kritisch. Ich halte sie für eine Selbstverständlichkeit. Menschen sollten einander lieben dürfen wie sie wollen. Ist eh zu wenig Liebe in der Welt. Und da soll ich ausgerechnet meinen Partner bremsen, sein Herz zu öffnen?

Kritisch bin ich gegenüber Schein-Polyamoren, die nicht lieben, sondern ficken. Also: stattdessen. Und das mit dem Gütesiegel "Polyamorie" verkaufen. Weil sie wissen, wie asozial sie teilweise empfunden werden.

Kritisch bin ich gegenüber denen, die angeblich mehrere Liebesbeziehungen pflegen, welche aber an Tiefe und Intensität weit von Liebesbeziehungen entfernt sind. Weil sie gar nicht so viel Zeit und Aufmerksamkeit haben, wirklich mit mehreren erfüllende Beziehungen zu leben.

Label-Missbraucher sind aber in meinen Augen kein Maß für die Idee der All-Liebe.
 
Gruppen-Mod
 Gruppen-Mod
9. Mai

Freu mich über....
...diese Möglichkeit mit einem interessanten Denkansatz.
*danke*
Aus meiner Sicht :
sehr viele Bewerber hier sagen: wir sind poly, sie haben gemerkt, dass Mono nichts für sie ist, sie waren schon immer seit frühester Jugend ...

Mich macht das poly-skeptisch:
Ganz junge Menschen sagen schon: ein Partner reicht mir nicht, ich möchte Liebe breit und vielfältig leben, mich nicht einengen/ einsperren.
...mehr, viel, oft, alles...

Es gibt Poly-Lebensmodelle, die funktionieren, meist kurzfristig.
So richtig mittel- und langfristig klappt es nicht, wenn ich das betrachte, was ich hier so alles lesen darf und selbst erlebe und erlebt habe.

Ja, ich schaue kritisch, was nach den vielen Poly-Jahren für mich wirklich stimmt.

Mir ist wichtig, dass ich vielfach lieben kann.
Polyamorie ist aber doch auch kritische Haltung, ehrliche Einstellung, veränderbare Konzeption, menschenfreundliche Begegnung, und bestimmt noch viel mehr.
 
 
9. Mai

Ähhh... watt?
Für mich ist Polyamor eine Beziehung. Entweder bin ich Single oder ich habe einen( oder mehrere) Partner. Jede meine Frauen sehe ich als Partnerin mit allen Freuden, Problemen ,Wünschen.
Bin ich single und habe Bettgeschichten dann ist das Freundschaft plus oder was auch immer.
Für diese Definition „single“ gibts es für mich nur den Zusammenhang, das dieser keine Partnerschaften hat.
 
 
9. Mai

ich kann mit dem Begriff Single in Zusammenhang mit Polyamor gar nichts anfangen.
 
 
9. Mai

wusste nicht, dass es polyamory zwischen singles und paaren gibt.. ?

polyamory ist doch viel zu wenig etabliert, als dass sie schon wieder überholt sein könnte. liebe ist wohl grundsätzlich das wichtigste thema in unseren leben. selten nur "einfach zu leben". und es wird nicht einfacher, wenn es in der mehrzahl gelebt wird.

wenn junge einfach so einen "fertigen (schön und trendig tönenden) begriff" als sexuelles oder lebens-modell wählen.. ohne lebenserfahrung.. ohne gewachsenem bewusstsein, was dies mit sich bringt. werden enttäuschungen natürlich nicht ausbleiben - wie sie jeder macht: auf dem markt der liebe.

ob dadurch irgendetwas überholt sein kann? kann liebe überholt sein? wenn irgend eine liebe "in" sein kann - dann ist sie nicht richtig und wahr gewählt! dann muss man/frau halt die für ihn richtige form finden! das ist aber weniger ein zeichen, dass polyamory gescheitert ist, als dass diese (jungen) menschen etwas für sich falsches gewählt haben.
 
 
9. Mai

Momentan bin ich single und ich finde es ganz und gar nicht überholt....der einzige Unterschied den es gibt ist dass ich mich solange ich single bin mehr ausprobiere weil ich ja auf niemand Rücksicht nehmen muss außer auf mich selbst. Und in dieser Hinsicht da hab ich ohnehin ein bisschen Nachholbedarf.

Trenne das aber ganz klar vom polysein.

Das eine ist das eine das andere das andere.

Wäre als monosingle sicher nicht anders
 
 
9. Mai

Vielleicht meinst Du Polyamorie zwischen Mingles? *zwinker*
 
 
9. Mai

@Soukie_3, @Haus_der_Sinne
Es ist schön, dass du diese Frage stellst Soukie_3! Denn gleiches hat sich mir auch aufgedrängt und es scheint auch einigen anderen hier wohl so zu gehen! Denn Polyamor und Single sind auch für mich ein völliger Wiederspruch in sich!

Liebe Haus_der_Sinne,
ohne dich kränken zu wollen, doch sähe ich es als vielleicht sinnmachend wenn du denn Begriff 'Polyamor' vielleicht zunächst einmal googlest bevor du dich an Diskusionen darüber beteiligst!
Nicht böse gemeint und nur als Tip eines Joyies.
LG Oliver *zwinker*
 
 
9. Mai

Herr_von_M:
Ähhh... watt?
Für mich ist Polyamor eine Beziehung.

Kritisch an der Polyamorie sehe ich, dass sie keinen allgemeingültigen Begriff liefert. Ich sehe in "Amor" die Liebe, nicht die Beziehung. Ich liebe viele Frauen ohne Sex, ohne Beziehung. Also fühle ich polyamor. Erst wenn ich Beziehungen aufnehme, womöglich sogar mit Sex, lebe ich polyamor.

Polyamorie = Viele lieben. (Für mich)
 
 
9. Mai

Der Frage von Soukie_3 kann ich nur zustimmen!

Ist man Single wenn man nicht zusammen wohnt oder lebt?
Wie verhält es sich dann mit Fernbeziehungen die ein Paar sind?

Für mich ist und bleibt Polyamory,
die Fähigkeit mehrere Menschen zu lieben und mit denen so
vertraut zu sein, dass man sich alles sagen kann und es auch
intim werden darf. Die Qualität macht sich dabei aber nicht
an der Quantität der Begegnungen fest.

Ansonsten sehe ich das auch so wie Trigon.
Dann ist es ein Deckmäntelchen für viel Sex mit vielen
verschiedenen Menschen um des Sex willen.

Wenn das für alles beteiligten, (auch die Partner) ok ist,
dann finde ich da nichts schlimmes dabei.
Nur hat es eben nichts mit Polyamorie zu tun.
 
 
9. Mai

@Trignon
deine Übersetzung dürfte wohl als die völlig richtige anzusehen sein!
Ein schönes 'langes' Wochenende *top*
 
 
9. Mai

Nur damit ich das richtig verstehe, du meinst eine Beziehungsform, in der sich zwei oder mehr Paare zusammenfinden und die Beziehungen untereinander öffnen? Ist das dann eine auf Liebe basierende Öffnung? Also dass alle Teilnehmer untereinander in Liebe verbunden sind? Was ist, wenn einer der Partner nicht bisexuell ist? Bildet sich denn dann nicht auch ein "Verbindungsungleichgewicht" heraus, wie auch in einem gewöhnlichen Netzwerk? Oder besteht Liebe nur zwischen den Partnern der jeweiligen Paare und die Emotionalität besteht in den Paaren exklusiv? So Swinger like? Gerade solche Konstrukte halte ich langfristig für völlig unmöglich, oder zumindest für extrem unwahrscheinlich. Auszuschließen, dass nach Jahren sich da doch keine tieferen Emotionen entwickeln, funktioniert nur, wenn sie Paare eher lose befreundet sind. Aber auch das dürfte sich schwer finden, da sich ja immerhin vier Menschen gegenseitig so attraktiv finden müssen, dass sie da eine langfristige Freundschaft+ mit dem anderen Paar eingehen wollen. Da scheitern die meisten Paare ja schon für ONS dran.
Polyamorie ist schon was anderes. Und da gibt es ja sehr viele mögliche Formen: Triaden, Vs, Primary-Secondary, offene Netzwerke, geschlossene Netzwerke, ... . Polyamorie gibt da ja mehr oder weniger nur den Rahmen vor, dass sich die Verbindungen im Netzwerk aus Liebe formen und offen alle Beteiligten des Netzwerks davon wissen.

Vielleicht kannst du deine Frage etwas anders stellen, dass wir besser verstehen, worauf du hinaus willst.
 
 
9. Mai

einmal für alle...
Ein Single ist ein allein wohnender und meist auch- lebender Mensch, egal ob polyamorös liebend oder nicht.
 
 
9. Mai

Polyamorie und single ist kein Wiederspruch für mich....wenn ich eine polyamore Grundhaltung habe. Mir aber der passende Partner fehlt bin ich polyamorer Single oder etwa nicht? Wobei ich da keinen Unterschied Feststellen kann zum in einer Beziehung sein. Denn in beiden Fällen bin ich offen für Begegnung mit anderen Menschen und auch für eine neue Liebe....
 
 
9. Mai

Polyamorie und single ist kein Wiederspruch für mich....wenn ich eine polyamore Grundhaltung habe. Mir aber der passende Partner fehlt bin ich polyamorer Single oder etwa nicht? Wobei ich da keinen Unterschied Feststellen kann zum in einer Beziehung sein. Denn in beiden Fällen bin ich offen für Begegnung mit anderen Menschen und auch für eine neue Liebe....
 
 
9. Mai

Single ist ein Begriff der gesellschaftlich durch die christliche Moral entstanden ist. Single bedeutet schlicht nicht verheiratet, oder liberaler genutzt, nicht in einer Zweierkiste, denn etwas anderes wäre nach dieser Moral nicht zulässig und gewünscht.
 
 
9. Mai

Fällt euch denn nicht auf, dass sich hautsächlich nur weit über 40-jährige Männer zu diesem Thema äußern.

Wo sind denn die jüngeren, polyamorös lebenden Frauen mit ihrer Meinung?
 
 
9. Mai

@curious_seeker
Und da gibt es ja sehr viele mögliche Formen: Triaden, Vs, Primary-Secondary, offene Netzwerke, geschlossene Netzwerke, ... . Polyamorie gibt da ja mehr oder weniger nur den Rahmen vor, dass sich die Verbindungen im Netzwerk aus Liebe formen und offen alle Beteiligten des Netzwerks davon wissen.
Gut geschrieben! (Aber obwohl ich mich schon seit 3 Jahren mit Polyamorie und ihren verschiedenen (Beziehung-)Möglichkeiten beschäftige, sagt mir "Vs" grad gar nix - könntest du das kurz erklären? *danke*)
 
 
9. Mai

Trigon:
Ähhh... watt?
Für mich ist Polyamor eine Beziehung.

Ich sehe in "Amor" die Liebe, nicht die Beziehung. Ich liebe viele Frauen ohne Sex, ohne Beziehung.

... das nenne ich Freundschaft

Also fühle ich polyamor.
... das nenne ich Nächstenliebe( auch wenn der Begriff durchgenudelt ist)

Erst wenn ich Beziehungen aufnehme, womöglich sogar mit Sex, lebe ich polyamor.

? Womöglich
Eine Beziehung definiert sich auch durch Körperlichkeit. Polyamores Leben heißt für mich , mehrere Liebesbeziehungen zu führen , sexuell, emotional, intellektuell und damit auch Zukunft planen ( Kinder, Urlaub,Wohnen)
 
 
9. Mai

@Herr_von_M
Ich liebe alle meine Freundinnen, lebe aber nicht polyamorös.

Ich glaube, sie verstehen grundlegend falsch.
 
 
9. Mai

@Herr_von_M:

Gut, haben wir halt verschiedene Begriffe. *nixweiss*

Aber: Nächstenliebe ist unpersönlich. Bezieht sich auf schlichtweg alle Menschen. Meine Polyliebe ist aber romantisch und betrifft nur bestimmte Menschen. Insoweit ist die Gleichsetzung fragwürdig.

Für mich gilt:

• Bin ich verliebt, müssen weder Sex noch eine Beziehung sein.

• Liebe ich romantisch, müssen weder Sex noch eine Beziehung sein.

• Habe ich eine Beziehung, müssen weder Sex noch Liebe sein. (Auch wenn sie typischerweise meist enthalten sind.)

Ich verbinde Begriffe möglichst wenig mit anderen, wenn sie nicht aus (wirklich) zwingenden Gründen untrennbar sind.
 
 
9. Mai

@Haus_der_Sinne
danke für deine Erläuterung an die Allgemeinheit. Doch glauben wir es nicht so zu verstehen, dass ein Single nur als 'allein lebender' zu sehen ist!
Also für mich persönlich ist ein Single ein sich in keiner Liebesbeziehung befindlicher Mensch!
 
 
9. Mai

Thema beendet
Bin dann raus hier aus dem Thema.

Würde mich aber sehr über Zuschriften von jüngeren Frauen (unter 45) zum Thema:
polyamoröse Erfahrungen freuen.

    Interessante Gruppen zum Thema

    • Treffpunkt Wien
      Treffpunkt Wien
      Meeting point Vienna, for travelers from all over the world!
    • Beziehungs-Anarchie
      Beziehungs-Anarchie
      Beziehungen offen und frei führen, ohne Neid, Besitzanspruch, Machtgefälle und ohne einengende Begrenzungen.