Anfängliche Verwirrtheit.

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Themenersteller
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15. Okt 13

Anfängliche Verwirrtheit.
Hallo zusammen,

einige Tage bin ich nun hier in der Gruppe habe einiges gelesen, aber noch nicht wirklich weiter gekommen mit mir und meinen Gedanken.

Für mich stellt sich die Frage: Ab wann bin ich Poly, kann ich es wirklich und ab wann ist es überhaupt Polyamory?

Zur mir:

Ich bin seit fast 6 Jahren mit meiner Frau zusammen und seit 2 Jahren verheiratet. Wir führen eine offene Ehe, in der wir offen über Probleme und Gedanken sprechen, seit einem Jahr uns auch sexuell offen mit anderen ausleben. Was für uns absolut kein Problem ist.
Vor kurzer Zeit hat jeder von uns für sich gemerkt dass der einfache "Sex und weg" nichts für uns ist, und wir uns auch nach Nähe sehnen zu anderen.
Ich für meinen Teil will keine Affäre mit der man sich trifft, Sex hat und über oberflächliche Dinge spricht. Sondern vertrauen untereinander. So waren zumindest bisher meine Gedanken. Nur wo ist die Grenze zwischen einer harmonisierenden Affäre und Poly? Gibt es eine?


Vor ein paar Tagen habe ich dann eine Frau kennen gelernt, haben uns unterhalten, viel geschrieben und am WE wieder getroffen. Dort habe ich gemerkt das ich mich schon sehr zu ihr hingezogen fühle, ich würde es noch nicht als Liebe bezeichnen, aber auf jeden Fall mehr als nur "eine Freundin" Sie sieht es ähnlich, und sieht mich nicht nur als Freund oder Affäre... Nur kann ich nicht einschätzen wie weit ihre Gedanken gehen, und möchte auch nicht mit der Tür ins Haus fallen.

Da ich selbst noch nicht weiß wo ich mich hin einordnen würde und wie ich denke und fühle, kann ich die gesamte Situation auch für mich nicht einschätzen und bin etwas ratlos / ziellos

Vielleicht ins der Beitrag ein wenig undurchsichtig, aber ich habe mir einfach mal von der Seele geschrieben was mir derzeit durch denk Kopf geht. also seit etwas nachsichtig *g*


LG Dacapo
 
 
15. Okt 13

Dacapo84:
seit einem Jahr uns auch sexuell offen mit anderen ausleben.

DU schreibst es ja selbst, dass ist einfach aus meiner Sicht eine offene Beziehung.

Poly geht aber eben viel weiter, dass man eben jemand hat, mit dem man zusammen eben schon eine weitere Beziehung führt in dem dann alle diese von euch beiden gewünschten Dinge wie Nähe und Geborgenheit einzuhalten.

Daher aus meiner Sicht, ließ nochmals selbst Deinen Beitrag und Du hast die Antwort.
 
Themenersteller
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15. Okt 13

Vielleicht habe ich mich da ein wenig falsch ausgedrück.

Wir führen seit einem Jahr diese offene sexuelle Beziehung, merken aber beide das es uns nicht reicht... also es reicht nicht nur Sex mit anderen zu haben sondern wir wollen beide mehr in der "Beziehung" mit anderen. Also nicht nur jemand mit dem wir Spaß haben, sondern jemand wo man sich auch anlehnen kann, mit dem man reden kann.

Ich weiß nicht ob ich das klar ausfdrücke
 
 
15. Okt 13

Für mein Empfinden liegt die Antwort im Wort, wenn man denn eines braucht. "PolyAMORIE" beinhaltet das Wort LIEBE.

Wenn du also spürst, dass du mehr als einen Meschen liebst, so fühlst du - der Definition nach - "polyamor".
Wenn du dann nachfragst, was das "polyamore Leben" wirklich beinhaltet und ausmacht, findest du eine Definition und 1000 Varianten der Deutung.
Wichtig erscheint mir das Fühlen und die gegenseitige Achtung der Menschen.

So mancher scheint sich als "polyamor" zu bezeichnen, der ein tolles Wort braucht, den Sex mit anderen zu rechtfertigen, weil dieser ganz oben in einer "Sehnsuchts-Skala" rangiert.
Es heißt aber nicht "polysexuell", oder? *zwinker*

Höre in dich hinein und lebe. Dann bekommst du - vielleicht - die beste Antwort.
 
 
15. Okt 13

Polyamorie ist das führen verschiedener BEZIEHUNGEN (als LIEBE) gleichwertig neben einander und Einverständnis aller Beteiligten.

Sinngemäßes Zitat nach Wikipedia.

Also der Unterschied zu vielen offenen Beziehungen die nicht nur Sex mit anderen haben (auch da gibt es ja den tollen Begriff Freundschaft Plus) ist dass es keine Primärbeziehung gibt - oder geben sollte.
Dass die Partner gleichwertig sind und man verbunden ist durch die Liebe.

Polypartner verbindet auch nicht (nur) das sexuelle.
Natürlich ist dieses in einer Beziehung wichtig, aber nicht die ausschlaggebende Kraft wie bei einer offenen Beziehung.
Es sind gänzlich andere Beweggründe polyamor oder offen zu leben.

Natürlich kann das eine mit dem anderen einher gehen oder auf einander aufbauen...


Bei uns ist es beispielsweise so, dass wir prinzipiell eine polyamore UND offene Beziehung führen.
Dh. wir leben polyamor aber AUCH offen. Dh. man kann Sex mit anderen Menschen haben. Für mich ist dieser Teil eher sekundär - mein Freund würde ihn eher nutzen...

Unser polyamore Beziehungsteil ist nur minimal reglementiert - der offene hingegen beinhaltet ganz andere Absprachen...
 
 
15. Okt 13

Doch, finde ich schon recht klar, wie Du das ausgedrückt hast, Dacapo *g*

Und dass Du offen für mehr bist, merkst Du ja offensichtlich in der Begegnung mit dieser neuen Frau. Nimm Dir Zeit dafür, sei neugierig und freue Dich an dem Schönen, das Dir dabei begegnen kann. Und wenn dann die Fragen auftauchen (und das werden sie! *zwinker* ), dann wirst Du hier viele kluge Gesprächspartner finden.

Vor allem aber: Vergiss ganz besonders jetzt nicht, wer Dein wichtigster Gesprächspartner ist - Deine Frau. Begleitet das, was geschieht, aufmerksam und achtsam miteinander durch möglichst viele Gespräche. Es können sich unvorhergesehene Gefühle einstellen, die es kennen zu lernen gilt.

Dir viel Mut und Achtsamkeit
Joshi
 
 
15. Okt 13

Aus meiner Sicht hast Du gerade für Dich entdeckt, dass Du in der Lage bist, mehr als einen Menschen zu lieben und dies körperlich auch ausleben zu können (und ja, Du bist aus meiner Sicht polyamor). Zudem lebst Du auch in einem Umfeld, dass es Dir ermöglicht, diese Gefühle sowohl empfinden als auch ausleben zu können.
Du bist ein Glückpilz *zwinker*
 
 
15. Okt 13

Nur wo ist die Grenze zwischen einer harmonisierenden Affäre und Poly? Gibt es eine?
Die muss jeder selber finden. Im Zweifelsfall ist der Übergang fließend.

Dumm gefragt: Wieso ist es dir überhaupt wichtig, ob du dein Beziehungsleben als polyamor bezeichnest (bezeichnen willst? kannst? darfst? *zwinker* )
 
 
15. Okt 13

dacapo
du weißt doch schon ne ganze menge über dich und auch über die gefühle deines gegenüber...

mir persönlich wäre es egal, wo ich mich dafür begrifflich einordnen müsste... in ein schubfach passe ich sowieso nicht wirklich...
aber: in meinem falle wäre mir auch relativ klar, dass ich bisher nur so ganz tiefe gefühle -wie liebe- für einen menschen empfinde...
sexuellen genuss mit anderen aber sehr wohl inzwischen als wohltuende bereicherung sehe

dir ganz viel erfolg beim ausleben deiner / eurer lebensform...
 
 
15. Okt 13

Ich sehe den Übergang nicht als so weich und fließend wie von den anderen Beschrieben.
Es gehört eine gänzlich andere Haltung der Partner in der Ausgangsbeziehung dazu eine Beziehung sexuell zu öffnen, eine eventuelle Freundschaft Plus "zu erlauben" oder ertragen zu können, oder sich gleichwertig mit liebevollem Wohlwollen neben einen anderen Partner zu stellen; damit seine eigene exclusive Sonderstellung aufzugeben und dem Partner das Vertrauen entgegen zu bringen gut für sich und die anderen Partner zu sorgen...
 
Themenersteller
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15. Okt 13

Dumm gefragt: Wieso ist es dir überhaupt wichtig, ob du dein Beziehungsleben als polyamor bezeichnest (bezeichnen willst? kannst? darfst? *zwinker* )

Das hat für mich nur einen Grund, bin ich hier richtig um mich mit dem Thema zu beschäftigen, oder ist das was ich fühle und lebe nicht Thema dieser Gruppe. Da sind die Definitionen ja fließend. andere würden sagen dass das eher eine, wie oben genannt, Freundschaft plus ist.



Edit zu SinChiller:

Genau da liegt derzeit noch mein Problem, das ich nicht weiß wo stehe ich für mich in meinen Gefühlen.
 
 
15. Okt 13

Es ist ...
... ein Irrtum zu glauben, Schalter umlegen und man ist Poly. Es ist ein Entwiklungsprozess, der seine Zeit (manchmal auch viel davon) beansprucht.

Du beschreibst für Dich einen der vielen möglichen Wege dort hin zu gelangen. Erst die Zweisamkeit, das öffnen der Ehe im gegenseitigen Einvernehmen und jetzt winkt bei Dir deutlich Sichtbar der Polywimpel durch eine Beziehung, die zur Liebschaft werden kann.

Ein wichtiger Aspekt fehlt mir jedoch in Deinen Ausführungen. Rederst Du mit Deiner Frau darüber und seid Ihr im Einvernehmen, dann ist das klar Poly.

Willst Du mit ihr darüber reden, dir aber vorher noch (und dieser Thread kann dazu dienen) für Dich mehr Klarheit schaffen, so ist das ein sehr guter Weg. Das darf Zeit brauchen, denn ein solches Gespräch will ordentlich vorbereitet sein.

Es ist nicht die Frage, ob Du jetzt schon Poly bist oder nicht, sondern ob Du polyamor denkst und im Herzen fühlst. Zur Liebe gehört auch, den Partner nicht zu verletzen. Von einer zweiten Liebe vorerst nichts zu erzählen, sondern das Gespräch sorgsam vorzubereiten ist für mich auch kein Belügen. Es darf halt nicht zum bequemen Dauerprovisorium werden, dann wird es kritisch und verlogen.

So wie Du Deine Situation beschreibst, bist Du klar auf einem Entwicklungsweg zur Polyamorie. Sei weiternin sorgsam, achtsam und zielstrebig in Deinem Denken und Wirken, dann wird Dir sicherlich viel Liebe weiterhin begegnen.

Alles Gute auf Deinem/Eurem Weg wünscht Euch mit lieben Grüßenb

der Polybäääär
 
Themenersteller
 Themenersteller
15. Okt 13

polybaer:
Ein wichtiger Aspekt fehlt mir jedoch in Deinen Ausführungen. Rederst Du mit Deiner Frau darüber und seid Ihr im Einvernehmen, dann ist das klar Poly.

Ich rede mit ihr sehr offen und fast täglich darüber. Wie ich mich fühle, was ich denke und wie es ihr dabei geht. Wir haben auch bevor wir uns beide wirklich Gedanken gemacht haben zu dem Thema ausgiebig darüber unterhalten.

Wie schon gesagt ist es für mich das wichtigste Sie nicht dabei zu verletzen, daher reden wir ja auch so viel.
 
 
15. Okt 13

Da ...
... schicke ich Dir mal ein *danke* und so ist es für mich klar, Ihr seid beide Polyamoris und auf dem besten Wegdieses Liebesgefühl auch fruchtbar zu entwickeln.

Alles Gute und viel Glück!

Polybäääär
 
 
15. Okt 13

Ich denke Du bist klar richtig hier!
Gedanken und Gefühle auf einem Weg zu teilen ist sehr wichtig!

@Polybär: nur weil man mit seiner Frau spricht ist es noch lange keine Polyamorie *zwinker*
Du findest es also richtig eine neue Liebe zu verheimlichen bis es geklärt ist - soweit nachvollziehbar um niemanden zu verletzen.
Dann muss aber auch die Kraft dahinter stehen bei der neuen Liebe solange auf Sexualität zu verzichten bis alle Partner mit der Situation im reinen sind. Wenn man aus einer offenen Beziehung kommt ist dies zwar etwas schwieriger, dennoch beginnt eine EUR Liebe mit einem Betrug wenn man es zu lange, wenn auch sorgsam, vorbereitet...

@Dacapo: de Frage ist ob Du den Wunsch hast mehrere Partnerinnen zu lieben. Und wie Du liebe definierst.
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