Polyamorie - ein Versuch (MMF)

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Themenersteller
05. April 2014
Polyamorie - ein Versuch (MMF)

Hallo ihr Lieben.

Ihr habt mir vor Jahren schon einmal geholfen, ein Problem besser zu verstehen und die damals akutelle Situation in meinem Kopf etwas zu sortieren. Auch wenn es dann real etwas anders gelaufen ist - aber das ist zweitrangig. Ging ja mehr um "erste Hilfe" und es kommt sowieso meistens anders als man denkt. *zwinker*

Diesmal ist es ähnlich. Auch heute habe ich einfach mal wieder in erster Linie Mitteilungsdrang. *zwinker*


Kurz zu mir und zum Hintergund:

Ich hatte eine 16-jährige Ehe und lebe nun in der Schweiz mit meiner Freundin. Wir sind 3 Jahre zusammen. Von Anfang an schwor ich ihr aber keine Treue und sie hat es auch akzeptiert - okay, sie hat auch 3 x Schluss gemacht weil sie meinte, dass es doch nicht passt. Aber da wir uns doch lieben und alles immer ehrlich kommunizieren läuft die Beziehung doch sehr gut: Kaum Streit, wohliges Zusammensein, viel Verständnis und gute Integration in die Familie des jeweiligen Partners. Alles bestens also. Auch leben wir von Beginn an im gleichen Haus, aber nicht in der gleichen Wohnung. So haben wir Abstand wenn wir ihn brauchen und Nähe wenn wir sie möchten.


Zur Treue:

Wegen meiner langjährigen Ehe möchte ich auch ab und an mal mit einer andere Frau schlafen. Das geht ohne Liebe, also im Puff. Und nein, das ist nicht das Problem, dazu habe ich den Segen meiner Freundin. Und bitte zweifelt nicht daran, darum gehts hier nicht. Sie hat natürlich die gleiche Freiheit, aber sie nutzt sie nicht gleichermassen wie ich, was wohl am grundsätzlichen Unterschied zwischen Mann und Frau liegt. Sie könnte sicher One-Night-Stands haben, aber sie spürt keinen Drang dazu, weil ich sie sexuell voll und ganz ausfülle. Ich hingegen hatte ein paar mal Sex mit alten Freundinnen (was sie jetzt nicht ganz so mag) oder eben im Bordell. Alles in allem vielleicht 5 x in 3 Jahren. Davon weiss sie auch.


Nun zur aktuellen, neuen Situation:

Es wird grad spannend. Ein langjähriger Arbeitskollege & Freund (5 Jahre) hat ihr nun vor 2 Wochen seine Liebe gestanden. Auch sie war vor 5 Jahren in ihn verliebt und hat es ihm auch gesagt. Damals war er aber nicht in der Verfassung für eine Beziehung. Nun aber schon und meine Freundin hat nun seit zwei Wochen fettes Kopfkino.


Problem:

Einerseits ist es für sie natürlich ein sehr schönes Kompliment und sehr angenehm plötzlich von zwei Männern geliebt zu werden - noch dazu von den zwei besten Männern die ihr je begegnet sind (eigene Aussage). Andererseits sieht, nein sah sie sich nun aber vor die katastrophale Situation gestellt, sich entscheiden zu müssen. OT: Jeden anderen hätte sie wegen dem Neuen sausen lassen.

Nicht jedoch bei mir. Sie hat mir sofort erzählt was sich da bei ihr tut, was sie fühlt und welche schwierigen Sorgen sie nun plagen. Sie möchte keinen von uns verlieren. Vor allem da das Verhältnis zu ihrem Kollegen nun auch nie wieder so sein kann wie vorher. Wohlgemerkt, sie sieht ihn jeden Arbeitstag im Büro und mich sieht sie oft dann abends nach Feierabend. Nun ist sie immer und überall von Geliebten umgeben *zwinker*


Meine erste Einstellung:

Ich kenne den Kollegen, wir haben uns schon öfter gesehen und etwas gemeinsam unternommen. Er ist mir sehr sympathisch und hat einen ähnlichen Humor wie ich. Ich habe überhaupt nichts gegen ihn. Auch besucht sie ihn öfter zuhause, hat einmal bei ihm übernachtet und knutscht mit ihm. Sie fühlt sich sehr wohl bei ihm. Ich mache ihr keinerlei Vorwürfe und unterstütze sie nach Kräften. Einziges Problem, aber zweitrangig: Ich habe keinerlei Möglichkeiten mit ihm zu kommunizieren, ausser ihn zu besuchen - was mir aber derzeit etwas unangebracht erscheint. Ich habe zwar Redebedarf mit ihm, möchte ihn aber keinesfalls in irgendeiner Art überrumpeln.


Kurze Zusammenfassung:

Sie kann sich nicht entscheiden. Passives Verhalten wird vielleicht über Monate und Jahre keine Änderung bringen. Aktuelle Situation ist für sie unerträglich, da Achterbahn der Gefühle.


Mein logischer Gedankengang:

Nach dem Ausschlussverfahren. Es gibt ja immer mehrere Möglichkeiten.

a) Trennung von mir oder ihm (konventionelle Standardlösung).
b) Trennung bzw. Auszeit von beiden, um sich selbst zu sammeln.
c) weiterhin in der Bewegungslosigkeit verharren in der Hoffnung auf eine passive
Lösung.
d) Beziehung mit beiden eingehen.

Da a) bis c) von ihr aus gesehen wegfallen, bleibt aus meiner Sicht nur d), daher habe ich ihr vor 1 Woche und gestern noch einmal vorgeschlagen, es doch einfach einmal mit 2 Beziehungen zu versuchen. Das würde sie aus ihrer gedanklichen Sackgasse führen, denn dann stehen wieder andere Gedanken an und die Sache wird aus der Bewegungslosigkeit gestossen.

Alle negativen Aspekte (Trennung, Stillstand, auswegloses Kopfkino, etc.) werden natürlich erstmal in die Vergangenheit geschoben, aber dadurch verändern sich auch die Voraussetzungen und Fakten der Situation mit der Zeit. Will sagen die Problem und Sorgen könnten sich durchaus in Luft auflösen. Selbst wenn dies in einem Fiasko endet hat man es doch zumindest versucht. Ausserdem können auch "normale" Beziehungen in die Brüche gehen.

Sie könnte sich aber derweil an den positiven Dingen erfreuen und ihre Sehnsucht zu ihm und seine Sehnsucht zu ihr selbst erleben, statt sich ein Leben lang zu fragen, wie grün das Gras hinter dem Zaun denn nun wirklich gewesen war.


Nochmal Aktuell:

Auch wenn sie sich derzeit selbst nicht als den Typ sieht, der polyamor leben kann ist sie bereit sich nun darauf einzulassen. Ihr Kollege hat sich dazu wohl auch zurückhaltend positiv geäussert. Letztendlich wird die Sache nun wohl langsam anlaufen.


Ergänzungen zum Verständnis:

Ich finde das alles zwar sehr spannend, aber ich möchte betonen, dass ich sie auf keinen Fall verlieren möchte. Auch hat die Sache derzeit einen richtig dicken Schub an Liebe zu ihr ausgelöst, was mich und sie auch sehr glücklich macht. Auch vorher war ich immer bereit, ihr alle Freiheiten zu lassen und sie zu unterstützen. Das hat sie teilweise in ähnlichen Dingen auch gespürt (Urlaubsflirt oder mal den Hof machen lassen von anderen Bekannten), es aber nie wirklich selbst in Anspruch nehmen wollen. Stichwort kein Sex ohne Liebe. Auch ist sie z.B. (noch) nicht der Typ Swingerclub (obwohl wir schon mal waren).

Auch ist es nicht so, dass ich nun vollkommen ohne Sorgen bin. Kollege und ich haben unterschiedliche Lebensziele. Ich habe 2 Kinder, bin geschieden und will nicht mehr heiraten und lebe bislang gerne ohne meinen Liebe in eigener Wohnung und bin sonst auch eher der unsichere und spontane Typ, was auch unsere Beziehung nie langweilig werden lässt und durchaus positiv zu sehen ist.

Er hingegen hätte gerne Kinder, würde heiraten, Zusammenziehen, Urlaub, etc. - das volle Sicherheitsprogramm eben. Ist ja auch verständlich. Sie tickt da übrigens recht ähnlich und sehnt sich eben auch nach etwas mehr Sicherheit (ja ich weiss, klingt etwas widersprüchlich).

Ich bin also zwar gerne bereit, meinen Lieblingsmensch mit ihm zu teilen und den beiden ein Zusammensein zu ermöglichen. Zumal ich sie auch nicht jeden Tag sehe. Im Schnitt etwa 3 x die Woche. Sind aber auch Zeiten dabei in denen wir uns 5 Tage am Stück sehen oder eben auch 5 Tage mal nicht.

ABER ich habe doch richtiggehend Schiss, sie zu verlieren. Ertappe mich auch dabei, eifersüchtig zu werden und diese anderen kleinen Dinge wie "Ist sie schon zuhause? Brennt Licht? Ist sie auf Facebook online? Haben sie womöglich gerade den ersten Sex? (Hatten sie noch nicht) Machen wir was am Wochenende oder hat sie schon mit ihm abgemacht?" All sowas eben. Ich mag das nicht, zumal es auch unnötig ist. Sie erzählt mir eh die wichtigen Dinge die ich wissen muss. Sie ist sehr ehrlich und das ist der Punkt, der dies alles erst möglich macht.

Ich habe vollstes Vertrauen zu ihr.

So, meine Lieben, es wurde doch etwas länger und ich danke Euch fürs Lesen.
Direkte Fragen habe ich im Grunde keine, aber ich würde mich sehr freuen, wenn ihr nun den Drang verspürt, mich etwas an Euren Gedanken oder Erfahrungen teilhaben zu lassen. Ich werde das mit Interesse lesen und es wahrscheinlich meiner Liebe und ihm auch zum lesen geben.

Bis hierhin erstmal und gehabt Euch wohl. *g*

Liebe Grüße, Lommex
 
Themenersteller
05. April 2014
Kleines Update

Da ich einerseits durch die Freischaltung zu dieser Gruppe und andererseits durch persönlichen Zeitmangel etwas Zeit verloren habe, möchte ich obigem Beitrag noch etwas hinzufügen.

Die Sache ist nun doch noch recht frisch. Wir reden hier also von etwa 2 Wochen und mein 1. Post ist nun 1 Woche alt.

Was hat sich inzwischen getan?


Zu Verhütung & AIDS:

Sollte man ja auch mal drüber nachdenken *zwinker* Ich selbst bin sterilisiert.
Die beiden haben also ein kleines Verhütungsproblem. Wäre ja auch für mich nicht so prickelnd, wenn sie nun schwanger werden würde. Kann ja immer passieren, wäre für mich dann aber das definitive Aus, da ich als 2. Partner wohl nicht in eine Familiengründung zu integrieren wäre. Schätze ich halt mal so ein.

Verhütung ist also auf den Weg gebracht. Ebenso ein AIDS-Test, da sie nun ja auch mit beiden Männern ungeschützten Sex haben möchte. Finde ich alles sehr okay.


Meine Sorgen:

Trotzdem habe ich doch mehr Mühe mit der Sache als ich angenommen habe. Bin aber bereit den Preis der Erfahrung zu zahlen. Also schleppe ich nun seit etwa 1 Woche einen dicken Klumpen im meinem Magen mit mir herum. Kann mich kaum bei der Arbeit auf kaum etwas konzentrieren, mache etliche Fehler (wird mir schon peinlich) und sehne mich einfach nach Freizeit und zu mir zu kommen.

Auch habe ich Mühe damit, alleine zu sein. Vom Zeitrahmen hat sich nun zwar nicht sehr viel verändert, aber ich fühle mich SOFORT total e i n s a m wenn sie nicht da ist. Dabei ist es wirklich total egal, ob sie nun bei ihm ist oder nicht. Sie ist einfach nicht BEI MIR, das ist der Punkt. Beobachte auch, dass ich etwas zum Klammern neige, was nun bisher gar nicht meine Eigenschaft in unserer Beziehung war.

Auch bin ich ein bisschen neidisch. Sie hatten zwar noch keinen richtigen Sex - und ich habe gestern im Gespräch mit ihr festgestellt, dass Mann & Frau da doch sehr unterschiedliche Definitionen haben können - aber sie hat ihm wohl schon öfter einen runtergeholt und sicher auch sonst rumgekuschelt.

Mein Stand der Dinge war bisher eben nur "knutschen" und da habe ich doch erstmal leer geschluckt. War mir so nicht klar. Es war halt auch nur von "knutschen" die Rede und ich wollte sonst nichts weiter unterstellen was nicht gesagt worden ist. *zwinker*

Der Stein in meinem Magen fühlt sich übrigens sehr verdächtig nach diesem Trennungsfelsblock an, den man während einer realen Trennug vom geliebten Partner mit sich rumschleppt. Macht für mich wenig Sinn und ich verstehe mein Gefühl auch nicht. Noch ist ja alles in Ordnung und sehr transparent. Wenn ich aber darüber nachdenke, wie es mit meiner Ex-Frau gelaufen war, so stelle ich natürlich auch fest, dass dieses übelste Bauchgefühl sofort verschwunden war, als ich eine neue Partnerin hatte. xD Das nur mal nebenbei, eine wirkliche Erklärung habe ich dafür noch nicht.

Jedenfalls kommen diese Dinge nun nach und nach. Ich bin weiterhin gespannt wie sich alles entwickelt. Ihr wisst ja, es ist für uns alle drei sehr neu und ungewohnt. Ich hoffe, das Experiment klappt. Drückt mir bitte die Daumen *g*
 
05. April 2014
Meine Gedanken

Wegen meiner langjährigen Ehe möchte ich auch ab und an mal mit einer andere Frau schlafen.

Lustige Ausrede, finde ich. Du hast einfach Lust auf "fremde Haut", steh doch dazu!

Sie hat natürlich die gleiche Freiheit, aber sie nutzt sie nicht gleichermassen wie ich, was wohl am grundsätzlichen Unterschied zwischen Mann und Frau liegt. Sie könnte sicher One-Night-Stands haben, aber sie spürt keinen Drang dazu, weil ich sie sexuell voll und ganz ausfülle. Ich hingegen hatte ein paar mal Sex mit alten Freundinnen (was sie jetzt nicht ganz so mag) oder eben im Bordell. Alles in allem vielleicht 5 x in 3 Jahren. Davon weiss sie aber.

Bist Du Dir sicher, dass sie einfach nur weniger Lust auf Sex mit neuen Menschen hat, oder ist sie vielleicht einfach - aus welchem Grund auch immer - "treu veranlagt"? Wenn Sie Deine Eskapaden mit alten Freundinnen nicht mochte, Puffbesuche aber akzeptiert, dann scheint mir das eher der Fall zu sein.

Hast Du eine Ahnung, was passieren würde, wenn Du Dir eine regelmäßige Sexfreundin zulegen würdest?

Ich kenne den Kollegen, wir haben uns schon öfter gesehen und etwas gemeinsam unternommen. Er ist mir sehr sympathisch und hat einen ähnlichen Humor wie ich. Ich habe überhaupt nichts gegen ihn. Auch besucht sie ihn öfter zuhause, hat einmal bei ihm übernachtet und knutscht mit ihm. Sie fühlt sich sehr wohl bei ihm. Ich mache ihr keinerlei Vorwürfe und unterstütze sie nach Kräften. Einziges Problem, aber zweitrangig: Ich habe keinerlei Möglichkeiten mit ihm zu kommunizieren, ausser ihn zu besuchen - was mir aber derzeit etwas unangebracht erscheint. Ich habe zwar Redebedarf mit ihm, möchte ihn aber keinesfalls in irgendeiner Art überrumpeln.

Wieso willst Du mit ihm kommunizieren? Letztendlich ist es ihr Freund und Kollege, Dich geht er gar nichts an. Bei diesem einen Satz gingen bei mir alle Alarmglocken los.

Es ist immer eine tolle Idealvorstellung, wenn sich alle mögen, kennen und sich untereinander Freundschaft entwickelt. Meiner Erfahrung nach funktioniert das aber in den seltensten Fällen. Und es ist auch nicht notwendig.

Und mal ganz im Ernst, wenn er noch keine Erfahrung mit Polyamorie oder so hat, wird er sich Dir gegenüber auch sehr befangen fühlen. Was willst Du denn von ihm?

Sie kann sich nicht entscheiden. Passives Verhalten wird vielleicht über Monate und Jahre keine Änderung bringen. Aktuelle Situation ist für sie unerträglich, da Achterbahn der Gefühle.

Würde sie sich entscheiden, würdest Du ihr keine Poly-Beziehung anbieten? Die Qual der Wahl entsteht immer nur dann, wenn man die Wahl hat.

a) Trennung von mir oder ihm (konventionelle Standardlösung).
b) Trennung bzw. Auszeit von beiden, um sich selbst zu sammeln.
c) weiterhin in der Bewegungslosigkeit verharren in der Hoffnung auf eine passive
Lösung.
d) Beziehung mit beiden eingehen.

Da a) bis c) von ihr aus gesehen wegfallen, bleibt aus meiner Sicht nur d), daher habe ich ihr vor 1 Woche und gestern noch einmal vorgeschlagen, es doch einfach einmal mit 2 Beziehungen zu versuchen.

Wenn es all diese Möglichkeiten gibt, dann finde ich es nicht so logisch, dass aus ihrer Sicht nur eine Beziehung mit beiden möglich ist. Aus dem, was Du bisher geschrieben hast, ist das nicht logisch zu schließen.

Mir schwant so, dass Du sie dahin drängst, um sie nicht zu verlieren?! Das ist eher Dein Wunsch als ihrer, oder? Verpackt als Wunderlösung. Aber weißt Du, Polyamorie ist eine viel komplexere Beziehungsform als Mono-irgendwas und nicht jeder kann oder will das leben. Es ist keinesfall die Patentlösung für Menschen, die sich nicht zwischen zwei Partnern entscheiden können!

Auch wenn sie sich derzeit selbst nicht als den Typ sieht, der polyamor leben kann ist sie bereit sich nun darauf einzulassen. Ihr Kollege hat sich dazu wohl auch zurückhaltend positiv geäussert. Letztendlich wird die Sache nun wohl langsam anlaufen.

Klingt überhaupt nicht positiv. Das ist Dein Baby, nicht ihres, oder?

Er hingegen hätte gerne Kinder, würde heiraten, Zusammenziehen, Urlaub, etc. - das volle Sicherheitsprogramm eben. Ist ja auch verständlich. Sie tickt da übrigens recht ähnlich und sehnt sich eben auch nach etwas mehr Sicherheit (ja ich weiss, klingt etwas widersprüchlich).

Naja, dann ist ja ziemlich klar, welcher von Euch zumindest äußerlich die besseren Karten hat, nicht wahr? Mit ihm könnte sie eine treue Beziehung mit Familie etc. leben, Du willst all das gar nicht und sie macht mit Dir viele Kompromisse. Ist Dein Vorschlag der Polyamorie nicht nur ein verzweifelter Versuch, sie zu halten? Dass Du in einer solchen Situation Angst hast und auch bereit bist, sie zu teilen, ist verständlich.

Aber was ist denn eigentlich mit ihr? Wäre es nicht "besser" für sie, wenn sie ihren Wunsch einer treuen Beziehung mit Familie verwirklichen könnte, statt jetzt eine Beziehungsform zu probieren, die sie nur auf Dein Drängen überhaupt in Betracht zieht? Wenn Du sie liebst, solltest Du das einmal betrachten.

Ich habe vollstes Vertrauen zu ihr.

Allein die Tatsache, dass Du das so schreibst, lässt mich daran zweifeln. Warum kontrollierst Du sie bei "vollstem Vertrauen" auf Facebook?

Fly
 
05. April 2014

Sollte man ja auch mal drüber nachdenken *zwinker* Ich selbst bin sterilisiert.
Die beiden haben also ein kleines Verhütungsproblem. Wäre ja auch für mich nicht so prickelnd, wenn sie nun schwanger werden würde. Kann ja immer passieren, wäre für mich dann aber das definitive Aus, da ich als 2. Partner wohl nicht in eine Familiengründung zu integrieren wäre. Schätze ich halt mal so ein.

Er hätte gerne Kinder, sie auch, aber Du bestimmst, dass das nicht erlaubt ist???!!!

Ok, die sind noch sehr früh in ihrer Beziehung und sofort schwanger werden ist wohl sowieso etwas unangebracht. Meiner Meinung nach. Wie alt ist sie denn?

Aber: Wenn Du sie liebst, schaust Du bitte mal etwas weniger auf Deine Wünsche als auf ihre!!! Ich lese die ganze Zeit nur von Deiner Angst und Deinen Wünschen. Siehst Du denn auch, was sie will?
 
Themenersteller
05. April 2014

Hey Fly, erstmal danke für Dein Feedback.

Ich werde Dir dazu auch möglichst bald & detailliert antworten, muss das aber erstmal sacken lassen. *zwinker*

Lieber Gruss Lommex
 
Themenersteller
06. April 2014
Antwort an Fly

Sooo, Fly. Da Du umfangreich geanwortet hast möchte ich das ebenso halten. Hoffe, es wird nicht zu unübersichtlich. *zwinker*

Wegen meiner langjährigen Ehe möchte ich auch ab und an mal mit einer andere Frau schlafen.

Lustige Ausrede, finde ich. Du hast einfach Lust auf "fremde Haut", steh doch dazu!

Naja, vielleicht sollte ich hier noch ergänzen, dass ich eigentlich danach keine feste Beziehung mehr angestrebt habe. Natürlich habe ich mich dann doch in Sie verliebt *zwinker* Und ja, wenn Dir das besser gefällt: Ich stehe auf jeden Fall weiterhin auf Sex mit anderen schönen Frauen. *g* Das Verlangen habe ich und dazu stehe ich auch gerne. Das wa ja auch von vorneherein so mit ihr besprochen.



Sie hat natürlich die gleiche Freiheit, aber sie nutzt sie nicht gleichermassen wie ich, was wohl am grundsätzlichen Unterschied zwischen Mann und Frau liegt. Sie könnte sicher One-Night-Stands haben, aber sie spürt keinen Drang dazu, weil ich sie sexuell voll und ganz ausfülle. Ich hingegen hatte ein paar mal Sex mit alten Freundinnen (was sie jetzt nicht ganz so mag) oder eben im Bordell. Alles in allem vielleicht 5 x in 3 Jahren. Davon weiss sie aber.

Bist Du Dir sicher, dass sie einfach nur weniger Lust auf Sex mit neuen Menschen hat, oder ist sie vielleicht einfach - aus welchem Grund auch immer - "treu veranlagt"? Wenn Sie Deine Eskapaden mit alten Freundinnen nicht mochte, Puffbesuche aber akzeptiert, dann scheint mir das eher der Fall zu sein.

Hast Du eine Ahnung, was passieren würde, wenn Du Dir eine regelmäßige Sexfreundin zulegen würdest?

Ja, sie ist sicher auch treu veranlagt, das stimmt. Daneben hat sie aber eben auch kein Verlangen auf "Sex ohne Liebe" neben unserer Beziehung. Denke, das widerspricht sich auch nicht. Nun ist sie aber verliebt, also zweimal, und dann passt das.

Eine regelmässige Sexfreundin in der Nähe wäre sicher schwierig, da sie dann eher Angst hätte, mich zu verlieren. Bisher hat sie sich immer gegen eine solche Lösung ausgesprochen. Im Grunde macht ihr deswegen auch zu schaffen, dass ich mal mit einer meiner Ex-Freundinnen geschlafen habe, obwohl diese inzwischen wirklick keine Konkurrenz ist. Daher war ihr die Bordell-Lösung auch am liebsten: Nur Sex, keine Liebe, keine Gefahr. Allerdings häte ich doch lieber eine Sexfreundin, weil es doch ein schöneres Erleben ist als im Bordell. Aber darauf sollte ich besser verzichten, das gibt nur Ärger und wir haben indes sowieso genug "Arbeit" zu bewältigen.



Ich kenne den Kollegen, wir haben uns schon öfter gesehen und etwas gemeinsam unternommen. Er ist mir sehr sympathisch und hat einen ähnlichen Humor wie ich. Ich habe überhaupt nichts gegen ihn. Auch besucht sie ihn öfter zuhause, hat einmal bei ihm übernachtet und knutscht mit ihm. Sie fühlt sich sehr wohl bei ihm. Ich mache ihr keinerlei Vorwürfe und unterstütze sie nach Kräften. Einziges Problem, aber zweitrangig: Ich habe keinerlei Möglichkeiten mit ihm zu kommunizieren, ausser ihn zu besuchen - was mir aber derzeit etwas unangebracht erscheint. Ich habe zwar Redebedarf mit ihm, möchte ihn aber keinesfalls in irgendeiner Art überrumpeln.

Wieso willst Du mit ihm kommunizieren? Letztendlich ist es ihr Freund und Kollege, Dich geht er gar nichts an. Bei diesem einen Satz gingen bei mir alle Alarmglocken los.

Es ist immer eine tolle Idealvorstellung, wenn sich alle mögen, kennen und sich untereinander Freundschaft entwickelt. Meiner Erfahrung nach funktioniert das aber in den seltensten Fällen. Und es ist auch nicht notwendig.

Und mal ganz im Ernst, wenn er noch keine Erfahrung mit Polyamorie oder so hat, wird er sich Dir gegenüber auch sehr befangen fühlen. Was willst Du denn von ihm?

Oh, ich kenne ihn schon 3 Jahre. Anfangs eher flüchtig, aber mit der Zeit immer mehr. Ich zähle ihn also durchaus zu meinen Freunden! Davon abgesehen erscheint es mir durchaus angebracht mit dem 2. Partner ein freundschaftliches und vertrautes Verhältnis anzustreben. Immerhin liebt man die gleiche Frau! Auch ist es für sie sicher einfacher, wenn ihre 2 Männer sich gut verstehen. Alleine um Konkurrenzdenken gar nicht erst entstehen zu lassen (!)

Idealvorstellungen durfen durchaus verschieden sein. Je nach Lebenslage und individuellen Eigenschaften der Partner. Ich kann nur einschätzen, was ich momentan als sinnvoll ansehe. Ich erhebe keinen Anspruch darauf, dass das die Patentlösung für alle ist.

Wir haben ja alle drei keinerlei Erfahrungen damit.

Ich war übrigens letzte Woche für zwei Stunden bei ihm auf ein paar Bierchen und wir haben uns sehr gut unterhalten. Um was ging es? Nicht um Lösungen! Ich mochte ihm einfach nur meine Gedanken mitteilen und ihm versichern dass ich ihn als vollwertigen Partner sehe und ihm sicher keinerlei Vorwürfe mache. Man kann sich eben nicht aussuchen, ihn wen man sich verliebt. Auch will ich immer für ihn da sein, falls im was auf dem Herzen liegt. Ingesamt lief es seeehr gut, ich hab ihn zur Begrüssung und zum Abschied mal feste gedrückt und ihm dann viel Spass mit ihr am gleichen Abend gewünscht. Er war den Tränen nahe. Sicher haben wir beide unsere Mühe mit der Situation, aber unsere Einstellung ist nahezu deckungsgleich, was schon mal sehr beruhigend ist *g*



Sie kann sich nicht entscheiden. Passives Verhalten wird vielleicht über Monate und Jahre keine Änderung bringen. Aktuelle Situation ist für sie unerträglich, da Achterbahn der Gefühle.

Würde sie sich entscheiden, würdest Du ihr keine Poly-Beziehung anbieten? Die Qual der Wahl entsteht immer nur dann, wenn man die Wahl hat.

Ich hatte ihr letztes Jahr die Option geöffnet, als sie sich ein paar mal mit einem anderen Mann getroffen hat. Da es da aber nicht gefunkt hat hat sich die Sache im Sand verlaufen. Aber zu Deiner Frage: Ich wüsste nicht, warum ich ihr eine Poly-Beziehung anbieten sollte, wenn sie sich entscheiden kann. Ich meine, dann fehlt dafür ja doch irgendwo die Grundlage, oder? *zwinker*



a) Trennung von mir oder ihm (konventionelle Standardlösung).
b) Trennung bzw. Auszeit von beiden, um sich selbst zu sammeln.
c) weiterhin in der Bewegungslosigkeit verharren in der Hoffnung auf eine passive
Lösung.
d) Beziehung mit beiden eingehen.

Da a) bis c) von ihr aus gesehen wegfallen, bleibt aus meiner Sicht nur d), daher habe ich ihr vor 1 Woche und gestern noch einmal vorgeschlagen, es doch einfach einmal mit 2 Beziehungen zu versuchen.

Wenn es all diese Möglichkeiten gibt, dann finde ich es nicht so logisch, dass aus ihrer Sicht nur eine Beziehung mit beiden möglich ist. Aus dem, was Du bisher geschrieben hast, ist das nicht logisch zu schließen.

Mir schwant so, dass Du sie dahin drängst, um sie nicht zu verlieren?! Das ist eher Dein Wunsch als ihrer, oder? Verpackt als Wunderlösung. Aber weißt Du, Polyamorie ist eine viel komplexere Beziehungsform als Mono-irgendwas und nicht jeder kann oder will das leben. Es ist keinesfall die Patentlösung für Menschen, die sich nicht zwischen zwei Partnern entscheiden können!

Du machst mich neugierig. Habe ich eine Möglichkeit übersehen?

Also von Drängen kann keine Rede sein. Ich habe mich lediglich der Möglichkeit nicht verschlossen und sie ihr angeboten. Immerhin hat sie 14 Tage damit gekämpft, geweint und sich gedanklich im Teufelskreis gedreht, ohne das eine Entspannung in Sicht war. Es ist nicht unbedingt mein Wunsch, aber ich möchte mich der Situation stellen und bin doch auch neugierig auf die Erfahrung, ja.

Ansonsten musst Du das alles etwas selbstloser sehen, Fly: Ich liebe sie, aber ich sehe sie nicht als mein Besitz an. Ich unterstütze nur sie in allem was sie tut, damit sie so sein kann wie sie sein will.

Ausserdem: Warum sollte ich sie aus einer sonst rundum harmonischen, intakten und liebevoller Beziehung gegen ihren Willen in die Polyamorie d r ä n g e n wollen, wenn ich dabei den Kürzeren ziehen kann. Zumal ich ihr dann das Gefühl vermitteln würde, sie loswerden zu wollen. Nee nee, klingt nicht sehr verlockend.

Wie hättest Du Dich verhalten?



Auch wenn sie sich derzeit selbst nicht als den Typ sieht, der polyamor leben kann ist sie bereit sich nun darauf einzulassen. Ihr Kollege hat sich dazu wohl auch zurückhaltend positiv geäussert. Letztendlich wird die Sache nun wohl langsam anlaufen.

Klingt überhaupt nicht positiv. Das ist Dein Baby, nicht ihres, oder?

Ich habe den gegenwärtigen Stand der Dinge wiedergegeben und verstehe leider die Fragestellung nicht.



Er hingegen hätte gerne Kinder, würde heiraten, Zusammenziehen, Urlaub, etc. - das volle Sicherheitsprogramm eben. Ist ja auch verständlich. Sie tickt da übrigens recht ähnlich und sehnt sich eben auch nach etwas mehr Sicherheit (ja ich weiss, klingt etwas widersprüchlich).

Naja, dann ist ja ziemlich klar, welcher von Euch zumindest äußerlich die besseren Karten hat, nicht wahr? Mit ihm könnte sie eine treue Beziehung mit Familie etc. leben, Du willst all das gar nicht und sie macht mit Dir viele Kompromisse. Ist Dein Vorschlag der Polyamorie nicht nur ein verzweifelter Versuch, sie zu halten? Dass Du in einer solchen Situation Angst hast und auch bereit bist, sie zu teilen, ist verständlich.

Aber was ist denn eigentlich mit ihr? Wäre es nicht "besser" für sie, wenn sie ihren Wunsch einer treuen Beziehung mit Familie verwirklichen könnte, statt jetzt eine Beziehungsform zu probieren, die sie nur auf Dein Drängen überhaupt in Betracht zieht? Wenn Du sie liebst, solltest Du das einmal betrachten.

Ich kann ihre keine Kinder bieten, da ich schon für zwei aus meiner Ehe zu sorgen habe. Für sie war das nie ein grosses Thema, aber sein Wunsch hat in ihr diese Vorstellung nochmal ins Bewusstsein gebracht. Darüber denkt sie nach, ja. Steht ihr ja auch zu, da sie noch keine Kinder hat. *zwinker*

Und nein, es ist kein verzweifelter Versuch.

Nochmal: Ich habe sie nicht gedrängt. Was besser für sie ist muss sie letztlich selbst entscheiden. Ich habe ihr nur die Möglichkeit dazu eröffnet, sich von beiden Situationen zur gleichen Zeit ein Bild machen zu können. Weiss nicht, warum Dir das Sorgen bereitet, Fly.



Ich habe vollstes Vertrauen zu ihr.

Allein die Tatsache, dass Du das so schreibst, lässt mich daran zweifeln. Warum kontrollierst Du sie bei "vollstem Vertrauen" auf Facebook?

Es ging darum, dass ich mich selbst dabei ertappt habe, dass meine Gedanken in diese Richtung gingen. Es war keine Tat. Nach einem grünen Online-Lichtchen zu gucken gilt wohl nicht als Kontrolle, ich bitte Dich. *zwinker* Zumal ich da eh abends ständig online bin.



Sollte man ja auch mal drüber nachdenken *zwinker* Ich selbst bin sterilisiert.
Die beiden haben also ein kleines Verhütungsproblem. Wäre ja auch für mich nicht so prickelnd, wenn sie nun schwanger werden würde. Kann ja immer passieren, wäre für mich dann aber das definitive Aus, da ich als 2. Partner wohl nicht in eine Familiengründung zu integrieren wäre. Schätze ich halt mal so ein.

Er hätte gerne Kinder, sie auch, aber Du bestimmst, dass das nicht erlaubt ist???!!!

Ok, die sind noch sehr früh in ihrer Beziehung und sofort schwanger werden ist wohl sowieso etwas unangebracht. Meiner Meinung nach. Wie alt ist sie denn?

Aber: Wenn Du sie liebst, schaust Du bitte mal etwas weniger auf Deine Wünsche als auf ihre!!! Ich lese die ganze Zeit nur von Deiner Angst und Deinen Wünschen. Siehst Du denn auch, was sie will?

Sorry, wie kommst Du darauf, dass ich das etwas zu erlauben hätte oder dies überhaupt wollte? Nee nee, da bist Du auf dem Holzweg. *zwinker*

Sie ist 37, er 38 (hat heute Geburtstag) und ich bin 42.

Ich sehe in erster Linie nur das, was sie will. Du liest vor allem von meiner Angst, sie zu verlieren und der Neugier auf die neue Situation. Und eben dem Wunsch, das dies für alle Beteiligten funktionieren kann. Auch möchte ich zum Beispiel nicht, dass sie sich zu frühzeitig für mich entscheidet, allein aus Respekt vor ihm und seinen Gefühlen für sie. Genauso wie umgekehrt. *g*

Wenn ich meine Wünsche nicht hintenanstellen könnte, wenn ich sie nicht aus tiefsten Herzen lieben würde, warum sollte ich mich den sonst auf die Situation einlassen? Ich denke, ich habe ziemlich alles schon im ersten Post recht klar beschrieben, aber Fly, ich danke Dir für die gedanklichen Anstösse - wenn sie auch teilweise etwas daneben waren. *baeh*

So, das wars erstmal wieder. Ich hoffe, Euch damit ein wenig mehr Einblicke verschafft zu haben.

Liebe Grüsse
Lommex
 
Themenersteller
06. April 2014
Eine Frage der Sehnsucht?

Ja... also eine Frage brennt mir derzeit doch auf der Seele:

Bin ich der Einzige, der sich in Abwesenheit des Partners richtiggehend einsam fühlt?

Mir macht das gerade sehr zu schaffen, weil ich dieses Gefühl bzw. seine Ursachen nicht wirklich greifen kann. Ich habe das oben schon im Text angerissen, möchte das hier aber nochmal besonders hervorheben in der Hoffnung auf Euer Feedback.

Was ich an mir beobachte ist folgendes:

• vor allem dieser Stein im Magen
• diese Sehnsucht nach ihr wenn sie abwesend ist - egal WO sie ist!
• aber auch eine Sehnsucht, nach einer anderen Partnerin in der gleichen Zeit
• eine kleine Portion Neid auf die Erfahrung die die anderen beiden machen
• eine übermässige Unkonzentrietheit auf der Arbeit
• der Wunsch, genug Zeit zum nachdenken zu haben


Das Gefühl ist mir zu verdächtig gleich mit dem Gefühl was mit einer einer realen Trennung einhergeht, aber rein vom Verstand her sollte dies im Fall alles gar nicht vorhanden sein. Ist es aber! grrrrr Und ich habe keinen Schimmer warum?!

Fühl ihr sowas auch bei Euch?
Und wenn ja, wie geht ihr damit um?
Was denkt ihr?
 
06. April 2014

ne regelmässige Sexfreundin in der Nähe wäre sicher schwierig, da sie dann eher Angst hätte, mich zu verlieren. Bisher hat sie sich immer gegen eine solche Lösung ausgesprochen. Im Grunde macht ihr deswegen auch zu schaffen, dass ich mal mit einer meiner Ex-Freundinnen geschlafen habe, obwohl diese inzwischen wirklick keine Konkurrenz ist. Daher war ihr die Bordell-Lösung auch am liebsten: Nur Sex, keine Liebe, keine Gefahr. Allerdings häte ich doch lieber eine Sexfreundin, weil es doch ein schöneres Erleben ist als im Bordell. Aber darauf sollte ich besser verzichten, das gibt nur Ärger und wir haben indes sowieso genug "Arbeit" zu bewältigen.

Meine Erfahrung - statistisch nicht zu fundieren, aber so war es in all meinen offenen (oder poly) Beziehungen: Wenn einer der Partner diesen Drang nicht hatte, dann bedeutete das auch immer, dass er diesen Drang bei seinem Partner höchstens duldete, meistens aber auch darunter litt.

Bei der Ehefrau meines aktuellen Partner ist das so: Sie würde sich nie erlauben, eine Beziehung zu einem weiteren Mann einzugehen. Das würde ihr Angst machen, auch Angst um ihre bestehende Beziehung mit dem Ehemann, meinem Freund. Was man anderen nicht (wirklich) erlaubt, erlaubt man auch sich selbst nicht.

Die Ehefrau hatte es versucht - sicherlich auch auf "Anreiz" durch ihren Ehemann. Das hat nur zu noch mehr Chaos geführt und sie hat die Versuche schnell drangegeben. Aber sie ist ja nicht Deine Freundin...

Ich kenne den Kollegen, wir haben uns schon öfter gesehen und etwas gemeinsam unternommen. Er ist mir sehr sympathisch und hat einen ähnlichen Humor wie ich. Ich habe überhaupt nichts gegen ihn. Auch besucht sie ihn öfter zuhause, hat einmal bei ihm übernachtet und knutscht mit ihm. Sie fühlt sich sehr wohl bei ihm. Ich mache ihr keinerlei Vorwürfe und unterstütze sie nach Kräften.

Oh, ich kenne ihn schon 3 Jahre. Anfangs eher flüchtig, aber mit der Zeit immer mehr. Ich zähle ihn also durchaus zu meinen Freunden! Davon abgesehen erscheint es mir durchaus angebracht mit dem 2. Partner ein freundschaftliches und vertrautes Verhältnis anzustreben. Immerhin liebt man die gleiche Frau! Auch ist es für sie sicher einfacher, wenn ihre 2 Männer sich gut verstehen. Alleine um Konkurrenzdenken gar nicht erst entstehen zu lassen (!)

Also, ich habe die Telefonnummer meiner Freunde. Alle andere sind (flüchtige) Bekannte *zwinker*

Ja, es scheint angebracht, sich mit dem Partner des Partners gut zu verstehen, aber es ist nicht notwendig und letztendlich bietet es unnötiges Konfliktpotenzial. Je mehr ich von der anderen Frau weiß, so ist es für mich, desto mehr neige ich auch, mich in die Beziehung einzumischen, Tipps zu geben etc. Und das ist kontraproduktiv, vor allem dann, wenn es nicht nur immer um Eitel-Sonnenschein geht. Das musste ich mehrfach am eigenen Leib erfahren.

Wenn durch gemeinsame Interessen Berührungspunkte entstehen, wunderbar. Aber einen gemeinsamen Freund reicht mir als Grundlage für eine Freundschaft nicht aus. Ich bin da vielleicht auch etwas wählerisch. Und viel zu gerne allein.

Ich war übrigens letzte Woche für zwei Stunden bei ihm auf ein paar Bierchen und wir haben uns sehr gut unterhalten. Um was ging es? Nicht um Lösungen! Ich mochte ihm einfach nur meine Gedanken mitteilen und ihm versichern dass ich ihn als vollwertigen Partner sehe und ihm sicher keinerlei Vorwürfe mache. Man kann sich eben nicht aussuchen, ihn wen man sich verliebt. Auch will ich immer für ihn da sein, falls im was auf dem Herzen liegt. Ingesamt lief es seeehr gut, ich hab ihn zur Begrüssung und zum Abschied mal feste gedrückt und ihm dann viel Spass mit ihr am gleichen Abend gewünscht. Er war den Tränen nahe. Sicher haben wir beide unsere Mühe mit der Situation, aber unsere Einstellung ist nahezu deckungsgleich, was schon mal sehr beruhigend ist *g*

Weißt Du, diese Gespräche mit dem anderen Partner, nur weil man denselben Freund/dieselbe Freundin hat, können ganz schnell in Kontrollen kippen. So war es bei mir mehrfach.

Im letzten Jahr hatte ich mehrfach explizit den Kontakt zur Ehefrau meines Partners gesucht, und wir waren eine Weile, so dachte ich, befreundet. Dann aber bekam ich immer mehr mit von den Eheproblemen und den - für ihn und damit auch für mich - seltsamen und oft mir gegenüber auch unfairen Verhaltensweisen der Ehefrau. Ich habe nach und nach meine Achtung vor ihr verloren, und damit zum Teil auch die vor meinem Freund: Was will er mit so einer Frau?

Hinzu kam noch, dass ich ständig um Verständnis für dieses oder jenes gebeten wurde (oder auch mich selbst darum bat), da ich ja die Umstände "viel" zu genau kannte. Damit habe ich mich so lange (freiwillig) immer wieder in die zweite Reihe gestellt, bis ich selbst die Nase voll davon hatte. Im Nachhinein weiß ich, dass es für mich besser gewesen wäre, nichts von ihr und ihren Nöten oder Wünschen zu wissen, dann hätte ich nur nach meinem Gefühl gehandelt, denn meine Rücksichtnahme auf sie ist letztendlich nach einem Jahr absolut nach hinten losgegangen: Sie hat mich beschuldigt, sie mit all dem nur manipulieren zu wollen, da ich ihren Mann auf meine Seite lotsen wollte. Was für ein grober Bullshit.

Sie denkt, ich wollte den Kontakt zu ihr nur, um sie zu "kontrollieren" (scheint wohl ein Thema von mir zu sein). Ich wollte ihn, um meinen Freund und ihren Ehemann das Leben möglichst einfach zu machen. Letzendlich sind wir jetzt so zerstritten, dass das Leben für meinen Freund erschwert wurde, denn wir "dürfen" uns nicht irgendwo zufällig begegnen, und dass ich ihn irgendwann mal zuhause besuche ist völlig unvorstellbar.

All das wäre nicht passiert, wenn ich meinem Gefühl gefolgt wäre und keine Freundschaft zu ihr gesucht hätte. Denn bis auf den Ehemann haben sie und ich NICHTS gemeinsam. Sie wäre nicht meine Freundin, hätte ich sie anders kennen gelernt.

Ich finde, diese Frage sollte man sich beim Wunsch, den Partner des anderen kennen zu lernen, immer stellen: Könnte dieser Mensch mein Freund sein, wenn er nicht mit meinem Partner liiert wäre. Beantwortet man diese Frage mit "Nein", dann ist ein sehr lockerer Umgang besser, damit der lockerer Kontakt positiv bleibt und nicht negativ wird, weil man ihn eben tatsächlich nicht wirklich schätzt bzw. schätzen kann.

Du machst mich neugierig. Habe ich eine Möglichkeit übersehen?

Manchmal ist es einfacher, sich zu entscheiden, wenn man die Pistole auf die Brust gesetzt bekommt, bzw. wenn man sich selbst die Pistole auf die Brust setzt. Ich meine die Lösung, bei der sie sich für einen von Euch entscheidet.

Ich habe nämlich immer noch nicht den Eindruck, dass einer von Euch Dreien sich freiwillig für die Polyamorie entscheiden würde, gäbe es dieses Dilemma nicht. Und dann ist es der falsche Grund. Polyamorie ist mehr als die Möglichkeit, mehrere Partner zu haben. Wollt und könnt Ihr all die Offenheit, mit allem, was dazu gehört, denn überhaupt leben?

Also von Drängen kann keine Rede sein. Ich habe mich lediglich der Möglichkeit nicht verschlossen und sie ihr angeboten.

Das klingt edel, aber ist es das auch? Ich bleibe dabei, Entscheidungen sind leichter, wenn man weniger Möglichkeiten hat.

Ausserdem: Warum sollte ich sie aus einer sonst rundum harmonischen, intakten und liebevoller Beziehung gegen ihren Willen in die Polyamorie d r ä n g e n wollen, wenn ich dabei den Kürzeren ziehen kann. Zumal ich ihr dann das Gefühl vermitteln würde, sie loswerden zu wollen. Nee nee, klingt nicht sehr verlockend.

Weil Du selbst gerne mehrere Frauen hättest und Du damit einen Weg siehst, sie in eine Position zu bringen, in der sie Dir das nicht mehr verweigern kann.
Weil Du sie nicht verlieren willst.
Weil es auch in einer guten Beziehung möglich ist, dass ein Partner sich in einen anderne verliebt und lieber mit diesem neuen zusammen sein möchte.
Weil Eure Beziehung so optimal nicht ist, denn Du bist ihr nicht treu und ihr gefällt das nicht. Und weil Du eigentlich gerne noch "untreuer" wärest und sie das spürt.

Wie hättest Du Dich verhalten?

Ich bin in dieser Situation nicht. Ich kann es Dir nicht sagen. Vielleicht ähnlich, vielleicht nicht. Ich bin aber auch nicht Du oder sie. Ich habe viele Jahre offene Beziehungen gelebt, ich habe einen ganz anderen Hintergrund als ihr.

Es ging darum, dass ich mich selbst dabei ertappt habe, dass meine Gedanken in diese Richtung gingen. Es war keine Tat. Nach einem grünen Online-Lichtchen zu gucken gilt wohl nicht als Kontrolle, ich bitte Dich. *zwinker* Zumal ich da eh abends ständig online bin.

Das ist jetzt Haarspalterei, und das weißt Du. Du hast das Thema ja selbst hochgebracht. Du versuchst Dich zu überzeugen, nicht mich *zwinker*

Sorry, wie kommst Du darauf, dass ich das etwas zu erlauben hätte oder dies überhaupt wollte? Nee nee, da bist Du auf dem Holzweg. *zwinker*

Weil Du das hier sagtest:
Die beiden haben also ein kleines Verhütungsproblem. Wäre ja auch für mich nicht so prickelnd, wenn sie nun schwanger werden würde. Kann ja immer passieren, wäre für mich dann aber das definitive Aus, da ich als 2. Partner wohl nicht in eine Familiengründung zu integrieren wäre. Schätze ich halt mal so ein.


Ich sehe in erster Linie nur das, was sie will. Du liest vor allem von meiner Angst, sie zu verlieren und der Neugier auf die neue Situation. Und eben dem Wunsch, das dies für alle Beteiligten funktionieren kann. Auch möchte ich zum Beispiel nicht, dass sie sich zu frühzeitig für mich entscheidet, allein aus Respekt vor ihm und seinen Gefühlen für sie. Genauso wie umgekehrt. *g*

Ob das so stimmt, kannst nur Du selbst beurteilen. Ich erzähle nur von mir und meiner Erfahrung und kenne weder Dich noch Deine Freundin.

Zu Deiner Sehnsuchtsfrage:

Du fühlst Dich, als wäre da schon eine Trennung. Hast Du irgendeinen Schimmer, wo das Gefühl herkommt? Meinst Du, es geht wieder weg, es ist nur die anfängliche Unsicherheit aufgrund Eurer unklaren Situation? Oder ist es die Angst, sie könnte sich gegen Dich entscheiden?

Ich habe auch Sehnsucht nach ihm. Vor allem dann, wenn wir räumlich sehr weit getrennt sind, z.B. wenn ich in den USA bin und er hier. Das tut schon ab und zu ähnlich weh wie das, was Du schilderst.
Ich versuche dann, ihn anzurufen oder, wenn das - wegen Zeitverschiebung oder so - nicht geht, dann schreibe ich ihm. Damit fühle ich mich wieder mit ihm verbunden.

Oft geht damit das Gefühl einher, dass ich nicht weiß, wo ich genau bei ihm stehe. Dass ich mich versichern muss, dass er mich noch liebt, dass ich nicht "ganz alleine in der großen weiten Welt bin". Das finde ich manchmal bedenklich, denn mein Leben und Glück sind nicht von ihm abhängig. Aber ich schätze, das ist menschlich.

Das Gefühl habe ich aber nicht, wenn wir uns nur ein paar Tage nicht sehen. Da genieße ich mein Freiheit sehr, die Möglichkeit, meinen Tagesablauf ganz ohne ihn zu planen.

Und, das ist ja nicht zu unterschätzen, es gibt da ja auch den anderen Mann, der auch aus der Ferne "irgendwie" immer bei mir ist. Wir schreiben uns täglich Nachrichten, wir telefonieren regelmäßig. Auch das fordert Zeit, Zeit, die ich nur habe, wenn er nicht da ist.
 
Themenersteller
06. April 2014
Für Fly, die zweite.

Hallo Fly.

Danke für Deine rasche Reaktion. *g* Meiner Antwort möchte ich zunächst Deine Aussage aus Deinem Posting vorausschicken und bitte darum, meine Reaktion immer vor genau diesem Hintergrund zu sehen:

Ich bin in dieser Situation nicht. Ich kann es Dir nicht sagen. Vielleicht ähnlich, vielleicht nicht. Ich bin aber auch nicht Du oder sie. Ich habe viele Jahre offene Beziehungen gelebt, ich habe einen ganz anderen Hintergrund als ihr.

Dennoch gibst Du mir wieder - vor allem am Ende Deines Beitrages sehr schöne Anstösse. Danke dafür! Du gibst mir eine sehr willkommene und wünschenswerte Gelegenheit, mir über gewisse Dinge klar zu werden und auch zu sehen, wo ich selbst noch meine Hausaufgaben zu machen habe. *zwinker*

Auch behalte Dir im Hinterköpfchen, dass wir alle drei "neu im Geschäft" sind und uns das Ganze zwar unheimlich vorkommt, aber wir doch den Mut haben - sei es aus Verzweiflung, aus Liebe, aus Angst (die Gründe sind so vielfältig und kombinierbar wie die individuellen Beteiligten daran) - es zu versuchen. Eben weil uns allen das als die beste Möglichkeit erscheint.

Bedenke: Die erste grosse Last einer Entscheidung ist weg. Jeder hat dazu seinen teil beigetragen, auch wenn nur ich den Vorschlag gemacht habe, waren doch alle damit einverstanden. Und wir sehen es positiv - jedenfalls für den Moment. Nicht zuletzt beschäftige ich mich auch sehr damit. *zwinker*



Zu Deinen Fragen bzw. Deiner Einschätzung:

ne regelmässige Sexfreundin in der Nähe wäre sicher schwierig, da sie dann eher Angst hätte, mich zu verlieren. Bisher hat sie sich immer gegen eine solche Lösung ausgesprochen. Im Grunde macht ihr deswegen auch zu schaffen, dass ich mal mit einer meiner Ex-Freundinnen geschlafen habe, obwohl diese inzwischen wirklick keine Konkurrenz ist. Daher war ihr die Bordell-Lösung auch am liebsten: Nur Sex, keine Liebe, keine Gefahr. Allerdings häte ich doch lieber eine Sexfreundin, weil es doch ein schöneres Erleben ist als im Bordell. Aber darauf sollte ich besser verzichten, das gibt nur Ärger und wir haben indes sowieso genug "Arbeit" zu bewältigen.

Meine Erfahrung - statistisch nicht zu fundieren, aber so war es in all meinen offenen (oder poly) Beziehungen: Wenn einer der Partner diesen Drang nicht hatte, dann bedeutete das auch immer, dass er diesen Drang bei seinem Partner höchstens duldete, meistens aber auch darunter litt.

Bei der Ehefrau meines aktuellen Partner ist das so: Sie würde sich nie erlauben, eine Beziehung zu einem weiteren Mann einzugehen. Das würde ihr Angst machen, auch Angst um ihre bestehende Beziehung mit dem Ehemann, meinem Freund. Was man anderen nicht (wirklich) erlaubt, erlaubt man auch sich selbst nicht.

Die Ehefrau hatte es versucht - sicherlich auch auf "Anreiz" durch ihren Ehemann. Das hat nur zu noch mehr Chaos geführt und sie hat die Versuche schnell drangegeben. Aber sie ist ja nicht Deine Freundin...

Deiner Einschätzung / Erfahrung stimme ich voll zu! Im Umkehrschluss (was Erfahrung, Bewusstsein und Bereitschaft betrifft) muss ich allerdings heftigst widersprechen, denn im realen Leben stehen die Chancen, dass sich drei erfahrene Polyamore das bewusste Ziel setzen nun eine funktionierende 3er-Beziehung zu führen doch wohl eher sehr schlecht. Das macht in der regel niemand.

Ich denke, Du wirst mir zustimmen, dass sich solche Situationen im Grunde fast von alleine ergeben. Bestenfalls - um mal ein wenig Esoterik hier reinzubringen - stellt Dich das Leben vor eine Aufgabe, die Du dann zu bewältigen hast. Wahrscheinlich hast Du diese Aufgabe beim Universum durch Deine Wünsche und Dein Verhalten "selbst bestellt". So sehe ich das bei mir. Und das Universum hat jetzt geliefert!

Wegen diese Ehefrau Deines Partners:
Das sehe ich anders. Ich sehe da eher wieder den grundsätzlichen Unterschied zwischen Mann & Frau, was Sex betrifft. Zur Erinnerung:
Mann = Sex ohne Liebe möglich.
Frau = nur Sex mit (wenigstens ein bisschen) Liebe.
Denke, das trifft es. Ist jedenfalls meine überwiegende Erfahrung, es gibt aber Ausnahmen. Und wegen der Erlaubnis. "Was ich nicht tu sollst Du auch nicht tun" klingt für mich nciht sehr erwachsen, sorry. Was für mich nicht richtig ist, darf sehr wohl für meinen Partner richtig sein. Ich gestehe ihm / ihr doch sicher ein eigenständiges Leben und eine eigenstänidige Auffassung der Dinge zu!

So läuft es auch gerade bei uns! Ich kann mir für mich nicht vorstellen, ZWEI Frauen zu lieben (okay, war auch bisher niemals). Wollte ich zwei Beziehungen gleichberechtigt nebeneinander führen, wäre mir das für meine ... naja, ich sag mal Ansprüche (nicht Sex!) einfach zu viel und zu stressig. Falls meine Partnerin das aber kann so darf sie das! Ich werde einen Teufel tun und ihr meine Masstäbe auferlegen. Dazu gehört eben auch eine gewisse selbstlose Einstellung, die die Frau Deines Freundes vielleicht nicht hat.



Ich kenne den Kollegen, wir haben uns schon öfter gesehen und etwas gemeinsam unternommen. Er ist mir sehr sympathisch und hat einen ähnlichen Humor wie ich. Ich habe überhaupt nichts gegen ihn. Auch besucht sie ihn öfter zuhause, hat einmal bei ihm übernachtet und knutscht mit ihm. Sie fühlt sich sehr wohl bei ihm. Ich mache ihr keinerlei Vorwürfe und unterstütze sie nach Kräften.

Oh, ich kenne ihn schon 3 Jahre. Anfangs eher flüchtig, aber mit der Zeit immer mehr. Ich zähle ihn also durchaus zu meinen Freunden! Davon abgesehen erscheint es mir durchaus angebracht mit dem 2. Partner ein freundschaftliches und vertrautes Verhältnis anzustreben. Immerhin liebt man die gleiche Frau! Auch ist es für sie sicher einfacher, wenn ihre 2 Männer sich gut verstehen. Alleine um Konkurrenzdenken gar nicht erst entstehen zu lassen (!)

Also, ich habe die Telefonnummer meiner Freunde. Alle andere sind (flüchtige) Bekannte *zwinker*

Ja, es scheint angebracht, sich mit dem Partner des Partners gut zu verstehen, aber es ist nicht notwendig und letztendlich bietet es unnötiges Konfliktpotenzial. Je mehr ich von der anderen Frau weiß, so ist es für mich, desto mehr neige ich auch, mich in die Beziehung einzumischen, Tipps zu geben etc. Und das ist kontraproduktiv, vor allem dann, wenn es nicht nur immer um Eitel-Sonnenschein geht. Das musste ich mehrfach am eigenen Leib erfahren.

Wenn durch gemeinsame Interessen Berührungspunkte entstehen, wunderbar. Aber einen gemeinsamen Freund reicht mir als Grundlage für eine Freundschaft nicht aus. Ich bin da vielleicht auch etwas wählerisch. Und viel zu gerne allein.

Ja, die Telefonnummer war bisher nie notwendig. Das darfst Du auch nicht so verbissen sehen *zwinker* Genaugenommen, was mir gerade auch dämmert wo Du es sagst: Ich besuche meine Freunde eher weniger. Bin halt nicht der Besuchertyp. Ich lasse besuchen. Nicht negativ gemeint. Und er ist auch der gleiche Typ. Daher kam es nicht zu supervielen Besuchen, aber wir hatten immer mal wieder Kontakt und haben uns immer sehr gut unterhalten. Also okay: Er steht derzeit wohl noch i-wo zwischen Bekanntschaft und Freund, aber ich denke, die Situation kann uns durchaus zu dicken Freunden machen. Es steht dem nichts im Weg. Wir sind Männer! *cool*

Wegen dem Konfliktpotenzial sehe ich eben auch genau andersherum. Wegen der Notwenigkeit wird es sich zeigen, das stimmt. Aber zumindest die Voraussetzung ist dafür geschaffen. Und die ist für mich sehr wichtig und ich denke auch für ihn, was ja das erste "polyamore" Treffen gezeigt hat. Wir richten unsere Aufmerksamkeit auf die Vorteile und das Positive, weisst Du. *zwinker*



Ich war übrigens letzte Woche für zwei Stunden bei ihm auf ein paar Bierchen und wir haben uns sehr gut unterhalten. Um was ging es? Nicht um Lösungen! Ich mochte ihm einfach nur meine Gedanken mitteilen und ihm versichern dass ich ihn als vollwertigen Partner sehe und ihm sicher keinerlei Vorwürfe mache. Man kann sich eben nicht aussuchen, ihn wen man sich verliebt. Auch will ich immer für ihn da sein, falls im was auf dem Herzen liegt. Ingesamt lief es seeehr gut, ich hab ihn zur Begrüssung und zum Abschied mal feste gedrückt und ihm dann viel Spass mit ihr am gleichen Abend gewünscht. Er war den Tränen nahe. Sicher haben wir beide unsere Mühe mit der Situation, aber unsere Einstellung ist nahezu deckungsgleich, was schon mal sehr beruhigend ist *g*

Weißt Du, diese Gespräche mit dem anderen Partner, nur weil man denselben Freund/dieselbe Freundin hat, können ganz schnell in Kontrollen kippen. So war es bei mir mehrfach.

Im letzten Jahr hatte ich mehrfach explizit den Kontakt zur Ehefrau meines Partners gesucht, und wir waren eine Weile, so dachte ich, befreundet. Dann aber bekam ich immer mehr mit von den Eheproblemen und den - für ihn und damit auch für mich - seltsamen und oft mir gegenüber auch unfairen Verhaltensweisen der Ehefrau. Ich habe nach und nach meine Achtung vor ihr verloren, und damit zum Teil auch die vor meinem Freund: Was will er mit so einer Frau?

Hinzu kam noch, dass ich ständig um Verständnis für dieses oder jenes gebeten wurde (oder auch mich selbst darum bat), da ich ja die Umstände "viel" zu genau kannte. Damit habe ich mich so lange (freiwillig) immer wieder in die zweite Reihe gestellt, bis ich selbst die Nase voll davon hatte. Im Nachhinein weiß ich, dass es für mich besser gewesen wäre, nichts von ihr und ihren Nöten oder Wünschen zu wissen, dann hätte ich nur nach meinem Gefühl gehandelt, denn meine Rücksichtnahme auf sie ist letztendlich nach einem Jahr absolut nach hinten losgegangen: Sie hat mich beschuldigt, sie mit all dem nur manipulieren zu wollen, da ich ihren Mann auf meine Seite lotsen wollte. Was für ein grober Bullshit.

Sie denkt, ich wollte den Kontakt zu ihr nur, um sie zu "kontrollieren" (scheint wohl ein Thema von mir zu sein). Ich wollte ihn, um meinen Freund und ihren Ehemann das Leben möglichst einfach zu machen. Letzendlich sind wir jetzt so zerstritten, dass das Leben für meinen Freund erschwert wurde, denn wir "dürfen" uns nicht irgendwo zufällig begegnen, und dass ich ihn irgendwann mal zuhause besuche ist völlig unvorstellbar.

All das wäre nicht passiert, wenn ich meinem Gefühl gefolgt wäre und keine Freundschaft zu ihr gesucht hätte. Denn bis auf den Ehemann haben sie und ich NICHTS gemeinsam. Sie wäre nicht meine Freundin, hätte ich sie anders kennen gelernt.

Ich finde, diese Frage sollte man sich beim Wunsch, den Partner des anderen kennen zu lernen, immer stellen: Könnte dieser Mensch mein Freund sein, wenn er nicht mit meinem Partner liiert wäre. Beantwortet man diese Frage mit "Nein", dann ist ein sehr lockerer besser, damit der lockerer Kontakt positiv bleibt und nicht negativ wird, weil man ihn eben tatsächlich nicht wirklich schätzt bzw. schätzen kann.

Das man mit der Zeit auch eher ungewollte Einblick des Partners (in Deinem Fall der Ehefrau, okay) findet, ist ganz normal und birgt natürlich ein paar reibungspunkte in sich. Ich musste sie auch schon öfter zurückpfeifen und auf den Boden holen, als ich sie sich zu sehr in meine Angelegenheiten einmischen sah. Ganz normal. Schwieriger wird es dann natürlich, wenn ein gewisses Misstrauen herrscht und man "die eigene Gutmütigkeit" auf einmal sehr schnell als Missbrauch deuten könnte. Auf Grunde eines gegenseitigen Vertrauens oder eines gesunden Zutrauens (wohlgemerkt von beiden Seiten, was nicht von heute auf morgen kommt) sollte das aber eher nicht so schnell passieren. Das Problem sehe ich bei uns drei aber eher weniger. Bin grundsätzlich positiv eingestellt. *zwinker*

Insofern hast Du die richtige Feststellung gefunden! Auch für mich: Sie / Er wäre nicht nicht meine Freundin / mein Freund (ok, Bekannter), hätte ich sie / ihn anders kennengelernt.

Ich beantworte die Frage für mich mit einem gefühlten JA. *g*



Du machst mich neugierig. Habe ich eine Möglichkeit übersehen?

Manchmal ist es einfacher, sich zu entscheiden, wenn man die Pistole auf die Brust gesetzt bekommt, bzw. wenn man sich selbst die Pistole auf die Brust setzt. Ich meine die Lösung, bei der sie sich für einen von Euch entscheidet.

Ich habe nämlich immer noch nicht den Eindruck, dass einer von Euch Dreien sich freiwillig für die Polyamorie entscheiden würde, gäbe es dieses Dilemma nicht. Und dann ist es der falsche Grund. Polyamorie ist mehr als die Möglichkeit, mehrere Partner zu haben. Wollt und könnt Ihr all die Offenheit, mit allem, was dazu gehört, denn überhaupt leben?

Da hast Du vollkommen recht: Wenn die "äusseren Unstände" nicht gerade so wären wie sie sind wäre keiner von uns auf den Gedanken gekommen. Das sollten wir uns aber nicht zum Vorwurf machen, sondern stolz auf uns sein, dass wir bereit sind und den Mut dazu haben, diese "Flucht nach vorne " anzutreten.
Von "freiwillig bereit sein" kann also nicht die Rede sein. Wohl aber von "Bereitschaft, das anzunehmen was kommt" *zwinker* Ein kleiner aber feiner Unterschied.

Muss auch auf meine eingangs in diesem Beitrag oben genannte Ansicht verweisen. Ohne Pistole wäre es nie zu dieser Notwendigkeit einer Problemlösung gekommen. Wir nehmen das jetzt so an und machen das Beste daraus.



Also von Drängen kann keine Rede sein. Ich habe mich lediglich der Möglichkeit nicht verschlossen und sie ihr angeboten.

Das klingt edel, aber ist es das auch? Ich bleibe dabei, Entscheidungen sind leichter, wenn man weniger Möglichkeiten hat.

Ja, genauso ist so. Bitte akzeptiere das. Warum sollte ich hier etwas schöner reden als es ist. Also bitte: Nimm mich einfach bei meinem Wort, okay? :-*



Ausserdem: Warum sollte ich sie aus einer sonst rundum harmonischen, intakten und liebevoller Beziehung gegen ihren Willen in die Polyamorie d r ä n g e n wollen, wenn ich dabei den Kürzeren ziehen kann. Zumal ich ihr dann das Gefühl vermitteln würde, sie loswerden zu wollen. Nee nee, klingt nicht sehr verlockend.

Weil Du selbst gerne mehrere Frauen hättest und Du damit einen Weg siehst, sie in eine Position zu bringen, in der sie Dir das nicht mehr verweigern kann.
Weil Du sie nicht verlieren willst.
Weil es auch in einer guten Beziehung möglich ist, dass ein Partner sich in einen anderne verliebt und lieber mit diesem neuen zusammen sein möchte.
Weil Eure Beziehung so optimal nicht ist, denn Du bist ihr nicht treu und ihr gefällt das nicht. Und weil Du eigentlich gerne noch "untreuer" wärest und sie das spürt.

Ich hätte nicht gerne mehrere Frauen: Ich habe sie.
Und sie verweigert sie mir auch nicht grundsätzlich (!)

Ich bin nun aber in der erfreulichen Situation, ihr das zurückzugeben, was sie mir auch zugestanden hat. Wobei ich sicher nicht pingeligst darauf achte dass die Umstände aber auch wirklich alle 100% gleich sind. Nicht damit sie nachher noch "vor mir" ist oder ich mich im "sexuellen-oder-was-auch-immer-Nachteil" wiederfinde. Das ist Schwachsinn!

Und ja, ich will sie nicht verlieren. Ganz im Gegenteil. Ich möchte mir ihr alt werden. *g*

Ja, auch in einer guten Beziehung ist es möglich, dass sich jemand verliebt. Das passiert auch jeden Tag. Durchaus unüblich ist es aber, dass die Partner dann darüber ehrlich reden. Und genau das macht dann wirklich den Unterschied einer guten Beziehung. *zwinker*

Ich führe die optimalste Beziehung meines Lebens und bin nur so untreu, wie sie mir zugesteht und tragen kann. So wie von Anfang an kommuniziert. Nicht mehr und nicht weniger.


Was dazwischen für Dich Fly:

Hey, versuch doch einfach mal bei mir nichts Schlechtes zu suchen. Du wirst es nicht finden. Ich bin ein durch und durch verständnis- und rücksichtsvoller Typ. Ich bin kein Schaumschläger und kein Macho. Ich pflege lieber weniger intensive Kontakte als viele nebensächliche. Manche haben mich schon als Frauenversteher geschimpft und ich nahm das als Kompliment. Mich bringt nichts so leicht aus der Ruhe. Bin ausgeglichen und eher selbstlos als anderen Menschen Nachteile einzubringen.

Ich schätze Deine Einwände (nicht alle), aber vieles würde sich Dir selbst erklären, wenn Du etwas ungezwungener an meinen Text herangehen würdest. Ich glaube, Du interpretierst da zuviel von Dir selbst rein und antwortest dementsprechend.

Der Trend Deiner Antworten geht in die Richtung: Der Lommex ist der Böse. Das ist nicht so, Fly. Probiers mal anders, ja? Ist das möglich? *g* Danke.

Ok, also weiter:



Wie hättest Du Dich verhalten?

Ich bin in dieser Situation nicht. Ich kann es Dir nicht sagen. Vielleicht ähnlich, vielleicht nicht. Ich bin aber auch nicht Du oder sie. Ich habe viele Jahre offene Beziehungen gelebt, ich habe einen ganz anderen Hintergrund als ihr.

Genau! *g*



Es ging darum, dass ich mich selbst dabei ertappt habe, dass meine Gedanken in diese Richtung gingen. Es war keine Tat. Nach einem grünen Online-Lichtchen zu gucken gilt wohl nicht als Kontrolle, ich bitte Dich. *zwinker* Zumal ich da eh abends ständig online bin.

Das ist jetzt Haarspalterei, und das weißt Du. Du hast das Thema ja selbst hochgebracht. Du versuchst Dich zu überzeugen, nicht mich *zwinker*

Absolut daneben. Ich schreibe nur wie es ist. Warum sollte ich auch etwas anderes als meine wahrgenommene Wahrheit schreiben, wenn ich auf Eure eigene Erfahrungen in ähnlichen Situationen gespannt bin? Das, was Du in meinen Beiträgen lesen wirst wird immer von mir auf das Atömchen genau wiedergegeben, damit ihr Euch dazu ein möglichst genaues Bild machen könnt.

Im nächsten Abschnitt hier unten hast Du mich auf meine eigene Aussage hingewiesen. Kannst Du das hier auch?

Also eine Bitte an alle: Sucht nicht nach moralischen Schwachpunkten in meinen Beiträgen, sondern konzentriert Euch einfach auf Euer positives Bewusstsein, mir in irgendeiner Form freiwillig Hilfe zu geben, wenn ihr das denn möchtet. *g*



Sorry, wie kommst Du darauf, dass ich das etwas zu erlauben hätte oder dies überhaupt wollte? Nee nee, da bist Du auf dem Holzweg. *zwinker*

Weil Du das hier sagtest:
Die beiden haben also ein kleines Verhütungsproblem. Wäre ja auch für mich nicht so prickelnd, wenn sie nun schwanger werden würde. Kann ja immer passieren, wäre für mich dann aber das definitive Aus, da ich als 2. Partner wohl nicht in eine Familiengründung zu integrieren wäre. Schätze ich halt mal so ein.

Naja, eher auch schwach, Fly. Wenn ein ungewolltes Kind entsteht hat es vorher wohl kaum das Einverständnis des Vaters, der Mutter oder des Wings befragt.
Also gibts es da weder etwas zu entscheiden noch etwas zu verbieten.

Meine Sorge - zur Erinnerung - beruht nur darauf, dass ich weiss dass falls eine Schwangerschaft ansteht, sie wohl nicht abtreiben wird. Was wohlgemerkt auch nicht mein Wunsch wäre. Wohl wäre ich aber dennoch in dem Moment raus.

Ich hoffe, es wird verstanden, dass ich so frei bin einerseits zum Wohl meiner Liebsten und trotzdem zeitgleich zu meinem eigenen Unwohl zu entscheiden. In allen möglichen Lebenssituationen. Und eben dies vollkommen in Ordnung finde und mich noch darüber freuen kann. Auch wenn es bedeutet, dass ich darunter leiden werde. So bin ich eben. Und nein, ich bin nicht masoschistisch. Weiss nichtmal wie man das schreibt. *zwinker*
Ich sehe in erster Linie nur das, was sie will. Du liest vor allem von meiner Angst, sie zu verlieren und der Neugier auf die neue Situation. Und eben dem Wunsch, das dies für alle Beteiligten funktionieren kann. Auch möchte ich zum Beispiel nicht, dass sie sich zu frühzeitig für mich entscheidet, allein aus Respekt vor ihm und seinen Gefühlen für sie. Genauso wie umgekehrt. *g*

Ob das so stimmt, kannst nur Du selbst beurteilen. Ich erzähle nur von mir und meiner Erfahrung und kenne weder Dich noch Deine Freundin.

Ja, gehen wir mal davon aus, das das so stimmt, wie ich es sage. *g*



(next post meanwhile)

Zu Deiner Sehnsuchtsfrage:

Du fühlst Dich, als wäre da schon eine Trennung. Hast Du irgendeinen Schimmer, wo das Gefühl herkommt? Meinst Du, es geht wieder weg, es ist nur die anfängliche Unsicherheit aufgrund Eurer unklaren Situation? Oder ist es die Angst, sie könnte sich gegen Dich entscheiden?

Ich habe auch Sehnsucht nach ihm. Vor allem dann, wenn wir räumlich sehr weit getrennt sind, z.B. wenn ich in den USA bin und er hier. Das tut schon ab und zu ähnlich weh wie das, was Du schilderst.
Ich versuche dann, ihn anzurufen oder, wenn das - wegen Zeitverschiebung oder so - nicht geht, dann schreibe ich ihm. Damit fühle ich mich wieder mit ihm verbunden.

Oft geht damit das Gefühl einher, dass ich nicht weiß, wo ich genau bei ihm stehe. Dass ich mich versichern muss, dass er mich noch liebt, dass ich nicht "ganz alleine in der großen weiten Welt bin". Das finde ich manchmal bedenklich, denn mein Leben und Glück sind nicht von ihm abhängig. Aber ich schätze, das ist menschlich.

Das Gefühl habe ich aber nicht, wenn wir uns nur ein paar Tage nicht sehen. Da genieße ich mein Freiheit sehr, die Möglichkeit, meinen Tagesablauf ganz ohne ihn zu planen.

Und, das ist ja nicht zu unterschätzen, es gibt da ja auch den anderen Mann, der auch aus der Ferne "irgendwie" immer bei mir ist. Wir schreiben uns täglich Nachrichten, wir telefonieren regelmäßig. Auch das fordert Zeit, Zeit, die ich nur habe, wenn er nicht da ist.

Ja, Fly, es fühlt sich echt genau wie eine Trennung an. *schiefguck*

Ich kann mir nicht rationell erklären, woher es kommt, ich meine: Ich HABE ja noch eine Freundin. Sie liebt mich, sie umsorgt mich, sie schläft mit mir (nicht aus Mitleid!), sie ist für mich da... kurz es ist alles in Butter soweit.

Ich schiebe es mal unwissenderdings auf die unklare (falsches Wort) ... NEUE Situation. Und ja, es ist auch die Angst sie zu verlieren. Die ist immer da.
Beides - die Unsicherheit und die Angst - sollte mit der Zeit verschwinden. Jedenfalls hoffe ich darauf, weiss aber nicht wo die Schlüsselpunkte dazu liegen und wann sie kommen. Ich will dem aber zuversichtlich entgegensehen.

Wegen schreiben und telefonieren in Abwesenheit: Naja, das mache ich nicht, obwohl es technisch möglich ist. Einerseits bin ich darüber froh, weil das mein Klammern fördern würde. Und ich hasse klammern! Ich würd dann nur <3<3<3 schicken oder so Kram. I-wie peinlich xD Andereseits möchte ich natürlich, dass Sie bei ihm ungestört sein kann, ebenso wie sie bei mir ungestört ist. Notfälle bzw. Unvorhergesehenes geht aber immer. Versuche aber generell in seiner Zeit jeden Kontakt zu verschieben oder zu umgehen. Am besten eben gar nicht, das klappt auch gut.

Wegen dem "genau bei ihm stehen"... ja das ist so eine Sache. Ich denke Du müsstest Dir da weniger Sorgen machen als ich. Du musst seine neuen Kontakte (und hallo, er ist ja noch in der Lehre! xD) nicht fürchten. Es ist keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung. Du bietest ihm Sicherheit (hoff ich) und eine Neue ihm Abwechslung. Trotzdem wirst Du seine Queen bleiben. (ok, auch das hoffe ich für Dich).

Eigentlich must Du Dich nicht danach fragen, wo Du bei ihm stehst. Geh einfach von einer Mono-Beziehung aus und Du stehst immer da, wo Du sein sollst. Ändern kannst Du eh nichts dran. Es sei denn Du willst Dich trennen. Wenn dann wird er etwas ändern und dann hast Du auch wenig Spielraum. Also wozu Sorgen machen. Ich handhabe das aktuell auch so. Es liegt alles nicht in meiner Hand. Ich mache aber das Beste daraus und versuche meinen Partner in seinen Dingen genauso kräftig zu unterstützen wie ich kann. So erlebe ich es auch bei ihr für mich.

Auch wenn man mehrere Partner hat, wünscht man sich doch, dass man dann doch ein normales Zusammensein geniessen kann. Zuviele Fragen lösen dann doch eine Atmosphäre der Unsicherheit aus, die den Partner dann von sich weg und zum möglichen Neues hintreibt...

Und ja, meine Freiheit bei unseren "Ego-Tagen" habe ich auch sehr genossen. Im Moment grad nicht mehr so. Mich nervt das. Bin eigentlich gerne alleine, aber ich kann der derzeit nicht wirklich geniessen.

Wegen Deinem anderen fernen Mann: Du vermisst dann doch Deinen Partner noch, oder? Wäre das auch so, wenn Dein Fernmann neben Dir sitzen würde?


Ok. Wieder mal danke, aber es hat mich grad etwas gebeutelt hier *zwinker*

cyu!
 
Themenersteller
06. April 2014
Kleiner Nachtrag ;-)

Grad auf Facebook drüber gestoplert *zwinker*


"Die besten Dinge im Leben beginnen selten
mit einer vernünftigen Entscheidung."


Wohl denn! *g*
 
06. April 2014

Erst mal danke für Deine vielen Gedanken und diesen Austausch, den ich auch sehr interessant und für mich gewinnbringend finde.

Wegen diese Ehefrau Deines Partners:
Das sehe ich anders. Ich sehe da eher wieder den grundsätzlichen Unterschied zwischen Mann & Frau, was Sex betrifft. Zur Erinnerung:
Mann = Sex ohne Liebe möglich.
Frau = nur Sex mit (wenigstens ein bisschen) Liebe.

Woher nimmst Du diese Premisse? Das mag bei den meisten Menschen vielleicht (?) stimmen, ich habe es aber auch schon an mir und an anderen genau anders beobachtet. Ob ich Sex ohne Liebe genießen kann, ist von vielen Dingen abhängig, aber ich kann. Es ist zu einfach, einfach mal so eine These in den Raum zu werfen und darauf aufzubauen. Diese These kann, muss aber nicht stimmen. Schon gar nicht für alle.

Und wegen der Erlaubnis. "Was ich nicht tu sollst Du auch nicht tun" klingt für mich nciht sehr erwachsen, sorry. Was für mich nicht richtig ist, darf sehr wohl für meinen Partner richtig sein. Ich gestehe ihm / ihr doch sicher ein eigenständiges Leben und eine eigenstänidige Auffassung der Dinge zu!


Natürlich, sehe ich genauso. Trotzdem bin ich Mensch, und die Leute um mich sind es ebenso. Und manchmal hat man diese - unlogischen - Gefühle oder Auffassungen. Sobald ich wieder Herr meiner Sinne werde, kann ich auch versuchen (!) davon abzulassen, aber ich bin nicht immer frei davon. Auch hier finde ich, es ist zu einfach, einfach so logisch erwachsen und idealistisch zu argumentieren. So funktionieren wir als Menschen eben nicht.

Ich empfinde auch immer mal wieder Eifersuct, jenseits jeder Logik, wirklich grundlos. Das hat was mit Tagesform, Schwäche, Stärke zu tun. Die Psyche und der Geist sind nicht immer so stark, wie wir es gerne hätten.

Und aus dieser Erfahrung heraus schließe ich, dass Deine Freundin Schwierigkeiten haben wird, sich etwas zu erlauben, was sie Dir nicht erlaubt. Das wird, im besten Fall, etwas Übung erfordern.

Bin grundsätzlich positiv eingestell

Das ist toll, das war ich auch, bis ich mehrfach emotionale Klatschen von der Ehefrau und auch dem Ehemann bekam. Irgendwann hatte ich die Nase voll. Und möglicherweise war auch die Ehefrau grundsätzlich positiv eingestellt. Und der Ehemann. Trotzdem hätte ich diese Warnung damals gut gebraucht - falls ich in der Lage gewesen wäre, sie mir zu Herzen zu nehmen. Man selbst weiß ja immer besser, wie man handeln soll *zwinker*

In meiner etwas frischeren Beziehung mit dem Amerikaner werde ich diesen Fehler nicht mehr machen. Ich erzähle ihm nur wenig von meinem Freund und möchte auch nur wenig von seiner Frau hören. Was ich wissen will ist, wie es ihm geht. Was ihn berührt. Ob er Probleme hat. Wie und ob ich ihm helfen kann. Und genauso halte ich es auch anderes herum. Und das berührt natürlich auch immer wieder den anderen Partner, das ist eine Gratwanderung.

Der Trend Deiner Antworten geht in die Richtung: Der Lommex ist der Böse. Das ist nicht so, Fly. Probiers mal anders, ja? Ist das möglich? *g* Danke.

Das missverstehst Du mich. Ich versuche, Dir Denkanstöße zu geben. Das wird mir nicht gelingen, wenn ich jedes Deiner Argumente mit "machst Du super" kommentiere. Du möchstest doch nicht die grundsätzliche Segnung Deiner Handlungen und Absichten hier aus dem Forum?

Ich kann auch nur auf das reagieren, was Du mir von Dir zeigst. Diese Sache mit dem Kinderkriegen ist so ein Beispiel. Du argumentierst jetzt anders als zu Beginn. Zu Anfang klang das wirklich so, als würdest Du ihr kein Kind erlauben, da es das Aus Eurer Beziehung bedeuten würde.

Meine Sorge - zur Erinnerung - beruht nur darauf, dass ich weiss dass falls eine Schwangerschaft ansteht, sie wohl nicht abtreiben wird. Was wohlgemerkt auch nicht mein Wunsch wäre. Wohl wäre ich aber dennoch in dem Moment raus.

Natürlich will man zu Beginn einer Beziehung nicht schwanger werden. Es sei denn, es gibt einen Grund, warum man jetzt direkt ein Kind bekommen muss. Solche Frauen/Situationen gibt es ja wohl auch ;-). Ich wundere mich nur, warum das bei Euch jetzt schon, vor dem ersten Sex, Thema ist?!

Zum Thema Sehnsucht:
Andereseits möchte ich natürlich, dass Sie bei ihm ungestört sein kann, ebenso wie sie bei mir ungestört is

Vermisst Du sie denn nur, wenn sie bei ihm ist? Das hatte ich anders verstanden.

Ja, wir handhaben das auch so, dass wir den anderen nicht ständig anrufen, wenn wir wissen, dass er bei einem anderen Partner ist. Wobei das auf meiner Seite etwas schwierig ist, er ist ja grundsätzlich bei seiner Ehefrau wenn er nicht bei mir ist. Im Moment rufe ich aufgrund unseres Konflikts dort überhaupt nicht an.

Wegen dem "genau bei ihm stehen"... ja das ist so eine Sache. Ich denke Du müsstest Dir da weniger Sorgen machen als ich. Du musst seine neuen Kontakte (und hallo, er ist ja noch in der Lehre! xD) nicht fürchten. Es ist keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung. Du bietest ihm Sicherheit (hoff ich) und eine Neue ihm Abwechslung. Trotzdem wirst Du seine Queen bleiben. (ok, auch das hoffe ich für Dich).

Naja, ganz so eitel Sonnenschein ist es bei uns nicht immer. Er hatte (hat?) massive Probleme mit meinem amerikanischen Freund, denn ich habe mich letzten November entschieden, im Mai und Juni zwei Monate in den USA zu verbringen und im Herbst eventuell noch mal ein paar Monate. Das hatte ich schon seit einigen Jahren vor, das hat nicht viel mit meinem Ami zu tun, aber natürlich bin ich dann bei hm und nicht bei meinem deutschen Freund. Wir sind dann zwei Monate getrennt, das wird schwierig, davor haben wir beide Angst.

Außerdem war es nach meinen letzten längeren Aufenthalten dort (immer ein Monat) oft so, dass wir uns entfremdet hatten, wenn ich dann wieder zurück nach Deutschland kam.

Beim ersten Mal hatte er seiner Frau während meiner Abwesenheit von mir erzählt, und als ich dann zurückkam, war alles anders. Das hatte mich stark verunsichert, zumal die Ehefrau alle 5 Minuten eine andere Meinung zur Situation hatte und unser Umgang noch schwieriger war als vorher. Ich hatte auch einen Mann kennen gelernt, der mich drängte, die polyamore Beziehung zu verlassen, weil er meinte, dass das nicht gutgehen könne, und bei den Schwierigkeiten, die mein Freund damals mit seiner Ehefrau hatte, befand ich mich in einem echten Dilemma. Ich habe mich dann für meinen Freund entschieden.

Beim zweiten Mal, im November, kam ich zurück und seine Frau hatte entschieden, bei der Polyamorie nicht mehr mitzumachen. Sie duldet mich jetzt nur, andere Frauen "muss" er ihr verschweigen (sie will keine Details wissen). Nachdem wir zwischen Juni und September eine völlig normale Beziehung geführt hatten (keiner hätte bemerkt, dass da was anders als in einer normalen Beziehung ist), war da dann wieder alles anders. Vor allem unsere gemeinsamen Zukunftspläne gingen den Bach runter, als plötzlich klar wurde, dass ich ihn nie zuhause besuchen würde können, dass es nicht möglich sein würde, gemeinsam mit ihm Geburtstag zu feiern etc. Und wieder war ich also nach meiner Rückkehr "anders" als vor meiner Abreise. Außerdem hatte ich "meinen Ami" kennen gelernt, und da ich so doll verknallt war wie schon lange zuvor nicht mehr, hat ihn das natürlich auch sehr viel Kraft gekostet.

Also, unsere Beziehung ist sehr schwierig, denn die Polyamorie funktioniert für ihn nur in eine Richtung. Manchmal frage ich mich durchaus, welche Zukunft wir haben und ob ich dieses Zwischending aus fester Freundin (die ich gerne wäre, als die er mich gerne hätte) und halb-heimlicher Geliebten auf Dauer aushalten kann. Und seit kurzem redet die Ehefrau auch von Scheidung. Da wird dann noch mal großer Stress auf uns alle zukommen. Aber ich liebe ihn, mehr als ich je zuvor irgendwen geliebt habe.

Ob ich meinen deutschen Partner vermisse, wenn mein amerikanischer Freund neben mir sitzt? Das mit dem Ami ist anders als mit dem Deutschen, denn wir sehen uns ja nicht so oft. Das wird sich jetzt im Mai ändern. Bisher waren die Momente, die wir gemeinsam hatten, so wertvoll, weil sie so selten waren, dass für mich kein Raum war, dabei meinen deutschen Freund zu vermissen. Nein, also ich vermisse ihn nicht, wenn ich mit meinem Ami zusammen bin. Wohl aber, wenn ich dann wieder Raum habe, zu Sinnen zu kommen *zwinker*

Und den Ami vermisse ich die ganze Zeit. Aber da wir eigentlich täglichen die ganze Zeit in Kontakt sind (mindestens eine Gute-Morgen- und eine Gute-Nacht-Nachricht, oft mit zich Meldungen dazwischen) hält sich das in Grenzen. Wir können ja physisch einfach gerade nicht zusammen sein, wir können nix dran ändern.

Hihi, gerade bekam ich genau gleichzeitig Nachrichten von beiden. Das fühlt sich toll an! *g*
 
Themenersteller
06. April 2014
Fly, die dritte.

Hey, freut mich, dass wir so langsam gedanklich zu einander finden *zwinker*
Scheinbar kommst Du auch mit von mir gewählten verschachtelten Stuktur zurecht, also behalte ich die zum antworten mal bei.

Erst mal danke für Deine vielen Gedanken und diesen Austausch, den ich auch sehr interessant und für mich gewinnbringend finde.

Wegen diese Ehefrau Deines Partners:
Das sehe ich anders. Ich sehe da eher wieder den grundsätzlichen Unterschied zwischen Mann & Frau, was Sex betrifft. Zur Erinnerung:
Mann = Sex ohne Liebe möglich.
Frau = nur Sex mit (wenigstens ein bisschen) Liebe.

Woher nimmst Du diese Premisse? Das mag bei den meisten Menschen vielleicht (?) stimmen, ich habe es aber auch schon an mir und an anderen genau anders beobachtet. Ob ich Sex ohne Liebe genießen kann, ist von vielen Dingen abhängig, aber ich kann. Es ist zu einfach, einfach mal so eine These in den Raum zu werfen und darauf aufzubauen. Diese These kann, muss aber nicht stimmen. Schon gar nicht für alle.


Das iss nur ne Theorie von mir. Habe ich allerdings schon von vielen Frauen so bestätigt bekommen. Ob die Theorie zuerst kam oder die Aussage der Frauen nun vorher war, weiss ich nicht mehr zu sagen. Ich glaube, das ist auch egal. Jedenfalls beziehe ich mich darauf. Ich habe zwar auch andere Beobachtungen gemacht, aber der Löwenteil bestätigt doch meine Einschätzung.

Dem wollte ich auch mit meinem (von Dir nicht zitierten Zusatz) " Ist jedenfalls meine überwiegende Erfahrung, es gibt aber Ausnahmen" Ausdruck verleihen. *zwinker* Dir sei zugestanden, zu den Ausnahmen zu gehören, was mich freuen würde. *g*


Und wegen der Erlaubnis. "Was ich nicht tu sollst Du auch nicht tun" klingt für mich nciht sehr erwachsen, sorry. Was für mich nicht richtig ist, darf sehr wohl für meinen Partner richtig sein. Ich gestehe ihm / ihr doch sicher ein eigenständiges Leben und eine eigenstänidige Auffassung der Dinge zu!

Natürlich, sehe ich genauso. Trotzdem bin ich Mensch, und die Leute um mich sind es ebenso. Und manchmal hat man diese - unlogischen - Gefühle oder Auffassungen. Sobald ich wieder Herr meiner Sinne werde, kann ich auch versuchen (!) davon abzulassen, aber ich bin nicht immer frei davon. Auch hier finde ich, es ist zu einfach, einfach so logisch erwachsen und idealistisch zu argumentieren. So funktionieren wir als Menschen eben nicht.

Ich empfinde auch immer mal wieder Eifersuct, jenseits jeder Logik, wirklich grundlos. Das hat was mit Tagesform, Schwäche, Stärke zu tun. Die Psyche und der Geist sind nicht immer so stark, wie wir es gerne hätten.

Und aus dieser Erfahrung heraus schließe ich, dass Deine Freundin Schwierigkeiten haben wird, sich etwas zu erlauben, was sie Dir nicht erlaubt. Das wird, im besten Fall, etwas Übung erfordern.


Ich finde das sehr interessant was Du sagst. Bis auf das, dass sie sich etwas erlaubt, was sie mir nicht erlaubt. Da sehe ich nun keinen Haken, sondern eher recht klar, wie vorhin dargestellt. Sie macht ja nichts Verbotenes sondern handelt im Einklang aller. Sicher, es ist derzeit natürlich nur eine Momentaufnahme, aber das ist es wohl immer. Also ... no problem.

Aber bitte: Deine Eifersucht. Woher kommt die? Ich meine, Du erklärst es schon sehr gut, aber sehr logisch klingt das nicht.

Ich hätte da eine Theorie: Kann es nicht sein, dass es unsere elterliche / gesellschaftliche Konditionierung ist? Wir sind es von Kindesbeinen an nicht gewohnt, anders zu reagieren und haben auch bei anderen Menschen keine anderen Reaktionen als die "normalen" kennengelernt. Auch hier gibts Ausnahmen, aber alleine die Tatsache, dass wir uns hier im Forum darüber austauchen zeigt doch, dass dieses Thema gesellschaftlich immer noch grenzwertig ist.

Es ist einfach ungewohnt! Ich vergleiche das gerne immer mit dem ersten Schwimmbadbesuch eines Jahres, bei dem man sich beim Betreten des Schwimmabdes im Badeanzug oder Badehose erstmal richtig nackig fühlt. Das geht aber schnell vorbei. Ebenso beim Besuuch in der Sauna, FKK, Swingerclub, Analsex, der erste Dreier und so weiter und so fort. Alles Gewöhnungssache.


Bin grundsätzlich positiv eingestellt

Das ist toll, das war ich auch, bis ich mehrfach emotionale Klatschen von der Ehefrau und auch dem Ehemann bekam. Irgendwann hatte ich die Nase voll. Und möglicherweise war auch die Ehefrau grundsätzlich positiv eingestellt. Und der Ehemann. Trotzdem hätte ich diese Warnung damals gut gebraucht - falls ich in der Lage gewesen wäre, sie mir zu Herzen zu nehmen. Man selbst weiß ja immer besser, wie man handeln soll *zwinker*

In meiner etwas frischeren Beziehung mit dem Amerikaner werde ich diesen Fehler nicht mehr machen. Ich erzähle ihm nur wenig von meinem Freund und möchte auch nur wenig von seiner Frau hören. Was ich wissen will ist, wie es ihm geht. Was ihn berührt. Ob er Probleme hat. Wie und ob ich ihm helfen kann. Und genauso halte ich es auch anderes herum. Und das berührt natürlich auch immer wieder den anderen Partner, das ist eine Gratwanderung.

Ich selbst hüte mich immer davor, eine alte funktionierende Lösung auf ein neues Problem zu übertragen. Kann funktionieren, aber mit Vorsicht. Kostet jedenfalls genausoviel Energie wie keine Lösung zu haben. Die Menschen sind unterschiedlich, und auch man selbst ist unterschiedlich im Laufe der Zeit. Die Umstände ändern sich ebenso. Im Grunde bleint nichts, aber auch gar nichts gleich, so dass man für ein gleiches Problem die gleiche Lösung anwenden könnte.



Der Trend Deiner Antworten geht in die Richtung: Der Lommex ist der Böse. Das ist nicht so, Fly. Probiers mal anders, ja? Ist das möglich? *g* Danke.

Das missverstehst Du mich. Ich versuche, Dir Denkanstöße zu geben. Das wird mir nicht gelingen, wenn ich jedes Deiner Argumente mit "machst Du super" kommentiere. Du möchstest doch nicht die grundsätzliche Segnung Deiner Handlungen und Absichten hier aus dem Forum?

Ich kann auch nur auf das reagieren, was Du mir von Dir zeigst. Diese Sache mit dem Kinderkriegen ist so ein Beispiel. Du argumentierst jetzt anders als zu Beginn. Zu Anfang klang das wirklich so, als würdest Du ihr kein Kind erlauben, da es das Aus Eurer Beziehung bedeuten würde.

Also wenn man mir meine Handlungen absegnet... joah, ich wäre nicht abgeneigt das zu akzeptieren. *ggg* Im Einzelfall bin ich auch über kleine Bestätigungen froh, wie diese 2 Likes von den Usern im Forum für meinen ersten Beitrag. *zwinker* Hey danke nochmal :-*

Ja, wegen dem Kinderkriegen... also ich bin froh, dass ich das nochmal erklären konnte. Ist auch schwierig bis unmöglich für alles und jeden im ersten Beitrag stimmig zu schreiben. Denke, das kam jetzt durch *zwinker*


Meine Sorge - zur Erinnerung - beruht nur darauf, dass ich weiss dass falls eine Schwangerschaft ansteht, sie wohl nicht abtreiben wird. Was wohlgemerkt auch nicht mein Wunsch wäre. Wohl wäre ich aber dennoch in dem Moment raus.

Natürlich will man zu Beginn einer Beziehung nicht schwanger werden. Es sei denn, es gibt einen Grund, warum man jetzt direkt ein Kind bekommen muss. Solche Frauen/Situationen gibt es ja wohl auch ;-). Ich wundere mich nur, warum das bei Euch jetzt schon, vor dem ersten Sex, Thema ist?!

Naja, eben genau deswegen, weil sich das Blatt dann gegen mich wendet. Ich kann es sehr verstehen, Kinder haben zu wollen. Und ihr Alter schreitet voran. Ich habe 2 und bin damit zufrieden. Also wenn sie Kinder haben wollte, dann ohne mich. Aber ja, es wundert Dich. Okay, mich auch!

Eigentlich hat es auch nix mit Sex zu tun, sondern mit Familienplanung. Und die spielt eben - wenn sie ernstgemeint ist und durchführbar erscheint - eine weitaus übergeordnetere Rolle als Polyamorie!



Zum Thema Sehnsucht:

Andereseits möchte ich natürlich, dass Sie bei ihm ungestört sein kann, ebenso wie sie bei mir ungestört ist

Vermisst Du sie denn nur, wenn sie bei ihm ist? Das hatte ich anders verstanden.

Ja, wir handhaben das auch so, dass wir den anderen nicht ständig anrufen, wenn wir wissen, dass er bei einem anderen Partner ist. Wobei das auf meiner Seite etwas schwierig ist, er ist ja grundsätzlich bei seiner Ehefrau wenn er nicht bei mir ist. Im Moment rufe ich aufgrund unseres Konflikts dort überhaupt nicht an.

Nein, das hast Du schon richtig verstanden, nur nicht richtig gelesen *zwinker*
Ich vermisse sie sobald sie nicht bei mir ist. Egal ob sie einkaufen geht oder auf der Arbeit ist oder eben bei ihm ist. Es ist egal. Ich vermisse sie dann einfach! Und fühle mich einsam dabei. Das ist mir total neu. *schiefguck*



Wegen dem "genau bei ihm stehen"... ja das ist so eine Sache. Ich denke Du müsstest Dir da weniger Sorgen machen als ich. Du musst seine neuen Kontakte (und hallo, er ist ja noch in der Lehre! xD) nicht fürchten. Es ist keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung. Du bietest ihm Sicherheit (hoff ich) und eine Neue ihm Abwechslung. Trotzdem wirst Du seine Queen bleiben. (ok, auch das hoffe ich für Dich).

Naja, ganz so eitel Sonnenschein ist es bei uns nicht immer. Er hatte (hat?) massive Probleme mit meinem amerikanischen Freund, denn ich habe mich letzten November entschieden, im Mai und Juni zwei Monate in den USA zu verbringen und im Herbst eventuell noch mal ein paar Monate. Das hatte ich schon seit einigen Jahren vor, das hat nicht viel mit meinem Ami zu tun, aber natürlich bin ich dann bei hm und nicht bei meinem deutschen Freund. Wir sind dann zwei Monate getrennt, das wird schwierig, davor haben wir beide Angst.

Außerdem war es nach meinen letzten längeren Aufenthalten dort (immer ein Monat) oft so, dass wir uns entfremdet hatten, wenn ich dann wieder zurück nach Deutschland kam.

Beim ersten Mal hatte er seiner Frau während meiner Abwesenheit von mir erzählt, und als ich dann zurückkam, war alles anders. Das hatte mich stark verunsichert, zumal die Ehefrau alle 5 Minuten eine andere Meinung zur Situation hatte und unser Umgang noch schwieriger war als vorher. Ich hatte auch einen Mann kennen gelernt, der mich drängte, die polyamore Beziehung zu verlassen, weil er meinte, dass das nicht gutgehen könne, und bei den Schwierigkeiten, die mein Freund damals mit seiner Ehefrau hatte, befand ich mich in einem echten Dilemma. Ich habe mich dann für meinen Freund entschieden.

Beim zweiten Mal, im November, kam ich zurück und seine Frau hatte entschieden, bei der Polyamorie nicht mehr mitzumachen. Sie duldet mich jetzt nur, andere Frauen "muss" er ihr verschweigen (sie will keine Details wissen). Nachdem wir zwischen Juni und September eine völlig normale Beziehung geführt hatten (keiner hätte bemerkt, dass da was anders als in einer normalen Beziehung ist), war da dann wieder alles anders. Vor allem unsere gemeinsamen Zukunftspläne gingen den Bach runter, als plötzlich klar wurde, dass ich ihn nie zuhause besuchen würde können, dass es nicht möglich sein würde, gemeinsam mit ihm Geburtstag zu feiern etc. Und wieder war ich also nach meiner Rückkehr "anders" als vor meiner Abreise. Außerdem hatte ich "meinen Ami" kennen gelernt, und da ich so doll verknallt war wie schon lange zuvor nicht mehr, hat ihn das natürlich auch sehr viel Kraft gekostet.

Also, unsere Beziehung ist sehr schwierig, denn die Polyamorie funktioniert für ihn nur in eine Richtung. Manchmal frage ich mich durchaus, welche Zukunft wir haben und ob ich dieses Zwischending aus fester Freundin (die ich gerne wäre, als die er mich gerne hätte) und halb-heimlicher Geliebten auf Dauer aushalten kann. Und seit kurzem redet die Ehefrau auch von Scheidung. Da wird dann noch mal großer Stress auf uns alle zukommen. Aber ich liebe ihn, mehr als ich je zuvor irgendwen geliebt habe.

Ob ich meinen deutschen Partner vermisse, wenn mein amerikanischer Freund neben mir sitzt? Das mit dem Ami ist anders als mit dem Deutschen, denn wir sehen uns ja nicht so oft. Das wird sich jetzt im Mai ändern. Bisher waren die Momente, die wir gemeinsam hatten, so wertvoll, weil sie so selten waren, dass für mich kein Raum war, dabei meinen deutschen Freund zu vermissen. Nein, also ich vermisse ihn nicht, wenn ich mit meinem Ami zusammen bin. Wohl aber, wenn ich dann wieder Raum habe, zu Sinnen zu kommen *zwinker*

Und den Ami vermisse ich die ganze Zeit. Aber da wir eigentlich täglichen die ganze Zeit in Kontakt sind (mindestens eine Gute-Morgen- und eine Gute-Nacht-Nachricht, oft mit zich Meldungen dazwischen) hält sich das in Grenzen. Wir können ja physisch einfach gerade nicht zusammen sein, wir können nix dran ändern.

boah, da klatschst Du mir aber ein Ding hierher... menno! *ggg*
Ich weiss gar nicht, was ich darauf antworten soll, aber ich versuchs und picke mir ein paar Dinger heraus, okay?

Mehrere Monate am Stück getrennt zu sein ist schon unter normalen Umständen ein hartes Brot. Aber auch hier frage ich nach dem Warum? Warum sollte das so schwieirg sein? Sehnsucht ist unheilbar, aber Sex könnte es inzwischen schon geben. Denke, es muss wohl an der inneren Verbundenheit liegen, die man dann in Abwesenheit des vertrauten Körpers nicht mehr spürt.

Daher vielleicht auch die Entfremdung. Die ich übrigens auch feststelle bei mir. Libido geht zuzrück. Bei ihr auch, und nicht nur wenn sie bei mir ist. Tröge Gedanken machen sich breit.. das alles schiebt nicht gerade ein freudiges Zusammensein an. Dazu noch die allgemeine Verunsicherung und alles, was man sich eben so im negativen Kopfkino zusammengeschustert hat.

Und soeben lese ich bei Dir heraus, dass ihr alles andere als eine gleichberechtigte Partnerschaft zu dritt führt. .... Du solltest die Problematik am Besten in einem seperaten Thema führen...

Allerdings stehst Du auch genau vor dem gleichen Problem wie meine Partnerin. Du lebst ebenso eine Poly-Beziehung und auch Dir würde eine Enzscheidung vermutlich langsfristig gut tun. Kannst Dich aber derzeit nicht entscheiden, oder? Was ich so heraushöre ist, dass es Dich doch nach den USA zieht. Nimmst aber trotzdem die alltäglichen Probleme in D auf Dich. Du liebst beide gleichermassen, bringst sie aber nicht unter einen Hut. Leider nichtmal Deine (Verzeihung) erste Liebe wegen der Altlast Exfrau.

Mir bleibt derzeit nichts, als Dir alles Gute zu wünschen und Stärke, damit Du eine Lösung findest, die dauerhafter ist als die derzeitige.

Also bis hierhin mal wieder.
Und alles Gute für Dich!


Hihi, gerade bekam ich genau gleichzeitig Nachrichten von beiden. Das fühlt sich toll an! *g*

Freue mich für Dich *zwinker*
 
06. April 2014

Weiter gehts:

Ich finde das sehr interessant was Du sagst. Bis auf das, dass sie sich etwas erlaubt, was sie mir nicht erlaubt. Da sehe ich nun keinen Haken, sondern eher recht klar, wie vorhin dargestellt. Sie macht ja nichts Verbotenes sondern handelt im Einklang aller. Sicher, es ist derzeit natürlich nur eine Momentaufnahme, aber das ist es wohl immer. Also ... no problem.

Wieso siehst Du da keinen Haken? Nur, weil Du es ihr nicht verbietest ist es nicht so, dass sie es sich selbst nicht verbietet. Sie würde es ja auch Dir verbieten - bzw. nicht gerne sehen.

Aber bitte: Deine Eifersucht. Woher kommt die? Ich meine, Du erklärst es schon sehr gut, aber sehr logisch klingt das nicht.

Eben, das ist ein gutes Beispiel dafür, dass sowas nicht zwingend logisch sein muss.

Ich hätte da eine Theorie: Kann es nicht sein, dass es unsere elterliche / gesellschaftliche Konditionierung ist? Wir sind es von Kindesbeinen an nicht gewohnt, anders zu reagieren und haben auch bei anderen Menschen keine anderen Reaktionen als die "normalen" kennengelernt. Auch hier gibts Ausnahmen, aber alleine die Tatsache, dass wir uns hier im Forum darüber austauchen zeigt doch, dass dieses Thema gesellschaftlich immer noch grenzwertig ist.

Bestimmt.
Ich bin jedoch grundsätzlich ganz wenig eifersüchtig. Fast nie, fast gar nicht. Aber dann, in bestimmten Momenten, eben doch. Ich weiß nicht warum. Ich habe aufgehört, nach einer Ursache zu suchen. Es kommt so wie Kopfschmerzen. Und so ordne ich das auch ein: eine Unpässlichkeit. Aber auch darauf sollte man achten und Konsequenzen ziehen, soweit möglich.

Ich selbst hüte mich immer davor, eine alte funktionierende Lösung auf ein neues Problem zu übertragen. Kann funktionieren, aber mit Vorsicht. Kostet jedenfalls genausoviel Energie wie keine Lösung zu haben. Die Menschen sind unterschiedlich, und auch man selbst ist unterschiedlich im Laufe der Zeit. Die Umstände ändern sich ebenso. Im Grunde bleint nichts, aber auch gar nichts gleich, so dass man für ein gleiches Problem die gleiche Lösung anwenden könnte.

Also Ratschläge von anderen gelten nicht? *zwinker* Die Lösungen anderer sind für Dich erst mal keine Lösungen, weil sie wahrscheinlich nicht funktionieren? Schade.

Mehrere Monate am Stück getrennt zu sein ist schon unter normalen Umständen ein hartes Brot. Aber auch hier frage ich nach dem Warum? Warum sollte das so schwieirg sein? Sehnsucht ist unheilbar, aber Sex könnte es inzwischen schon geben. Denke, es muss wohl an der inneren Verbundenheit liegen, die man dann in Abwesenheit des vertrauten Körpers nicht mehr spürt.

Ich habe keine Erfahrungen damit. Ich bin im letzten Jahr 2 Mal 1 Monat weg gewesen, das war alles, und das war, wie gesagt, schon schwierig. Vielleicht entfermde ich mich so sehr, dass ich ihn nicht mehr will.

Daher vielleicht auch die Entfremdung. Die ich übrigens auch feststelle bei mir. Libido geht zuzrück. Bei ihr auch, und nicht nur wenn sie bei mir ist. Tröge Gedanken machen sich breit.. das alles schiebt nicht gerade ein freudiges Zusammensein an. Dazu noch die allgemeine Verunsicherung und alles, was man sich eben so im negativen Kopfkino zusammengeschustert hat.

Wann kommt das bei Euch? Wenn Ihr Euch länger (wie lange?) nicht seht? Wenn sie zwischendurch beim anderen ist?

Und soeben lese ich bei Dir heraus, dass ihr alles andere als eine gleichberechtigte Partnerschaft zu dritt führt. .... Du solltest die Problematik am Besten in einem seperaten Thema führen...

Zu kontrolvers, das bespreche ich im Detail doch besser mit meinen Freundinnen *zwinker*


Allerdings stehst Du auch genau vor dem gleichen Problem wie meine Partnerin. Du lebst ebenso eine Poly-Beziehung und auch Dir würde eine Enzscheidung vermutlich langsfristig gut tun. Kannst Dich aber derzeit nicht entscheiden, oder?

Äh... Nein?! Ich will so leben, wie ich lebe. Ich hätte ihn nur gerne, wenn schon mit Ehefrau, dann mit einer, die die Sache ok findet. Keine, die still vor sich hin leidet und mir eigentlich die Pest wünscht. Da ich ihn liebe, werde ich mich aber deshalb nicht von ihm trennen.

Ich suche auch keine monogame Beziehung. Ich weiß nicht, ob ich das will oder kann. So wie es ist ist es perfekt. Auch mit dem Ami führe ich keine Mono-Bezieung, auch das wäre nicht möglich. Ihm nicht, aber mir so auch nicht, nicht auf die Entfernung.

Was ich so heraushöre ist, dass es Dich doch nach den USA zieht. Nimmst aber trotzdem die alltäglichen Probleme in D auf Dich. Du liebst beide gleichermassen, bringst sie aber nicht unter einen Hut. Leider nichtmal Deine (Verzeihung) erste Liebe wegen der Altlast Exfrau.

Nein, um Gottes Willen, ich werde niemals in die USA auswandern. Mein Ziel ist es, zeitweise dort zu arbeiten, wo es schön ist, und diesem Ziel komme ich im Laufe der Jahre immer näher.

Ich will in Deutschland bleiben, auch bei meinen beiden Freunden. Nur die Sache mit der Ehefrau, dazu gibt es keine Lösung. Und ich habe Angst vor dem, was da noch kommt. Was bisher kam, war übel.
 
Themenersteller
06. April 2014
Fly, die Vierte.

Ich finde das sehr interessant was Du sagst. Bis auf das, dass sie sich etwas erlaubt, was sie mir nicht erlaubt. Da sehe ich nun keinen Haken, sondern eher recht klar, wie vorhin dargestellt. Sie macht ja nichts Verbotenes sondern handelt im Einklang aller. Sicher, es ist derzeit natürlich nur eine Momentaufnahme, aber das ist es wohl immer. Also ... no problem.

Wieso siehst Du da keinen Haken? Nur, weil Du es ihr nicht verbietest ist es nicht so, dass sie es sich selbst nicht verbietet. Sie würde es ja auch Dir verbieten - bzw. nicht gerne sehen.

Nein, da ist kein Haken. Sie verbietet es sich nicht selbst. Sie beginnt ja es so zu leben. Mit aller Einverständnis. Und auch wenn sie mir das Gleiche wohl verbietet - oder nicht gerne sieht - das stimmt wohl, aber ich akzeptiere und achte es auch! Also gibt es keinen Haken, weil alle mit den gegebenen Bedinungen einverstanden sind. Zugegeben, ist nicht leicht zu erfassen. *zwinker*


Aber bitte: Deine Eifersucht. Woher kommt die? Ich meine, Du erklärst es schon sehr gut, aber sehr logisch klingt das nicht.

Eben, das ist ein gutes Beispiel dafür, dass sowas nicht zwingend logisch sein muss.

hähä, ja so ist es wohl. Dem ist nicht leicht beizukommen, was? *zwinker*


Ich hätte da eine Theorie: ....

Bestimmt. ....

Hab abgekürzt, aber Deine Einstellung gefällt mir *g*


Ich selbst hüte mich immer davor, eine alte funktionierende Lösung auf ein neues Problem zu übertragen. Kann funktionieren, aber mit Vorsicht. Kostet jedenfalls genausoviel Energie wie keine Lösung zu haben. Die Menschen sind unterschiedlich, und auch man selbst ist unterschiedlich im Laufe der Zeit. Die Umstände ändern sich ebenso. Im Grunde bleint nichts, aber auch gar nichts gleich, so dass man für ein gleiches Problem die gleiche Lösung anwenden könnte.

Also Ratschläge von anderen gelten nicht? *zwinker* Die Lösungen anderer sind für Dich erst mal keine Lösungen, weil sie wahrscheinlich nicht funktionieren? Schade.

Nein, sicher nicht! Bitte nicht von vorneherein falsch interpretieren. So habe ich das nicht gemeint. Allerdings sind Ratschläge eben nur Ratschläge. TROTZDEM können sie natürlich auch auf die aktuelle Situation passen! Muss aber nicht. Sogar möglich, dass eine Lösung bei meinem Kumpel nicht funktioniert, bei mir aber schon.


Daher vielleicht auch die Entfremdung. Die ich übrigens auch feststelle bei mir. Libido geht zurück. Bei ihr auch, und nicht nur wenn sie bei mir ist. Tröge Gedanken machen sich breit.. das alles schiebt nicht gerade ein freudiges Zusammensein an. Dazu noch die allgemeine Verunsicherung und alles, was man sich eben so im negativen Kopfkino zusammengeschustert hat.

Wann kommt das bei Euch? Wenn Ihr Euch länger (wie lange?) nicht seht? Wenn sie zwischendurch beim anderen ist?

Wir sehen uns mehrmals die Woche. Mal ein paar Tage hintereinander, mal eben ein paar Tage nicht. Sicher keine grossen Zeitspannen, die eine Rolle spielen könnten. Aber absolut sicher hat es etwas damit zu tun, dass sie jetzt eine neue Beziehung neben unserer führt!Es ist wie gesagt das mulmig-vertraute Gefühl der Trennung, dass mich nachdenklich, zurückgezogen und ängstlich macht. Mich vorsichtig werden und einsam fühlen lässt. Ohne ersichtlichen Grund. Natürlich auch - aber eben nicht nur - wenn sie bei ihm ist. Ist eher eine unterschwellige Hintergrundschwingung, die sich auf meinen gesamten Lebensbereich auswirkt.

Und wenn DIE zu gross wird, ist es quasi eine selbsterfüllende Prophezeiung, verstehst Du? Unberechtigte Sorgen würden mich dann sozusagen unattraktiv machen und genau die befürchtete Trennung Wirklichkeit werden lassen.


Okay, Fly.

Nochmal danke für Deine Offenheit und ich wünsche Dir erstmal eine gute Nacht.
War sehr anregend und anstrengend, aber es war mir eine Ehre. *g*

Lieber Gruss
Lommex
 
Themenersteller
17. April 2014
Update (wahrscheinlich das Letzte)

So, ihr Lieben....

...seit gestern abend ist es entschieden.

Zwar hat sie sich aus dem Poly-Versuch schon vor einer Woche zurückgezogen und sich damit scheinbar "nicht gegen mich entschieden" (Formulierung ist wichtig!), aber das grundsätzliche Verlangen nach ihm - auch und vor allem in Verbindung mit einer Neuorientirung ihres Lebens - ist nicht abgeflaut sondern stärker geworden, was mir wegen der Umstände (sie sind ineinander verliebt UND Arbeitskollegen) und ihrer Ehrlichkeit mir gegenüber im Nachhinein doch klar hätte sein müssen und letztlich auch war.

Die Kommunikation und ihre Formulierungen waren im Nachhinein doch recht eindeutig. So zum Beispiel zuletzt "Ich will zu Dir nicht NEIN sagen, würde aber gerne zu ihm JA sagen." Mein Part war also tendenziell eher negativ belastet, bei ihm eben eher positiv.

Auch habe ich in der Polyphase gelitten wie ein Hund, ohne mir den Grund dafür erklären zu können. Am Tag als sie es mit ihm "beendet" hatte, war ich zwar sehr erleichtert (hatte die Woche einen Puls wie ein Presslufthammer wohl wegen Verlustangst), aber fand es noch zu früh, da ich mir Zeit geben wollte, mich darauf einzustellen und ich den Schmerz in dafür in Kauf nehmen wollte.

Allerdings hatten sie wenigstens am Abend davor das erste Mal miteinander geschlafen was mir keinerlei Kopfkino oder Leid bereitet hat und ich dachte "Gott sei dank!" und habe mich auch positiv dazu geäussert in der Annahme, dass sie sich danach dann doch bewusst zwar gegen Poly aber hoffentlich für mich entschieden hätte.

War wohl nicht so, was ich eben dann im Laufe der letzten Woche für mich festgestellt habe.

Letztlich war die Polyamorie ein Versuch. Leider ist dieser gescheitert.

Nun zum Abschluss, weil ich Euch nicht raten lassen will, wie es ausgegangen ist.
Also gestern haben wir eben einvernehmlich unsere Beziehung beendet, was für mich und auch für sie sehr surreal ist. Wir hatten eine wundervolle Zeit von 3 Jahren zusammen verbracht und sind aneinander sehr gewachsen. Wir hatten fast nie wirklich Streit, eher Meinungsverschiedenheiten. Wir waren in unsere Familien integriert und auch voll akzeptiert und gemocht. Ich hoffe, das bleibt auch so, auch wenn die Gelegenheiten dazu wohl nun doch eher selten werden.

Kurz: Wir haben eine rundum harmonische, wertvolle und aufbauende Beziehung geführt die wir nun leider beendet haben weil... ja... DAS geht mir nicht in den Kopf, Freunde! *schiefguck*

Sie wird nun eine schwere Zeit haben. Ich auch. Ich liebe sie, und ich weiss, dass sie mich auch liebt. Aber sie liebt nunmal auch ihn.

Ich war vorgestern noch einmal bei ihm und wir haben uns prächtig verstanden. Nachdem Ende habe ich ihm eine Nachricht geschickt und ihn darüber informiert und ihm und ihr meinen Segen gegeben. Ich hoffe, sie haben eine gute Zeit.

Noch kurz zu mir: Ich habe diesen Ablauf noch nie erleben dürfen. Standardmässig schleicht sich in eine Beziehung die Heimlichkeit zu einem anderen "Schwarm" oder einer Affäre ein und die bestehende Beziehung wird auslaufen gelassen bzw. abrupt beendet, sobald sich der dann ehemalige Partner "sicherer fühlt".
Trotzdem fühle ich mich erstmal total verlassen, am Boden und scheissetraurig. Auch lebe ich ja im "Ausland" (Schweiz) und habe Kinder in D. Bei mir kommt gerade echt dieses Gefühl, nun alles auf den Prüfstand zu stellen und mein Leben wieder komplett umzustellen. Auch ein Umzug innerhalb der Stadt Sankt Gallen ist vielleicht ratsam, da ich ihr genau gegenüber (gleiche Etage) wohne. Oder ich warte noch ein Jahr ab und warte wie es sich bei beiden entwickelt. Ich hätte sie doch gerne wieder, meine grösste Liebe <3 Bin total verunsichert...

Und nein, ich bin nicht NUR selbstlos. Ich ärgere mich auch, aber das stelle ich hintenan. Ist auch nicht das erste Mal, dass ich zwar geliebt aber dennoch verlassen werde. Quasi aus heiterem Himmel. Das nervt irgendwie, ich mein, da baut (mein Kumpel nennt es "päppelt" *zwinker* ) man eine Frau so richtig auf und holt sie aus ihrem .. naja, soll nicht arrogant klingen (!) ... langweiligen Leben, hat den besten Sex ever miteinander (ihre Worte, aber ich stimme zu) und wo es grad so richtig geil wird (meine nicht PA) macht es dann BÄMM und man ist "aus dem Spiel"...! Wäre ich negativ eingestellt würde ich sagen, sie hat mir richtig eins in die Fresse gegeben.

Aber ist alles super gelaufen, auch wenn das Ergebnis nicht angestrebt war.

Läuft nun auf "lass uns Freunde bleiben" hinaus. Wer den Spruch kennt und dafür wirklich offen war, weiss dass man darauf meist nichts geben kann. Hier denke ich ehrlich das es funktionieren könnte.

So, Freunde... ich wollte Euch einfach mal auf den neusten Stand bringen und danke denjenigen, die hier (wenn auch nur im Hintergrund) mitgelesen haben.

Auf Fragen antworte ich gerne, solange ihr mir nicht den Schlaumeier raushängen lasst *zwinker* Auch würde ich gerne Eure Erfahrungen / Rückblicke lesen, die meiner Situation nahe kommen. Ein Link tät reichen *zwinker*
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