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Von Schmetterlingen und Verhaltensweisen

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****  

Danke
...für diese tiefen Worte, die ich gerade immer wieder lese und merke, wie sie auf mich wirken.
Schön, dass du diese Worte mit mir teilst *wink*
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Angst...
...hat natürlich häufig einen Sinn, sie ist auch häufig überlebenswichtig.

In der Ausgangssituation oder auch in meiner Situation führt die (verlust-)angst aber leider zu kontraproduktivem, alle unglücklich machendem Verhalten.

Durch die intensive Reflektion wird mir immer klarer, das die Unsicherheit, die ich durch die "neue" Frau empfinde und die damit einhergehende Angst gepusht wird durch meine auch sonst gerade etwas anstrengende Lebenssituation.
Ich muss eine Prüfung ablegen und auch sonst einschneidendes in meinem Leben ändern, was zu großer Unsicherheit führt. Dies abzufangen ist eine Aufgabe, die niemand bewältigen kann außer mir, trotzdem kommt mir der Gedanke, dass ich bestimmt unwichtig bin sehr gelegen.

Ist das bei euch auch so? Ist es auch für euch manchmal schwierig "loszulassen", wenn es euch nicht so gut geht?

Ich will mich von ganzem Herzen für ihn freuen ohne dieses beissende Gefühl der Angst tief in meinem Herzen....

Liebe Grüße,
Cinderella
*********uelle 
2.254 Beiträge
Mann
*********uelle 2.254 Beiträge Mann

die Angstdiskussion
die hier anfing kann nun hier weiter geführt werden: Polyamory: A N G S T
*******ackt 
236 Beiträge
Mann
*******ackt 236 Beiträge Mann

@Allegra, Ferne / Dynamik der Nähe
Ganz aktuell merke ich es: aus der Ferne bezieht die Nähe ihre Dynamik.

- Liebe Nachbarin, ich zweifle: Es hat so viel damit zu tun, wie sehr oder wie wenig Zweie für sich selber in ihrem Leben ambitioniert und an Austausch interessiert sind...

Die ich täglich sehe ist mir ein Wunder des Glücks - und wie besonders das ist, ist mir sehr bewusst.

Na jedenfalls möchte ich gerne dem Schluss vorbeugen, dass Fernbeziehungen und Unterbrechungen nun das Kriterium für Qualität wären.

Auf bald!
mads
*****gra 
Gruppen-Mod2.539 Beiträge
Frau
*****gra Gruppen-Mod2.539 Beiträge Frau

Na
Bei meinem Gedanken ging es nicht um eine Fernbeziehung, Mads, sondern um den Effekt, den eine vorübergehende Ferne (Urlaub, Reisen zu Freunden ... ohne mich) hat.
Sehnsucht z.B und sich aufeinander freuen, Alltags und Gewohnheit mal loslassen und im Übgrigen auch Zeit nur mit mir haben und genießen.
*******ackt 
236 Beiträge
Mann
*******ackt 236 Beiträge Mann

@Allegra: - dessen bin ich mir bewusst, ...
... und ich achte Deine Position!

Die Wahrnehmung meiner Wahlverwandtschaften (Lebensbeziehungen) als besonderes Geschenk der Ergänzung korrespondiert für mich ständig mit der Bewussheit meiner Selbstwahrnehmung und dem Besonderen des Augenblicks:
Es gibt keine Gewöhnung, auch wenn ich das Gefühl der Beständigkeit, Zuverlässigkeit, des dauerhaften Vertrauens genieße.

Klar, ich selbst bin von gewaltigen Verlusten geprägt und versuche mich in die Lebensperspektiven Anderer einzufühlen, wenn ich meine Ansicht äußere.
In meiner Wahrnehmung werden im Alltagsnormal so viele Emotionen verdrängt bzw. gehegt, dass eine freie Betrachtung nicht einfach erscheint.

Wenn es möglich ist, verstehe meinen Einwand nicht als Kritik im Sinne von 'Negativkritik', sondern als Einladung zum unaufgeregten, ständigen Besonderen
(wie es uns begleitet, wenn wir ein Mantra wiederholt, jedes Mal schön und aus dem Herzen singen oder die Form des Tai Qi wiederholen...).

- ich will's nicht komplizieren,
herzlich
m
*****gra 
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Frau
*****gra Gruppen-Mod2.539 Beiträge Frau

natürlich...
unaufgeregt *g* - was denn sonst. *g* und so sachlich es die Schriftform hier zulässt.
Ich bin da ganz entspannt und lese und denke hier gern w e i t mit.
Jeden Tag etwas Neues bewusst wahrnehmen... das versuche, bei den Menschen um mich herum und auch sonst.
********** 

**********  

@liebernackt
Wundervoll!

Ebenso empfinde ich das auch!

Herzliche Grüße von sinner67
*******b_69 
14 Beiträge
Mann
*******b_69 14 Beiträge Mann

Also ich habe .....
da jetzt ein kleines Problem. *nachdenk*

Ich merke diesen Konflikt zwischen der Freude für ihn, dass er eine für ihn interessante Frau getroffen hat, dass er die Chance hat, einen Menschen kennenzulernen, der sein Leben bereichert aber ich merke auch die kriechende Angast, dass sich zwischen uns was ändern könnte, die Angst, dass die (in diesem Fall) nicht polyamore Frau ihn soweit bekommt, mich (erneut) geheim zu halten, dass sie mich ablehnt, eifersüchtig ist etc.
Ich finde es so schwer meine Ängste zurück zu stellen und ihm einfach das Beste zu wünschen und mir zu wünschen, dass wir (die Frau und ich) gut oder zumindest friedlich miteinander auskommen.


Wenn ich die oben zitierten Zeilen lese, dann habe ich den Eindruck dass die Frau welche der Partner von "Cinderella2014" gerade kennenlernt (noch) nicht weiß dass er gewissermaßen gebunden, verbandelt oder ähnliches ist.

Ich meine, es ist völlig ok wenn sich "Cinderella2014" einen Kopf über ihre Beziehung/Partnerschaft macht, aber ich frage mich halt, ob das verschweigen einer Partnerin in Ordnung ist, denn da wird ja unter Umständen ein Mensch und dessen Gefühle verletzt. Die andere Frau scheint nicht polyamor zu sein, und "Cinderella2014" fragt sich ob sie wohl wieder geheim gehalten wird.

dass die (in diesem Fall) nicht polyamore Frau ihn soweit bekommt, mich (erneut) geheim zu halten, dass sie mich ablehnt, eifersüchtig ist etc.

Ich versteh dass nicht wirklich, wie soll diese Frau es schaffen ihn dazu zu bringen, dich "Cinderella2014" geheim zu halten.

Sollte dieser Beitrag als unpassend empfunden werden, dann löscht ihn von mir aus, ich lese halt Dinge und dann stellen sich halt auch mal Fragen. *gruebel*

Bei uns, also mir und meiner Frau, verschweigt keiner den anderen, entweder der Mensch den man kennenlernt kommt damit klar oder nicht.
********** 

**********  

Verschweigen
Ich könnte mir vorstellen, dass cinderellas Partner sie anfangs aus Angst verschweigt. Die "neue" Frau, nicht poly, verliebt sich grade in ihn. Vielleicht glaubt er, dass sie an seiner Liebe für ihn zweifeln würde, würde er "mit der Tür ins Haus fallen"?

Leider erliegen manche Menschen schon einmal diesem Trugschluss. Und leider warten diese Menschen auch immer auf den richtigen Augenblick, sich zu offenbaren. Oft kommt dann der richtige Zeitpunkt nie. ..

Alles nur Mutmaßungen, der Versuch einer Erklärung.

Ich für meinen Teil habe gelernt, direkt mit der Tür ins Haus zu fallen. Das ist mein Weg, der nicht jedermanns Weg ist. Ich sage direkt beim ersten Date, dass ich poly bin, dann gibt es bei "Bedarf" auch gleich ein Gesprächsthema.

Cinderellas Partner hat bestimmt seine Gründe, ihre Sorgen kann ich trotzdem gut verstehen.

Miteinander im Gespräch bleiben ist, meiner Ansicht nach, das A und O.

Ganz liebe Grüße, sinner67
*******ackt 
236 Beiträge
Mann
*******ackt 236 Beiträge Mann

@sinner67, GANZUNDGAR, Pixie
Ich könnte mir vorstellen, dass cinderellas Partner sie anfangs aus Angst verschweigt. Die "neue" Frau, nicht poly, verliebt sich grade in ihn. Vielleicht glaubt er, dass sie an seiner Liebe für ihn zweifeln würde, würde er "mit der Tür ins Haus fallen"?

- Das liest sich so, als würdest Du hier nicht das Interesse an offenem, unmittelbarem menschlichen Kontakt, sondern eine eitle Verhaftung an Verliebtheit, mit manipulativen Elementen thematisieren.
Ich nehme den Faden mal auf: Unter Polyamorie verstehe ich nicht, dass ich Beziehungssüchten nachgehe, während ich meine Liebste vernachlässige und das mit einer Ideologie kaschiere.
Das wäre selbstgefälliger Etikettenschwindel bzw. Misshandlung (wozu es nicht etwa fließende Grenzen in polyamorem Verständnis bräuchte!).

Ganzundgar:
dass man halt trotz Dreierkonstellation oder was das auch immer sein soll, doch sehr alleine ist mit sich
- als Partner wäre ich weniger an der 'neuen' Beziehung interessiert als daran, mich hineinzufühlen und die Transformation zu begleiten;
Pixie:
Die Aufträge, die sie selbst mit dem Thema Eifersucht, Besitzansprüche usw.. haben sind ihre und ihre allein zu lösen. Ich löse meine Aufträge auch alleine auf. (...) Aber es ist an mir selbst dies zu tun. Nicht an einem anderen Menschen das zu forcieren oder zu hemmen.
- und es ist mir von besonderer Bedeutung, dass es noch andere Möglichkeiten gibt, in Beziehung zu gehen, als zu forcieren oder zu hemmen, und dass der Auseinandersetzung mit sich selbst nicht irgendwelche Regelhaftigkeiten auferlegt zu werden brauchen, die die Auseinandersetzungsqualität, die vom Partner ausgeht, gar nicht beleuchten.
Pixie, Du kannst das ja gerne so machen, aber unlogisch sind solche Entweder-oder-Darstellungen und axiomatischen Dogmen nun mal; da helfen auch keine Freundinnen.
mads
*******ackt 
236 Beiträge
Mann
*******ackt 236 Beiträge Mann

Zum Ausprobieren @Cassis70, @Logginger:
Denkt man an seinen eigenen Tod, wird klar, dass man niemals ganz mit anderen verbunden sein wird, denn alles was man erlebt, und im Gedanken an den Tod wird es besonders deutlich muss man letztendlich alleine erleben.

- Dieser Satz kann auch einfach mal inhaltlich umgekehrt formuliert werden: 'Denkst Du in Verbundenheit, wird klar, dass du niemals ganz sterben wirst, denn alles, was du erlebst, kannst du in Gemeinschaft erleben, wenn du dir ihrer bewusst bist.'

In den Selbstverständnissen alter, vor allem langsam wachsender Kulturen findet sich häufig ein Ansatz, den Gemeinschaftskörper konstitutionell wahrzunehmen. Durch Massenmissbrauch ist diese Sicht zu recht in Misskredit geraten; falsch ist sie deshalb nicht.

Vom geläufigen Wiederholen werden bestimmte Sätze einfach nicht richtiger. Zusammenbringen, Verbinden, oder Trennen, Auseinandergehen: Wir haben die Wahl (vgl. Gerald Hüther 'Evolution der Liebe').

Unter solchem Aspekt werden Selbstbeschränkungen, Vorstellungen von Einschränkungen und Unmöglichkeit, sowie polare Darstellungen,
und nicht der Partner es mit viel Zuneigung und Nähe "beschaffen" muss.
Oder liebe ich es nur geliebt zu werden und passe mich dabei bis zur Unkenntlichkeit an und verliere den Kontakt zu mir auf dem Weg.
... in dieser Konstellation SO leben, weil ich davon profitiere ...
oder passe ich mich an und mache mich klein mit meinen Bedürfnissen nur um weiterhin vom Partner bestätigt zu werden...
(Pixie)
in ihrer Tendenziösität nochmal zu beleuchten sein. -

Wer sich mit Auswirkungen von Persönlichkeitsstörungen auf Partnerschaften zu beschäftigen hat, nimmt Laraleys Frage nach dem richtigen Verhalten gegenüber dem flatternden Partner nicht unter dem Aspekt des 'haben Wollens', des Besitzwahrens in Augenschein, sondern lässt Raum für das legitime Bedürfnis nach Korrespondenz und Gemeinschaftlichkeit (die übrigens seit der 'sexuellen Revolution' im gesellschaftlichen Bewusstsein nicht sonderlich gewonnen haben). Ich lese hier von einer Tendenz zur Mangelverwaltung, zu Verdruss und Verzicht, als wenn eine teilnahmsvolle, bestätigende Beziehung die Ich-Kräfte schwächen und Einschränkungen für die Selbstverwirklichung mit sich bringen würde.
Die Frage, die sich Laraley stellt, müsste vom liebenden Partner längst beantwortet und gegenstandslos geworden sein. Stattdessen bekommt er den polyamoren Ausnahmezustand zu Gute gehalten.
Anderwo spricht sich das Narzißmus und Co-Abhängigkeit (vgl. Umberta Telfener, 'Hilfe ich liebe einen N.').
Klar und richtig finde ich den Aufruf zur Selbstversorgung und Eigenständigkeit.
Dass aus ungenannten Abhängigkeiten heraus möglicherweise nicht zur Sprache kommt, ob die Beziehung vielleicht nicht nährt und getrügt hat, sollte differenziert werden, gleich ob mit oder ohne Poly-Mäntelchen.
*******GAR 
Themenersteller256 Beiträge
Paar
*******GAR Themenersteller256 Beiträge Paar

Die Zeit
sie heilt, sie zeigt auf, sie klärt…in meinem/unserem Fall tut sie das auf ganz wunderbare Weise.

Ich danke allen für das rege "sich Einbringen" hier…und bei einem längeren Thread kann es schon vorkommen, dass das eine oder andere Argument untergeht. Nur damit keine Missverständnisse aufkommen:

Ich habe nie gesagt, dass ich nicht im Austausch mit meinem Liebsten stehe. Nein, wir sprechen intensiv über das, was in uns vorgeht. Das ist, bei mir, auch gar nicht anders möglich und da befolge ich auch kein polyamores Regelwerk. Ich muss meine Gefühle, gut, schlecht, teilen können, und häufig passiert das unmittelbar und mit einem schlechten Timing, was dann eben zu Unstimmigkeiten führt.
Aber einmal mehr erlebe ich gerade in diesen Tagen, dass ich mir Zeit geben sollte, um mich auf eine neue Situation einstellen zu können. Mein Gefühlswirrwarr ist bei der Konfrontation mit einer neuen Situation so vollendet…ich sollte eigentlich gar nichts tun, bis ich die einzelnen Fäden auseinandergezogen habe, bis ich einen Schritt zurückgehen kann und das Bild aus Distanz betrachten kann. Würde ich das können, würde ich mehr Geduld und Gelassenheit aufbringen, könnte ich mir, glaub ich, viele Nerven und Tränen sparen.

Denn…die Zeit, sie bringt Klarheit…deshalb werde ich weiter versuchen, in Liebe zu agieren. Nicht in Angst.
**** 

****  

@ Belzebub 69
... und natürlich alle anderen

Zunächst bin ich sehr dankbar für eure Kommentare, Gedanken etc.

Das Thema Polyamory ist für mich ein relativ neues, spannendes Thema und die für mich richtige "Liebensform", da bin ich mir sicher.

Ich habe bisher sehr wenig Erfahrungen und sicher auch dadurch begründet gewisse, teilweise auch irrationale Ängste. Mein Freund ist ein viel gelassenerer Mensch als ich, Polyamory ist aber auch für ihn neu...

Als ich den von dir zitierten Text geschrieben habe, wurde ich gerade von meinen Gefühlen überrannt, mittlerweile ist das Vertrauen und die Ruhe wieder zurück gekommen und ich sehe alles etwas klarer.

Trotzdem muss ich, gerade wenn es mir nicht so gut geht, sehr nah bei mir sein, damit ich merke, was ich brauche, warum ich gerade ängstlich, traurig, verletzt bin. Es überwiegt das Glücklichsein und die Dankbarkeit für eine so besondere Freundschaft, es fühlt sich gut an, es fühlt sich richtig an.

Zu deiner Kritik, ja, man muss erst lernen wirklich offen damit umzugehen (ich kann nur für mich sprechen), da eben genau diese erste Verliebtheit durch das Offenbaren der gewünschten Liebensform und dem Erzählen von geliebten Partnern jäh enden kann....
Ich erzähle eher früh, wie ich leben und lieben möchte, aber es ist doch neu und anders, wenn man eine lange Zeit theoretisch monogam gelebt und geliebt hat, weil man dachte "das muss halt so sein"....

Ich freue mich wirklich, hier die Möglichkeit des Austauschs gefunden zu haben,

liebe Grüße
Cinderella
**** 

****  

@ganzundgar
...so ist es auch bei mir...

Eine neue Situation macht mir Angst, ich werde überrannt von meinen Gefühlen, dann fange ich mich und beginne nachzufühlen, was genau passiert.
Manchmal ist es damit schon gelöst, manchmal brauche ich das Gespräch darüber, insbesondere, wenn die Gefühle mit einem geliebten Menschen zusammenhängen.

Ich kann mich (noch) nicht freimachen von Ängsten, aber ich lerne sie aufzulösen. Gerade habe ich meine Ruhe und Gelassenheit wiedergefunden, schön.

Ich freue mich sehr mit dir, dass es dir in der neuen Situation besser geht!
**xy 
2.511 Beiträge
Frau
**xy 2.511 Beiträge Frau

- und es ist mir von besonderer Bedeutung, dass es noch andere Möglichkeiten gibt, in Beziehung zu gehen, als zu forcieren oder zu hemmen, und dass der Auseinandersetzung mit sich selbst nicht irgendwelche Regelhaftigkeiten auferlegt zu werden brauchen, die die Auseinandersetzungsqualität, die vom Partner ausgeht, gar nicht beleuchten.
Pixie, Du kannst das ja gerne so machen, aber unlogisch sind solche Entweder-oder-Darstellungen und axiomatischen Dogmen nun mal; da helfen auch keine Freundinnen.
mads

Mir ist nicht klar was du damit sagen willst. Mir persönlich sind klare Worte deutlich lieber und ein klarer Standpunkt als in einer Diskussion den Standpunkt anderer möglichst wackeln zu lassen. Ein "es gibt noch andere Möglichkeiten" beweckt genau dies. Du möchtest meine Aussage wackeln lassen und negativ bewerten.

Was ist denn deine Meinung. Klar und deutlich. Was würdest du in deinem Leben bevorzugen?

Mehr können wir nicht tun. Die TE lebt ihr leben und fühlt ihre eigenen Gefühle. Man kann nur aus dem Nähkästen plaudern und sie nimmt sie was sie braucht und lässt alles andere dort wo es ist.

Meine klare Meinung:

ich bringe nicht meine überbordende neue Beziehungsenergie bewusst über die Schwelle einer bestehenden Beziehung. Ich bin ehrlich, was momentane Fakten betrifft. Aber mein Partner X muss nicht im Detail die Natur meiner Gefühle zu einem ggf. neuen Partner Y wissen und wird nicht von mir gezwungen sich damit auseinander zusetzten. Und schon gar nicht in MEINER Zeit. Er soll sich in seiner Zeit und auf seine Weise damit auseinander setzen können.

Und so wünsche ich es mir auch umgekehrt. Das funktioniert recht reibungslos in meinem Umfeld.

Für mich persönlich gilbt die Frage:

• ist es meine Verantwortung so zu sein, wie es ein Partner erwartet? - für mich - klar nein!

• ist es meine Verantwortung wie ich die Gefühle meiner Parnter behandele, wie ich Situationen gestalte und damit umgehe - für mich - klares ja.

Ich würde hoffe, kein Mensch mit dem ich eine Liebesbeziehung habe, muss sich so quälen und so an sich arbeiten - für mich! Was er oder sie für sich tun ist eine andere Gesichte.

Persönlich interessiert mich immer mehr, wie andere das leben oder leben möchten, als ob sie meine - sich im ständigen Wandel befindlichen - Meinungen und Einstellungen nun besonders gut widerlegen wollen. Es spielt für mich keine Rolle wer das wie bewertet, so lange ich dazu keine Fragen habe.
*******ackt 
236 Beiträge
Mann
*******ackt 236 Beiträge Mann

@Pixie: 'teilnahmsvolle, bestätigende Beziehung'
Pixie:
...ich bringe nicht meine überbordende neue Beziehungsenergie bewusst über die Schwelle einer bestehenden Beziehung.
ja!
Mads:
Die Frage, die sich Laraley stellt, müsste vom liebenden Partner längst beantwortet und gegenstandslos geworden sein.
:
Wie verhaltet ihr euch in dieser Situation, wenn es noch keine verbindlichen Antworten gibt und es noch zu früh für einen offenen Umgang untereinander ist? Wie drückt ihr eure Achtung dafür, was in eurem Liebespartner vorgeht, aus? Durch Diskretion, durch Wegschauen, durch ein mildes Lächeln? Wie definiert ihr Rücksichtnahme? Verspürt ihr ebenso Verantwortung für das, was zwischen den beiden entstehen oder nicht entstehen kann – meine, versucht ihr beispielsweise aktiv mitzuhelfen, um Raum für Begegnungen zu schaffen? Wie weit lasst ihr eine so junge Geschichte mit ungewisser Entwicklung euer persönliches Leben beeinflussen? Wie geht ihr mit schwierigen Momenten, wenn ihr euch zum Beispiel alleine fühlt oder unbegründete Ängste unter die Haut kriechen, um?

Pixie:
- ist es meine Verantwortung so zu sein, wie es ein Partner erwartet? - für mich - klar nein!
und:
Ich würde hoffe, kein Mensch mit dem ich eine Liebesbeziehung habe, muss sich so quälen und so an sich arbeiten - für mich! Was er oder sie für sich tun ist eine andere Geschichte.
Mads:
- als Partner (der Themenstellerinnen) wäre ich weniger an der 'neuen' Beziehung interessiert als daran, mich hinein zu fühlen und die Transformation zu begleiten
Jedes gesprochene Wort spreche ich auch zu mir selbst. In der Beziehungsqualität gestalte ich gleichzeitig mein Verhältnis zu mir selbst. Wenn mein Wunsch ist, mich wirklich wohl zu fühlen und /darin und daraus) weiter zu entwickeln, dann ist das authentische 'Mitnehmen' meiner Partner aus bestehenden Beziehungen ebenso mein Anliegen wie das Einladen zu einer neuen, weiteren Beziehung es sein kann. Mit dem Erfüllen von 'Erwartungen' hat das ebenso wenig zu tun wie mit 'sich Quälen'. Beziehung geht für mich vom 'Wir' aus, zu dem Kommunikation in und über Verschiedenheit na klar dazu gehört. Das kann dazu führen, dass ich mitteile: 'Ich habe nicht die Geduld, dich auf dem Weg aus deiner Verschlossenheit zu begleiten', wenn ich eine Differenz nicht auflösen kann. Selbst dann gehört dazu die Frage, was sich vielleicht noch ändern kann, damit es dennoch gemeinsam weiter geht - mein inniges Interesse an dem wahlverwandten, persönlichen Austausch ist mir treu. Wenn es um 'Erwartungen' geht, ist die Nähe zu Arbeitsverhältnissen und Wirtschaftsbeziehungen größer als die zu Liebes- und Lebensbeziehung. Die Begeisterung an mir selbst und an der besonderen persönlichen Verbindung regelt das Miteinander ebenso wie das Qualitäts- und Geschmacksempfinden. Und das macht so gute Laune, dass solche Beziehungen Andere einladen, ohne dass es Konkurrenzverhältnisse zu geben braucht, weil es insgeheim nicht um trauriges 'Mehr.mehr-mehr!' geht....

Pixie:
- ist es meine Verantwortung wie ich die Gefühle meiner Partner behandele, wie ich Situationen gestalte und damit umgehe - für mich - klares ja.
- ja, und in Verantwortlichkeit lerninteressiert und -fähig zu sein ist ein wesentlicher, begeisternder Beziehungsinhalt.

Pixie:
...den Standpunkt anderer möglichst wackeln zu lassen.
Pixie:
Du möchtest meine Aussage wackeln lassen und negativ bewerten.
'Alternativlos' wackelt ganz von selbst; das ist lediglich eine Frage der Aufmerksamkeit oder Erfahrung.
Das Argumentieren in polaren Extremen findet oft seine Ergänzung in wertenden Unterstellungen, sobald seine Zwangsläufigkeit in Frage gestellt wird.
Die Neigung zu persönlicher Angegriffenheit möchte ich nicht herausfordern.
Auf einen Einwand, der zum selber Denken anregt mit der Unterstellung von Gegnerschaftlichkeit zu antworten - Pixie, dafür kennst Du mich nun doch nicht gut genug.
Na, 'ist bestimmt genug Platz für Deins und Meins in der Welt.
mads
*****gra 
Gruppen-Mod2.539 Beiträge
Frau
*****gra Gruppen-Mod2.539 Beiträge Frau

Das
sind ja nun jeweils sehr eigene , für mich auch interessante Beiträge.
Danke Pixy ubd Mads.
Die Sprache von Mads muss ich erst kapieren, offen gesagt. *gruebel*
Mir geht zu dem Thema weiter sehr viel durch die Gedanken.
Ich betrachte, wie ich mit meinem Mann die Beziehung, den Kontakt, die Gefühle zum weiteren Liebespartner bespreche.
Wir fühlen uns gut mit offenen wenigen Worten und vertrauensvollem einfach so lassen wie es ist: Freude spüren, keine Details erzählen, auf Fragen ehrlich antworten.

Der Gedankenaustausch über das empfundene Glück mit dem anderen Partner kann/ wird ja auch an Wehtu-Punkte kommen.
Ich gestehe, dass ich das möglichst vermeide.
Ich liebe meinen Mann so wie er ist und möchte ihm nicht wehtun!
Und mein Mann schätzt das.
Ja, wir haben darüber gesprochen und wollen das so.
Die Poly-Partner sind mein Bereich.
Über die Tatsache, dass ich einen weiteren Liebespartner habe spreche ich offen und klar.
Er kennt den Namen und weiß, dass da ganz viel Nähe ist, dass mir das wichtig ist und mich glücklich macht.

Und dem zweiten Partner:
Ihm erzähle ich:
Von meinem Mann, aber keine Schlafzimmerdetails.
Von unserem Weg, alles was war und was wir wollen.
Von unserer Liebe, dass sie da ist, stabil ist und tief empfunden gelebt wird.
Von unserer Zukunft, dass ich nicht aus der Ehe weg will.
Von unserem Alltag, so viel er wissen möchte.
Vom Beziehungsgeflecht allgemein:ALLES
Von Gefühlen, genau das was ist! auch das, was mich bedrückt.
.....
Bestimmt gibt es noch mehr.

Für die Fortsetzung der Diskussion hier gefällt mir wie immer der konkrete Anlass,
die reale Frage.
Sie kam gerade mit dem anderen Partner auf, der auf seinem Weg noch viele Hindernisse zu überwinden und Kurven zu meistern hat.
Er stellt sich selber klar und gerade auf und nun fragt er sich:
Was kann er seiner verletzten Frau denn zumuten?
...was ansprechen?
... wie ansprechen?
... was nicht ?
... was im Moment nicht?

Offenheit und Ehrlichkeit: gnadenlos ?
Ich meine , nein, und plädiere für und praktiziere eine selektive Wahrheit.

Mich interessieren eure Gedanken dazu.
******Bln 
2.662 Beiträge
Mann
******Bln 2.662 Beiträge Mann

Selektive Wahrheit
Wir selektieren IMMER.
Schon deswegen, weil wir weder alles bemerken noch uns alles merken können.
Und wenn wir mit jemandem reden, dann erzählen wir automatisch das, was die Resonanz zum anderen steigert. Außer ich will Streit, aber dann bin ich sowieso selektiv.

Absolute Ehrlichkeit? Gibt es genau so wenig wie absolute Wahrheit. Sie fließt immer durch den Filter der eigenen Wahrmehmung und der automatischen, der unbewussten oder gewollten "Redaktion".
*******ackt 
236 Beiträge
Mann
*******ackt 236 Beiträge Mann

Deshalb, Felixx, ist es so schön,
in Kontakt zu gehen: Selektive Wahrheiten und Wahrnehmungen korrespondieren.

Wir sind gleichzeitig auf mehreren Ebenen unterwegs, mit unterschiedlichen Gewichtungen ('Der Mensch wird am 'Du' zum 'Ich'.')
Bewusstheit und Akzeptanz sind ausbaufähige Entwicklungsgrade der Reifung ab dem ersten Lebenstag...
Dass so Viele stark mit Grenzziehungen beschäftigt sind, ist ein Hinweis auf frühe Beeinträchtigungen der Persönlichkeitsentwicklung und verlangt Achtung.

Ausgeglichen sind wir erst, wenn 'Grenzen' beweglich und großzügig sein können, und nicht der persönliche Schutz im Vordergrund zu stehen braucht, sondern freudevolle, also achtsame aktive Teilnahme mit ebensolchem Empfangen einhergeht: Korrespondenz als Chance und als Erfüllung.

Ich möchte nicht rütteln, sondern Ausblick geben.
herzlich
mads
**** 

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Selektion
...und Absprachen sind für mich in meinen Beziehungen sehr wichtig.

Es geht nicht darum, was ich erzählen möchte sondern darum, was und wie viel mein Partner wissen möchte.
Wenn er weiß und akzeptiert, dass ich jemand anderen ebenfalls liebe respektiere ich es, wenn er nicht mehr wissen will, als dass mir derjenige viel bedeutet und ich mit ihm Zeit verbringen möchte.

Ich wünsche mir jedoch, dass ich mit meinem Partner über alles reden kann, also auch über Gefühle, Erlebnisse, Erfahrungen (nicht explizit sexuell-möglicherweise aber auch) mit dem anderen Partner, aber das ist mein Wunsch, den ich gerne zurückstelle, wenn ich mit dem erzählten, geteilten verletzen würde.

Es ist eine Gradwanderung in meinen Augen, aber ich versuche mich immer darauf einzustellen, was sich für mein Gegenüber noch gut anfühlt - ohne mich dabei jedoch zu verstellen, ohne Lügen, ohne Beschwichtigungen...das ist in meiner Wahrnehmung häufig die Kunst

Meine Gedanken dazu...

Grüße,
Cinderella